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Prof. Stuart Burgess, ist Professor für Ingenieurwesen an der Fakultät für Maschinenbau, in der Universität Bristol (England). Er ist ein weltweit anerkannter Designer von Maschinen wie Satelliten und Bahnradkettenantrieben für Olympia. Prof. Stuart Burgess ist Buchautor und ein international gefragter Redner.

https://creation.com/prof-stuart-burgess

https://www.bristol.ac.uk/engineering/people/stuart-c-burgess/overview.html


schöpfung.info: Was ist Ihre Leidenschaft?

Burgess: Nun, Gottes Werke in der Schöpfung zeigen. Vor allem, weil ich selbst Designer bin. Ich denke, ich habe eine einzigartige Perspektive, weil ich Ingenieursdesign nun mehr als 30 Jahre erforscht, studiert und gelehrt habe. Ich habe im Prinzip die ganze Philosophie des Designs erforscht – wie Menschen designen, wie schwierig es ist zu designen, aber ich habe auch Design in der Natur studiert. Eine meiner Motivationen ist: Ich lese Bücher von Autoren wie Richard Dawkins, die die Wissenschaft des Designs nicht verstehen, nie etwas selbst designt haben und dennoch behaupten, dass die Natur schlecht designt ist. Es gibt viele Menschen, die Bücher von Richard Dawkins lesen und nicht wissen, dass er nicht qualifiziert ist, über die Prinzipien des Designs zu schreiben. Deshalb ist es mir wichtig, den Menschen zu erklären, dass die Welt Markenzeichen des Designs trägt.

schöpfung.info: Wie sind Sie zum Glauben an Gott gekommen, der alles erschaffen hat und auch eine Beziehung zu uns Menschen haben möchte?

Burgess: Ich komme aus einer nicht-christlichen Familie. Als Kind ging ich nicht in die Kirche und kannte das Evangelium nicht. Als ich mein erstes Studienjahr absolvierte, wurde ich in zur Christian Union[1] eingeladen. Das hatte einen unmittelbaren Einfluss auf mich. Ich kam aus einem kaputten Elternhaus mit Scheidung, und der größte Beweis für mich war die Wirkung auf die Menschen. Ich sah also normale, nicht geschiedene Paare und liebevolle Familien. Ich hatte das noch nie zuvor gesehen. Und so war der erste Beweis, den ich als Christ gefunden habe, Gottes Veränderung in einer Person, in ihrem Leben. Und ich denke heute, dass dies wahrscheinlich der größte Beweis ist.

schöpfung.info: Was hat Sie von der Wahrheit der Person Jesu und der Existenz Gottes überzeugt?

Burgess: Die Menschen. Und von Anfang an hatte ich absolut kein Problem damit, an 1. Mose zu glauben, an die 6-Tage-Schöpfung.

schöpfung.info: Warum? Manche Neubekehrte kämpfen mit der Frage.

Burgess: Aus zwei Gründen. Der wichtigste Grund: Ich hatte immer eine hohe Meinung von Gott, dass Gott unendlich mächtig ist. Wenn man die richtige Sichtweise auf Gott hat, ist es viel einfacher, an die 6-Tage-Schöpfung zu glauben. Weil du Gott nicht einschränkst. Der zweite Grund: Ingenieur zu sein, ist etwas ganz Anderes, als Naturwissenschaftler zu sein. Ingenieure haben eine ganz andere Sichtweise. Zum Beispiel ist für einen Ingenieur der Sinn und Zweck einer Sache wirklich wichtig. Ein Auto ist also viel mehr als nur Thermodynamik. Der Zweck eines Autos ist es, Sie von A nach B zu bringen. Das ist es, was der reine Naturwissenschaftler manchmal verpasst. In Bezug auf die Erde: Wenn der Sinn und Zweck der Erde darin besteht, ein Zuhause für den Menschen zu sein, dann ist es vernünftig, dass Gott sie sofort voll funktionsfähig haben will. Weil Sinn und Zweck fundamental sind. Aber ein Naturwissenschaftler denkt oft: Was redest du von Sinn und Zweck? Was hat das mit Mathematik oder Wissenschaft zu tun? Ein Ingenieur sieht, dass dieser Zweck absolut wichtig ist. Und deshalb ergibt eine 6-Tage-Schöpfung Sinn.

schöpfung.info: Das erinnert mich an Gedanken Arthur Ernest Wilder-Smith. Hatte er einen starken Einfluss auf Sie?

