Springe zu Ausgabe

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste.

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen

Ich akzeptiere die Vereinbarung

von David Catchpoole

creation.com

Der Psalmist schreibt: „die Vögel des Himmels singen in den Zweigen.“ (Psalm 104:12). Wie gut sie singen können, wird für Forscher immer eindeutiger.

Bei verschiedenen Vogelarten [1] können Paare (ein Männchen und ein Weibchen) nicht nur im eng synchronisierten Gleichklang singen, sondern auch in antiphonischen Duetten. In Liedern, die antiphonisch gesungen werden, singen Männchen und Weibchen die Liedphrasen abwechselnd, oft in rascher Folge und mit solch einem präzisen Timing und solcher Koordination, dass die Menschen sie häufig mit dem Gesang eines einzelnen Vogels verwechseln.

Beachten Sie, dass der zweite Vogel, der in einem antiphonischen Duett singt, korrekt und schnell erkennen muss, welches Lied seines musikalischen Repertoires der erste Vogel initiiert hat, um die nächste Phrase des Liedes korrekt beitragen zu können. Andernfalls würde das Duett vorzeitig enden.

Ich will dem HERRN singen mein Leben lang, meinem Gott lobsingen, solange ich bin. Möge mein Nachsinnen ihm wohlgefallen! Ich freue mich an dem HERRN. Die Sünder sollen von der Erde vertilgt werden und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HERRN, meine Seele! Hallelujah!
Psalm 104:33-35

 

Forscher weisen darauf hin, dass „rasche und präzise akustische Austauschvorgänge zwischen den Tieren bemerkenswerte Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsfähigkeiten aufzeigen können“ – und das Duett ist ein besonders markantes Beispiel für komplexe akustische Kommunikation. [2] Obwohl eine Vielzahl an anderen Kreaturen ebenso fähig ist, Duette zu singen – z.B. Frösche, Gibbons (Langarmaffen), Wale – sagen Forscher, dass „Vogelgesänge zu den aufwändigsten aller akustischen Duette gehören.“2 Darüber hinaus „stellt das Singen perfekt getimter, antiphonischen Duette eine erhebliche Herausforderung dar, insbesondere angesichts der Tatsache, dass verschiedene Phrasentypen in der Länge variieren können und Paare Duette in unterschiedlichen Abständen singen können [was eine Anpassung des Tempos erforderlich macht].“2 So viel zum abfälligen Begriff ‚Spatzenhirne‘! Und im Bezug zu der Behauptung, Gibbons und andere wilde Affen seien unsere ‚nahen Evolutionsverwandten‘, ist dies ein weiteres Beispiel[3] dafür, dass Vögel (die nicht unsere evolutionären Cousins sein sollen und die viel kleinere Gehirne haben) in ihren kognitiven Fähigkeiten den Affen entsprechen oder sie sogar übertreffen.

Ein weiterer irreführender Aspekt evolutionärer Vorannahmen ist, dass Wissenschaftler davon abgehalten werden, die in der Natur innewohnende Raffinesse auf Designerebene zu entdecken. Das führt zu Überraschung, wenn sie dennoch darauf stoßen. Forscher dokumentierten kürzlich „überraschend schnelle“ Reaktionen von männlichen Glückszaunkönigen ( Pheugopedius felix) auf vorher aufgenommene Gesangsphrasen von Weibchen – das heißt innerhalb von Sekundenbruchteilen. 2 Die Forscher schrieben: „Damit dies geschehen kann, muss das Männchen nicht nur registrieren, dass ein weiblicher Glückszaunkönig singt, sondern er muss auch feststellen, welche Liedphrase (von den 30-40 Phrasentypen) sie gesungen hat, um die angemessene Antwort aus seinem Repertoire (von den 30-40 Phrasentypen) zu bestimmen und muss die Dauer der bestimmten Liedphrase des Weibchens einschätzen, sodass er in der exakten Zeit antworten kann. Dass einige Männchen dieses Kunststück ohne andere Hinweise vollbracht haben, deutet auf die ausgeklügelte und schnelle kognitive Verarbeitung hin, die diesem Verhalten zugrunde liegt.“2 (Hervorhebung hinzugefügt.)

Solche ausgeklügelten und schnellen kognitiven Prozesse ermöglichen ebenfalls Gruppen (d.h. nicht nur Paaren) von Kastanienrücken-Zaunkönigen (Pheugopedius euophrys) komplexe vierstimmige synchronisierte Chorusse zu singen, wobei die Parts der Männchen und die Parts der Weibchen mindestens zweimal pro Sekunde hin- und herwechseln.[4] Das veranlasste Science News zur Feststellung: „Wenn man die sekundenbruchteilschnelle Abwechslung betrachtet, übertreffen Vogelgesänge die menschliche stimmliche Virtousität.“ [5]

Vögel singen und Menschen singen – die fehlgeschlagenen evolutionären Versuche, die Existenz solcher akustischen Fähigkeiten zu erklären, werden ihnen nicht gerecht. Im Gegensatz dazu stehen die Überlegungen des Psalmisten in Psalm 104 über das Singen der Vögel tatsächlich im Zusammenhang mit der Größe unseres Schöpfers, dem souveränen Herrn der ganzen Schöpfung. Der Psalm beginnt und endet mit „Lobe den Herrn, meine Seele!“ – etwas, was wir auch singen sollten, im dankbaren Chor zu Gott.

„Einem Vater ist nichts klein, was sein Kind quält. Der große Gott, ohne dessen Willen kein Sperling zur Erde fällt, wird dich nicht für zudringlich halten, wenn du deine täglichen Nöte vor ihn bringst.“
Charles Haddon Spurgeon

 


[1] Hauptsächlich unter tropischen Arten. Bei gemäßigten Arten sind es oft nur die Männchen, die singen.

[2] Templeton, C., and 5 andere, An experimental study of duet integration in the happy wren, Pheugopedius felix, Animal Behaviour 86 (4):821–827, 2013.

[3] Für weitere Beispiele siehe: Wieland, C., Bird-brain matches chimps (and neither makes it to grade school) , Creation 19(1):47, 1996; creation.com/alex, und: Crows out-tool chimps , Creation 25(4):7, 2003; creation.com/crows-outtool-chimps.

[4] Mann, N., Dingess, K., und Slater, P., Antiphonal four-part synchronized chorusing in a Neotropical wren, Biology Letters 2(1):1–4, 2006; DOI:10.1098/rsbl.2005.0373.

[5] Milius, S., Nur Duett: Biologists puzzle over birds’ ensemble vocalizations, sciencenews.org, 24. Januar 2006.