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von David Catchpoole

creation.com

Finken sind als Samenfresser bekannt, die mit ihrem Schnabel sogar Oliven- und Kirschkerne knacken können. Aber können Finken überleben, wenn Samen knapp werden?

Das ist die Situation, in der sich der Spitzschnabel-Grundfink auf der winzigen Insel Wolf befindet, die etwa 200 km nördlich der Hauptinseln des Galápagos-Archipels liegt. Die meiste Zeit des Jahres ist diese dem starken Wellengang ausgelieferte Insel mit ihren steilen Klippen und Zehntausenden von Seevögeln zundertrocken. Alle Samen, die in den kurzen Regenperioden wachsen, werden bald von den Finken gefressen, so dass sie, wie man meinen könnte, verhungern.

Filmemacher haben jetzt jedoch dokumentiert, wie die Finken sich den nistenden Seevögeln der Insel zuwenden, um die langen Trockenperioden zu überleben.[1] Zum Beispiel, indem sie die Eier der Seevögel plündern. Aber es scheint, dass ihre Hauptnahrungsquelle während der Dürre … Blut ist!

Obwohl die Seevögel (Maskentölpel) viel größer sind, dürfen die Finken offenbar ungestraft den Tölpeln ihre grausige Nahrung entziehen. Zuerst landet ein Finke auf dem Schwanz eines Tölpels. Mit seinem scharfen Schnabel hackt der Finke an der Basis der Flügelfedern des Tölpels, bis die Haut aufreißt und das Blut heraus zu sickern beginnt. Dann nippt er alle paar Sekunden am Blut. Währenddessen warten andere Finken geduldig darauf, an dieser grausigen „Futterstelle“ teilzuhaben, wie die Filmemacher beobachteten.

„Andere Finken reihen sich hinter dem Tölpel wie in einer Schlange vor einer Blutbank auf, und sobald einer seinen blutsaugenden Sitzplatz verlässt, nimmt ein anderer seinen ihn ein.“

Hat Gott den „Vampir-Finken“ geschaffen?

Wenn sie an Gottes Schöpfung denken, denken viele Menschen an „Siehe, es war sehr gut!“. Aber wenn sie von der Existenz des „Vampir-Finken“ erfahren und diese grässlichen Fotografien sehen, müssen sich einige sicherlich fragen, wie ein Gott der Liebe eine so blutrünstige Kreatur geschaffen haben kann.[2]

Die Antwort ist natürlich, dass Gott die Finken nicht dazu erschaffen hat, auf diese Weise zu leben – ursprünglich waren alle Tiere/Vögel Vegetarier (1. Mose 1,30). Aber nachdem Adam gesündigt hatte, kamen Tod und Blutvergießen in die Welt. Die Galápagos-Finken geben uns einen Einblick, wie einige Fälle von Fleischfresserei nach dem Sündenfall und auch nach der Sintflut entstanden sein könnten.[3] Die ersten Finken [4], die auf dem Galápagos-Archipel[5] ankamen (wahrscheinlich aus Amerika, wie Charles Darwin vermutete), waren wahrscheinlich immer noch Samenfresser. Aber auf Inseln, wo Samenkörner knapp waren, lernten einige Finken, ihren Schnabel für andere Zwecke zu verwenden, z.B. unter der Rinde nach Maden zu suchen. [6] Und auf der Insel Wolf entdeckte der Spitzschnabel-Grundfink, dass sein scharfer Schnabel dazu verwendet werden kann, sich ein nahrhaftes, wenn auch grausiges „flüssiges Mittagessen“ zu beschaffen.



[1] ABC Natural History Unit—Islands of the vampire birds, Amazing finch behaviours, <www.abc.net.au/nature/vampire/finches.htm>, 4 August 2006.

[2] In fact, sceptics frequently ‘ask’ that question publicly—maybe not desiring to seek an answer, but rather because they perceive it to be an unanswerable challenge to Christianity? See, e.g. ‘Why doesn’t Sir David Attenborough give credit to God?’ at <www.creation.com/attenborough>.

[3] Cf. vampire bats. See Woodmorappe, J., The dracula connection to a young Earth , Creation 21(1):32, 1998; <www.creation.com/dracula>.

[4] That is, the descendants of those that came off the Ark.

[5] God did not create the various finch species in the Galápagos Islands during Creation Week, as some people (mainly long-age compromisers) have erroneously suggested in the past. (a) The world’s pre-Flood geography would have been radically different from today’s post-Flood topography. (b) Today’s ‘species’ (an artificial human construct) are descended from the original biblical ‘kinds’. The speciation evident in the finches and other creatures that have migrated to the Galápagos since the Flood isnot evidence of evolution—see Wieland, C.,Darwin’s Eden, Creation 27(3):10–15, 2005; <www.creation.com/darwin_eden>.

[6] Wieland, C., Darwin’s finches—evidence supporting rapid post-Flood adaptation , Creation 14(3):22–23, 1992; <www.creation.com/finches>.