Burgess: Ich bin mit seinem Sohn befreundet. Er war einer der Menschen, über die ich sehr früh gelesen habe. Also, Henry Morris und Wilder-Smith. Innerhalb eines Jahres, nachdem ich Christ geworden war, hatte ich von Smiths Standpunkt gehört. Der Punkt ist, als Ingenieur war es für mich einfacher, den Sinn zu sehen. Und selbst Ingenieure werden manchmal aufgefordert, ausgereifte, voll funktionsfähige Systeme zu entwickeln. Viele Maschinen sind so. Warum sollte Gott keine voll ausgereifte, funktionsfähige Welt erschaffen?

schöpfung.info: Ist Kreationismus Pseudo-Wissenschaft?

Burgess: Nein, im Gegenteil: Evolution ist nachweislich Pseudo-Wissenschaft. (lacht) Um Ihnen ein konkretes Beispiel zu geben: den ultimativen Ursprung des Lebens. Nach dem ersten und zweiten Hauptsatz der Thermodynamik kann man keine Materie oder irgendetwas aus dem Nichts erschaffen. Und so ist die Vorstellung, dass Gott die Dinge geschaffen hat, völlig kompatibel mit den Gesetzen der Thermodynamik. Du brauchst einen Schöpfer, um diese erste Materie zu erschaffen. Die atheistische Idee widerspricht den Gesetzen der Thermodynamik, dass man einfach etwas aus dem Nichts bekommt. Und auch, wenn man sich den Ursprung des Lebens ansieht, ist es in den letzten 80 Jahren misslungen, Leben aus einer chemischen Suppe zu erschaffen. Die Schlussfolgerung ist eindeutig: so etwas kann nicht passieren. Wenn Sie also glauben, dass es passieren kann, ist das Pseudo-Wissenschaft, weil Sie allen Beweisen widersprechen. Also, es ist die Evolution, die Pseudo-Wissenschaft ist!

schöpfung.info: Was hat es für eine Auswirkung auf mein Leben (Beruf, Familie, Freundeskreis, Moral), wenn ich an Gott glaube?

Burgess: Das gibt einen moralischen Rahmen. Es ist sehr gefährlich, wenn alles relativ wird, wenn jeder seine eigenen Regeln haben kann. Man sieht die Gefahr, die damit in der modernen Gesellschaft verbunden ist. Die Gesellschaft verändert sich sehr schnell. Was vor zehn Jahren noch nicht akzeptabel war, ist heute akzeptabel und hat enorme Auswirkungen auf die Gesellschaft. Ich war Senior Tutor[2] an meiner Universität für 600 Studenten. Ich war dafür da, mit den Studenten über ihre Probleme zu reden. In den letzten zehn, zwanzig Jahren haben viele Studenten psychische Probleme bekommen, wahrscheinlich auch in Deutschland.

Es ist eine Krise in diesem Land. Einer der Hauptgründe ist, dass junge Männer und Frauen nicht wissen, wer sie sind. Ein junger Mann kennt nicht den Sinn dessen, ein Mann zu sein. Ihm wird gesagt, dass er kein Leiter sein soll, dass er nicht stark sein soll. Ihm wird gesagt, dass ein Mann zu sein nichts Besonderes ist und das bringt nur weitere Verwirrung. Das Gleiche in Bezug auf die Ehe, und es gibt noch viele andere Bereiche. Also, das verursacht Chaos in der Gesellschaft. Das hat einen großen Einfluss auf Nichtchristen. Christen können so dankbar sein, dass sie vor dem Chaos der Gesellschaft geschützt werden – der Auflösung der Gesellschaft, der Familie.

