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von AL

Es muss noch ein richtiges Abenteuer gewesen sein, damals als die Schiffe noch aus Holz und Segeltuch bestanden, eine Seereise anzutreten oder antreten zu müssen. Ob man seine Lieben wiedersehen, ob man wieder zurückkehren würde, es war ungewiss. War man erst einmal auf hoher See, war man von jeglicher Kommunikation abgeschnitten. Es war nicht möglich Hilfe zu holen, ein „Mayday“ abzusetzen. Ebenfalls nicht möglich: mal eben seine Position mittels GPS auf seinem Smartphone aufrufen. Diese konnte meist allein der Kapitän in mühevoller und möglichst akkurater Handarbeit bestimmen. Mittels Karten, Geräten wie dem Jakobsstab, seinem Nachfolger dem Sextanten, Routenbeschreibungen, Tabellen und Berechnungen konnte der Seemann die Position bestimmen und Kurs halten. Das war alles nicht sehr einfach und auch nicht sehr genau. Wichtig für die damalige Navigation waren außerdem die Sonne, der Mond und nicht zuletzt die Sterne am Himmel, ohne die alle Geräte nicht einzusetzen waren.

In den letzten Sätzen der Bibel, in der Offenbarung, finden wir die letzten „Ich bin“-Worte von Jesus. Jesus sagt dort: „Ich bin..., der leuchtende Morgenstern!“ (Off. 22:16) Während er hier auf der Erde predigte, sprach er davon, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Er sagte auch: „Ich bin der gute Hirte, der sein Leben für die Schafe lässt“. Und vor Pilatus bezeugte er, dass er tatsächlich ein König ist, jedoch nicht mit einem Reich von dieser Welt! Aber zum Schluss der Bibel will er mit seinen letzten Worten seine Gemeinde wissen lassen, dass er die Wurzel und das Geschlecht Davids, dass er der leuchtende Morgenstern ist! (Off. 22:16) Wurzel und Geschlecht Davids sind im Kontext der Bibel und Gottes souveränem Handeln in der Geschichte verständlich. Aber warum der Ausdruck: leuchtender oder auch der glänzende Morgenstern?

Als Morgenstern wird der Stern bezeichnet, der in der Morgendämmerung, bevor die Sonne aufgeht, am Himmel steht. Aber auch oft am Abend, als Abendstern in der Abenddämmerung in Erscheinung tritt. Dieser helle und glänzende Stern ist der Planet Venus, der wie auch der Mond das Licht der Sonne weiterreicht. Während also die „echten Sterne“ vom Licht des anbrechenden Tages überdeckt werden, ist die Venus noch eine Zeit lang zu sehen.

Wie der glänzende Morgenstern in der Morgendämmerung der untrügliche Hinweis auf den nahenden neuen Tag, so ist auch das Kommen Jesu und die Entrückung der Gemeinde das Ende der Nacht. Jesus wird wiederkommen und dann wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen für diejenigen, die ihn fürchten. (Mal. 3:20) C.S. Lewis sagte: Am Ende werden nur zwei Gruppen von Menschen vor Gott stehen - jene, die zu Gott sagen: "Dein Wille geschehe", und jene, zu denen Gott sagt: "Dein Wille geschehe". Alle, die in der Hölle sind, haben sie sich erwählt.

Für diejenigen, die in ihrem Leben gesagt haben „Dein Wille geschehe“, wird nun Gottes Gerechtigkeit zum Licht für alle Zeit. Für diejenigen, die gesagt haben „mein Wille geschehe“, wird die Sonne der Gerechtigkeit zu einem schrecklichen Feuer.

Allerdings sagt Jesus nicht, ich bin wie der helle Morgenstern, sondern ich bin der helle Morgenstern. Es geht also nicht nur darum, ein Bild zu gebrauchen, sondern auch eine Eigenschaft selbst soll erkannt werden.

Im Judasbrief wird erwähnt, dass sich gottlose Menschen in die Gemeinde eingeschlichen haben, welche die Gnade Gottes in Ausschweifung verkehren. Sie werden als Menschen beschrieben, die Autorität verachtend, lästernd und sich selbst weidend leben. Sie werden weiter als Irrsterne oder umherirrende Sterne bezeichnet, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist.

Auch der Satan wird in Jesaja 14:12 als Glanzstern bezeichnet, der gefallen und wegen seiner Rebellion gegen Gott zur Erde geschmettert wurde. In einer gefallenen Welt, in der auch die Natur seufzt und auf die Neugeburt wartet, umgeben von umherirrenden Sternen und umgeben von gefallenen Sternen, - dürfen wir aufschauen zu Jesus, dem leuchtenden Morgenstern. Sein Licht stellt alle anderen Lichter bloß. Lassen wir uns nicht täuschen von Irrlichtern jeglicher Art. Er ist einzigartig. Er ist nicht zu verwechseln. Wer Jesus sieht, sieht die Wahrheit. Sein Wort ist Wahrheit. Es ist zuverlässig von Buchdeckel zu Buchdeckel. Es berichtet vom lebensstiftenden Anfang Gottes und todbringender Rebellion der Menschen. Von der lebensrettenden Stellvertretung Gottes am Kreuz und der lebensentscheidenden Frage Gottes an jeden Menschen!

F.A. Krummacher hat diese Frage 1857 mit diesen wunderbaren Worten so beantwortet:

Stern, auf den ich schaue,
Fels, auf dem ich steh,
Führer, dem ich traue,
Stab, an dem ich geh,
Brot, von dem ich lebe,
Quell, an dem ich ruh,
Ziel, das ich erstrebe,
alles, Herr, bist du.