Christen müssen darauf achten, nicht von der Welt beeinflusst zu werden, denn heutzutage ist die Welt sehr weltlich. Ich habe neun Bücher geschrieben. Eines davon handelt vom Kennenlernen für Verliebte: «Gottes Weg zu einer romantischen Beziehung»[3]. Es für Christen der heutigen Zeit geschrieben, um sie zu ermutigen, der Welt hier nicht zu folgen, sondern sich für die Ehe aufzubewahren. Mein Interesse erstreckt sich also weiter als Schöpfung. Vor allem, weil ich drei Töchter habe, habe ich dieses Buch geschrieben.

Die Leute sprechen davon, dass die Ehe unter Beschuss sei, weil wir eine «Ehe für alle» haben. Also ist die biblische Ehe unter Beschuss. Aber ich meine, dass die Ehe schon seit längerer Zeit unter Beschuss ist. Sie wurde in den letzten 80 Jahren von Hollywood aus angegriffen. Weil Hollywood sagt, dass die Ehe nichts Besonderes ist, dass man Beziehungen außerhalb der Ehe haben kann, dass man zwanzig Beziehungen vor der Ehe haben kann, dass man sich amüsieren kann – man muss sich nicht für die Ehe aufsparen. Das erste Kapitel in dem Buch ist eine Kritik an Hollywood, wo Lust und eine lose Beziehungskultur gefördert werden. Dies hat die Gesellschaft von einem biblischen Bild des Kennenlernens, das rein ist und sich für die Ehe aufspart, weggebracht. Und die Christen sind in den letzten zehn oder zwanzig Jahren da hineingezogen worden. Aber auch in der Welt gibt es insbesondere junge Frauen, die keine Christen sind und die sich dieses alte System der Reinheit zurückwünschen, weil sie sich unter Druck gesetzt und manipuliert fühlen.

schöpfung.info: Wie wichtig ist es, bei der Frage der Schöpfung ein orthodoxes Verständnis zu haben – also, dass Gott die Erde in 6 Tagen vor 6000 Jahren erschuf?

Burgess: In 1. Mose haben wir das Fundament der Familie. Gott schuf Mann und Frau. Er schuf die Ehe. Die Ehe ist unglaublich wichtig! Und natürlich hasst Satan das Reich Gottes. Wir denken oft: «Was tut Gott in der Welt?» Aber manchmal ist es gut zu fragen: «Was tut Satan in der Welt?» Satan tut, was er am Anfang getan hat: Gottes Wort angreifen, das Reich Gottes angreifen. Satan weiß, dass er «Gott ist der Schöpfer» angreifen sollte. Das verursacht viel Schaden. Er greift die Ehe an. Das verursacht viel Schaden. Es ist interessant, wie Satan zu der Frau sagte: «Hat Gott wirklich gesagt…?». Satan sagt unserer modernen Gesellschaft: «Habe ich wirklich etwas zu Eva gesagt? Ist 1. Mose tatsächlich passiert?» Er sagte zu Adam: «Hat Gott gesagt….?» Aber er sagt zu uns: «Habe ich wirklich gesagt? Existiere ich wirklich? Vielleicht ist 1. Mose nur symbolisch gemeint. Vielleicht ist es gar nicht passiert.» Und wenn Sie 1. Mose abschaffen, verwässert es sogar Ihre Lehre über Satan. Man kann dann keine Predigten über Satan halten. Und es verwässert offensichtlich das Evangelium, denn es ist die Grundlage des Evangeliums. Wenn Sie den Sündenfall verwässern, Sünde, Satan, Versuchung, dann untergraben Sie schließlich das ganze Evangelium. Offensichtlich kam die Sünde durch Adam, und Jesus ist der zweite Adam, und wenn der erste Adam symbolisch ist, dann ist der zweite Adam… Satan greift sogar die Arbeit an. Satan lehrt die Menschen, dass Arbeit eine schlechte Sache ist und ein Lottogewinn besser sei. Er ist gegen alles, was Gott erschaffen hat. Satan greift den Sonntag an, das Arbeitsprinzip, das Eheprinzip, das Schöpfungsprinzip. Satan hat ganze Arbeit in der Welt geleistet und greift all die Dinge an, die wir in 1. Mose sehen. Also, es ist alles miteinander verbunden.

schöpfung.info: Wie sind Sie persönlich dazu gekommen, über Schöpfung/Evolution nachzudenken und Ihre Position in dieser harten Debatte einzunehmen?

Burgess: Die Leute warnten mich, dass es Konsequenzen haben könnte. Aber ich war einfach sehr enthusiastisch, mich mitzuteilen, weil ich bis heute von Kollegen weiß, die ihren Glauben verbergen. So hielt ich kürzlich in einem skandinavischen Land Vorträge und traf dort einen sehr angesehenen Professor. Sein Name wurde von der gesamten Konferenz gestrichen; er wollte seinen Namen nicht bekannt machen, weil er Biochemiker ist und das seinem Ruf schaden würde.

Ich habe in den letzten 15 Jahren Angriffe an der Bristol University erlitten. Atheisten haben an die Universität geschrieben und darum gebeten, dass ich meinen Arbeitsplatz verliere. Ich wurde bedroht. Andere Atheisten haben an andere Professoren geschrieben und so Ärger aufzuwirbeln. Es hat viele Angriffe im Internet gegeben.  Um Ihnen eines der schlimmsten Beispiele zu nennen:  eine atheistische Organisation sagte, sie würde an jeden Fakultätsleiter meiner Universität – der Bristol University – schreiben und ihnen von mir erzählen. Aber ich wusste nicht, dass sie das tun würden. Und sie haben es getan. Also, eines Tages hatte ich eine E-Mail vom berühmtesten Professor in Bristol, Sir Michael Berry, er war ein zum Ritter geschlagener Professor. Er sagte: «Stuart, ist es wahr, dass Sie denken, ich arbeite für den Teufel?» Und ich hatte keine Ahnung, woher er das hat. Es war mir wirklich peinlich. Also sagte ich: «Wer hat Ihnen gesagt, dass ich behaupte, Sie arbeiten für den Teufel?» Und er sagte: «Nun, diese Organisation namens British Center for Science Education», was keine wissenschaftliche, sondern eine atheistische Organisation war, die vorgab, eine wissenschaftliche Organisation zu sein, sehr irreführend. Sie hatten an alle Fakultätsleiter geschrieben: «Stuart Burgess sagt, Sie arbeiten für den Teufel.» Also, an alle Leiter der Fakultäten, das ist entsetzlich peinlich. Dies ist mehrfach geschehen. Die Leute haben an den Ko-Rektor geschrieben und gesagt: «Stuart Burgess glaubt dies und das.» Daher kann ich verstehen, warum sich viele Akademiker weigern, zu sagen, was sie glauben. Dann wird das passieren.

schöpfung.info: Aber was hat Sie motiviert, in die Öffentlichkeit zu gehen?

Burgess:  Erstens, Naivität. Und zweitens, Sturheit. Ich habe es ja schon gesagt: ich wollte Richard Dawkins Bücher herausfordern.

schöpfung.info: Ist Schöpfung ein Spezialthema für Experten oder ist es für alle Christen wichtig?

Burgess: Römer 1,20: «…denn sein unsichtbares Wesen, … wird seit Erschaffung der Welt … durch Nachdenken wahrgenommen…»[4]. Wenn es seit der Erschaffung der Welt deutlich sichtbar war, braucht man nicht viele [komplizierte Beweise]. Es war von Anfang an für Adam und Eva und ihre Kinder deutlich sichtbar. Römer 1,20 lehrt uns also, dass es nicht kompliziert sein muss. Es ist für alle da. Und niemand hat eine Entschuldigung.

schöpfung.info: Aber ist es wichtig, die Gemeinde darüber zu belehren? Oder ist es ein untergeordnetes Thema und wir sollten uns auf Heiligung, Erlösung, das Evangelium, auf die wirklich theologischen Inhalte konzentrieren?

Burgess: Es ist ein wichtiges Thema für heute, denn es bezieht sich auf das Evangelium und sogar auf die Ehe, es bezieht sich auf alles, nach meiner Erfahrung. Wenn dies in den vergangenen Jahrhunderten ein großes Thema gewesen wäre, hätten die Puritaner Massen von Büchern darüber geschrieben. Aber es war kein Problem für sie. Sonst hätten sie viele, viele Bücher geschrieben.

schöpfung.info: Was ist mit Kindern? Wie wichtig ist es, Kindern etwas über die Schöpfung beizubringen?

Burgess: Es ist wichtig, denn sonst hören sie etwas anderes. In England zielt die Humanist Society auf Kinder ab. Der Feind zielt also auf Kinder ab, und deshalb müssen wir den Kindern helfen. Wenn der Teufel Kinder ins Visier nimmt, dann wir umso mehr.

schöpfung.info: Welchen Rat könnten Sie Eltern oder Kirchenführern geben? Wie könnten wir unsere Kinder am besten unterrichten?

Burgess: Es sollte in Sonntagsschulen sein. Es gibt gutes Material von kreationistischen Organisationen. Man muss in der Familie darüber reden, und wenn es in den Nachrichten kommt, müssen die Kinder gewarnt werden. Meine Erfahrung ist, dass Kinder eigentlich ein ziemlich gutes Bewusstsein dafür haben.

schöpfung.info: Werden Sie heutzutage, nach all den Attacken, in der säkularen wissenschaftlichen Sphäre, in den Universitäten, als „Junge-Erde-Kreationist“ noch ernst genommen?

Burgess: Ingenieurfirmen sind mehr an Gewinn und Erfolg interessiert als an der theologischen Meinung von irgendjemandem. Ich konnte Projektgelder akquirieren. Das hat mir meinen Job erhalten. Aber wenn ich in der Biologie unterwegs wäre, wäre ich entlassen worden.

schöpfung.info: Was würden Sie jungen Christen empfehlen? Verdirbt das Studium den Glauben?

Burgess: Oh, das ist eine interessante Frage! Ich persönlich unterstütze christliche Schulbildung und die Heimunterricht[5]. Meine eigenen Kinder wurden an christlichen Schulen unterrichtet. Das war ein großer Vorteil für sie. Und ich denke, die Schulen haben sie so ausgestattet, dass sie an der Universität gut zurechtgekommen sind. Vier meiner Kinder sind zur Universität gegangen und sind gut zurechtgekommen.

schöpfung.info: Also, eine gute Erziehung?

Burgess: Ja, und dann kann die säkulare Universität in Ordnung sein.

schöpfung.info: Wenn jemand bereits an einer weltlichen Universität ist – was würden Sie empfehlen, wie man mit all den Argumenten umgeht, die vorgebracht werden? Was soll ein Student während seines Studiums tatsächlich tun?

Burgess: Christliche Studentengruppen sind wichtig. Organisationen wie CMI sind sehr, sehr hilfreich. Aber nach meiner Erfahrung – ich bin seit 25 Jahren an der Universität – sind Universitäten nicht voller Atheisten. Es gibt viel Sympathie für Intelligent Design. Anders ist es, wenn man in der biologischen Fakultät ist. Aber ich war überrascht, wie ich außerhalb der Biologie mit vielen Kollegen intensiv über Intelligent Design sprechen kann, sogar mit Professoren. Und ich habe nicht-christliche Biologen gehört, die mir gesagt haben, dass ich Recht haben könnte. Ich war erstaunt. Die akademische Welt ist also nicht voll von Atheisten wie Richard Dawkins. So könnten junge Menschen, die an die Universität gehen, überrascht sein, dass sie weniger Widerstand erleben, als vielleicht erwartet – wobei es in der Biologie anders sein kann. Es ist etwas unberechenbar.

schöpfung.info: Würden Sie einen offensiven Stil oder einen eher defensiven Stil empfehlen?

Burgess: Ich empfehle den Studenten keinen offensiven Stil, eher defensiv und humorvoll. Es kann helfen, sich einen Prise Humor zu bewahren. Dann kann man gute Gespräche mit Akademikern führen. Aber man sollte versuchen, sie nicht zu verärgern. Und man in einer öffentlichen Schule oder Universität ist, wäre eine einfache Sache, anstatt zu sagen «Ich glaube an die Sechs-Tage-Schöpfung. Ich denke, Sie irren sich» zu sagen «Ich habe von diesen Professoren gehört, die an die Sechs-Tage-Schöpfung glauben.» Das ist ein sehr subtiler Unterschied. So hat man von sich selbst abgelenkt. Sie können mit dem Professor streiten. Man muss sich nicht zum Ziel eines Angriffs machen.

schöpfung.info: Was ist größer – wissen oder glauben?

Burgess: Der Glaube ist wirklich entscheidend. Wenn ich in meinen Vorträgen hauptsächlich zu Nichtchristen spreche, sage ich ihnen manchmal, dass ich keinen wissenschaftlichen Beweis für Gott gebe. Man muss es glauben. Hebräer 11: «Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen.» Also ist der Glaube entscheidend. Was viele Atheisten nicht verstehen, ist, dass sie selbst Glauben haben. Sie haben einen Riesenglauben daran, dass das Leben aus einer chemischen Suppe kommt. Dieser Glaube ist wirklich gewaltig. In gewisser Weise ist der Glaube das Wichtigste, aber Christen sind nicht gegen das Wissen. Wissen kann sehr hilfreich sein. Es ist wichtig, seinen Glauben zu verteidigen (1. Petrus 3,15). Also, beides ist wichtig. Aber letztendlich ist der Glaube die wichtigere Sache.

schöpfung.info: Glauben Sie, dass der Glaube mehr von den verständlichen Dingen abdeckt? Können Sie Gott mit Wissenschaft oder Wissen kennenlernen? Nichtchristen wollen manchmal einen wissenschaftlichen Beweis für Gott haben.

Burgess: Das Problem der Nichtchristen ist, dass sie geistlich blind sind. Der Teufel hat die Augen der Welt geblendet. Gott hat Billionen Sterne geschaffen, um deutlich zu machen, dass es einen Gott gibt. Er hat die Meere mit Meerestieren gefüllt. Die Schöpfung macht es so klar und wir haben keine Entschuldigung, nicht zu erkennen, dass es einen Gott gibt, der groß an Macht ist. «Groß sind die Werke des HERRN, erforscht von allen, die sie lieben.» (Ps 111,2) Wenn wir die Schöpfung studieren, kann es uns helfen, Gott und seine Eigenschaften zu erkennen. Je besser wir seine Eigenschaften kennen, desto besser können wir Gott erkennen. Wissen kann hilfreich sein. Einer der Gründe, warum Gott uns die Bibel gegeben hat, ist, um uns Wissen zu geben. Die Bibel ermutigt uns, die Bibel zu studieren, damit wir Gott besser kennenlernen können. Wenn Sie alles über Ihre Familienmitglieder wissen, fühlen Sie sich ihnen näher. Wenn man alles über Gott weiß, kann man sich ihm näher fühlen. Wir sollten uns auch nicht übermäßig viel ins Studium der Natur vertiefen. Aber es ist ein Weg, die Größe Gottes zu erkennen, und das kann ermutigend sein.

schöpfung.info: Was ist für Sie persönlich der eindrücklichste „Gottesbeweis“?

Burgess: Das ist sicher das Design des Menschen. Einige Beispiele: Unsere Fähigkeit, mit einer schönen Stimme zu singen, Gott Loblieder zu singen. Unsere Stimme ist ein Konstruktions-Wunder. Unsere Hände können geschickte Dinge fertigbringen. Und natürlich unser Gehirn. Also, das menschliche Gehirn, die menschliche Stimme, die menschlichen Hände sind die größten Beweise in der physikalischen Welt.

schöpfung.info: Sie haben Bücher zu unterschiedlichen Themen geschrieben. Welche «Natur-Designs» beeindrucken Sie ganz besonders? Können Sie uns einige nennen und uns 2-3 etwas näher erläutern? (Vielleicht Fotos mit Quellenangabe dazu von dem beschriebenen Schöpfungswunder: z.B. Herkunft des Menschen, Sterne, Vögel, Insekten, Pfauenfeder …)

Burgess: Worüber ich in meinen Büchern viel geschrieben habe, ist Schönheit. Insbesondere zusätzliche Schönheit. Zum Beispiel die Pfauenfeder. Bestimmte Vögel besitzen Schönheit um der Schönheit willen. Man könnte sagen, dass eine Eule schön ist, aber das ist eine andere Art von Schönheit, es ist mehr funktionale Schönheit, eben die schöne aerodynamische Form. Aber ein Pfau besitzt zusätzliche Schönheit, Schönheit um der Schönheit willen. Die Dünnschichtinterferenz auf einem Pfau erfordert ein präzises Design. Er hat keine Pigmentfarben, sondern optische Farbeindrücke aufgrund von Dünnschichtinterferenz. Da ist diese Anordnung von verschiedenen Farben wegen der winzigen Dickenunterschiede, und dann ist da eine digitale Struktur mit Tausenden von winzigen Segmenten, die diese erstaunlichen Muster bilden.[6] Sie sind so perfekt verteilt. Das stellt eine große Herausforderung für die Atheisten dar. Wo kommt diese Schönheit her? Das führte bei Darwin zu Zweifeln, nicht überraschend.

schöpfung.info: Geben sie es zu?

Burgess: Einige Evolutionisten haben das. John Maynard Smith war ein berühmter Evolutionist in Großbritannien, der das sah. Er sagte: «Es ist die größte Herausforderung für die Evolution.» Weil nicht erwartet wird, dass Vögel Schönheit bevorzugen. Warum sollten sie Schönheit selektieren? Warum sollten sie nicht etwas Hässliches selektieren? Einige Evolutionisten geben es zu. Es ist ein großes Problem. Ich möchte Ihnen ein Beispiel geben. Da sagt David Attenborough: «Nun, das Weibchen wählt Schönheit aus, weil es denkt, dass Schönheit Gesundheit bedeutet.» Aber warum? Nun, zunächst einmal, wie erkennt es Schönheit im Unterschied zu etwas Hässlichem? Selbst wenn es sich für etwas Schönes entscheiden könnte, warum sollte es dann etwas Gesundes bedeuten? Das Weibchen hat ja keine Genetik studiert. Und warum sollte es denken: «Wenn ich mich also mit ihm paaren würde, würden die Gene etwas hervorbringen.» Es ist eine riesige Herausforderung!

Schönheit ist das Eine – und Vogelgesang ist auch unglaublich! In meinen Büchern habe ich geschrieben, dass der Vogelgesang wie ein Musikstück auf Hochschul- oder Symphonieniveau ist mit einer Tonart, Taktart, Phrasen. Man hat die Gesänge einiger Vögel mit der Musik von Beethoven und Mozart verglichen. Sie haben die gleiche Musikalität: Beethoven würde seine Stücke mit einer Großen Terz oder einer Quarte beenden, und die meisten Vögel beenden ihre Lieder mit einer Großen Terz oder einer Quarte. Und wenn man Musik studiert, lernt man: «Das nennt man Finalität. Man beendet ein Musikstück mit einer großen Terz oder einer Quarte.» Also, den Menschen wird das beigebracht. Aber wer hat den Vögeln beigebracht, ihre Lieder so zu beenden? Es ist erstaunlich! Der Vogelgesang wird nicht einmal benutzt, um einen Partner anzulocken. Männliche Vögel singen, um ihr Territorium zu markieren. Es ist also eine Art von Aggression. Der Evolutionist sagt: «Je aggressiver, desto besser überleben sie.» Aber es wird immer schöner, nicht aggressiver. Also, es ist eine große Herausforderung.

schöpfung.info: Vielleicht ein weiteres Beispiel für Design in der Natur. Was beeindruckt Sie?

Burgess: Ich habe auch viel an Gelenkvierecken[7] gearbeitet. Im Maschinenbau sind Gelenkvierecke wichtig, um anspruchsvolles Aufgaben zu erledigen. Also, man hat vier Stäbe und vier Gelenke. In einem Auto besteht Ihr Lenksystem und Ihr Aufhängungssystem aus so einem Gelenkviereck. Und jeder Ingenieur weiß, dass es sich um nichtreduzierbare Systeme handelt. Man kann sie nicht Schrittchen für Schrittchen und Bauteil für Bauteil evolutiv entwickeln. Nun ist es faszinierend, dass man in der Natur Gelenkvierecke trifft. Man findet sie im Knie. Man findet sie in den meisten Fischkiefern. Man findet sie bei Vogelflügeln. Und man findet sie in Insektenflügeln. Ich habe viele wissenschaftliche Arbeiten über diese Gelenkvierecke geschrieben, die eine große Herausforderung für die Evolution darstellen.

schöpfung.info: Sie haben nicht nur Erfindungen für die Raumfahrt gemacht, sondern waren auch massgeblich an einer beteiligt?

Burgess: Ja. Zur Klarzustellung: 2002 habe ich für den ersten großen europäischen Erdbeobachtungssatelliten[8] den Ausfahrmechanismus der Solarkollektoren entwickelt. Aber eigentlich habe ich es für alle vier europäischen Satelliten getan – MetOp[9] A (2006), MetOp B (2012) und MetOp C (2018, vor wenigen Monaten), wahrscheinlich der letzte. Also, vier große europäische Satelliten, ein Gesamtwert von 5 Milliarden Dollar. Dies hat große Relevanz für die Frage der Schöpfung, denn neben dem Ausfahrmechanismus für die Solarkollektoren habe ich auch die Verkabelung designt. Etwa 30 Kilometer Verkabelung. Und das ist wirklich relevant, denn Richard Dawkins sagt: «Der Kehlkopfnerv hat ein schlechtes Design.» Nun, wenn man sich in meinen 30 Kilometern Verkabelung den Roboterarm für diese vier Satelliten ansieht, der dem Menschen nachempfunden ist, habe ich zwei große Schleifen, genau wie der Kehlkopfnerv! Und wenn Richard Dawkins zu meiner ersten Vorlesung über Verkabelung gekommen wäre, dann sage ich in dieser Vorlesung: «Man baut oft Schleifen beim Verkabeln ein.» Und natürlich hat er noch nie eine Verkabelung gemacht, also schaut er auf den Kehlkopfnerv und sagt: «Eine Schleife muss das Falsche sein.» Aber ein Experte für Verkabelungen sagt: «Das ist genau das, was man erwarten würde.» Um beim Beispiel der Satelliten zu bleiben: einer der Gründe für Schleifen ist, dass es Zwischenanschlüsse für Thermoelemente, Mikroschalter und Positionssensoren gibt. Und wenn man den Kehlkopfnerv betrachtet, so trägt er andere Drähte – Nerven für Zwischenverbindungen zur Speiseröhre und zu anderen Organen, also hat er auch diese Zwischenanschlüsse. Und er hat weitere Dinge wie Redundanz. Ein Elektroingenieur sieht sich das an und sagt: «Ja, man verwendet oft Schleifen an Drähten.» Dawkins betrachtet es ohne jegliches Wissen und sagt: «Nun, das muss falsch sein.» Sogar, wenn es funktioniert, ja, ich meine, funktioniert! Das sollte man nicht sagen.

schöpfung.info: Eine Ihrer Erfindungen fand Anwendung bei Rennrädern, mit denen eine Goldmedaille gewonnen wurde. Was war das?

Burgess: Ja, die Olympischen Spiele von Rio. Sechs Goldmedaillen. Und ich designe jetzt für die Olympischen Spiele in Tokio. Gerade in den letzten zwei Tagen hatte ich große Meetings für die Olympischen Spiele in Tokio.

schöpfung.info: Hat es auch etwas mit der Raumfahrt zu tun?

Burgess: Es ist ein bisschen anders. Aber das Ähnliche ist: optimales Design.

schöpfung.info: Liegen all Ihren Erfindungen «Baupläne» aus der Natur (von Gott) zu Grunde?

Burgess: Einige von ihnen sind es. Fast alles, was wir tun, hat eine gewisse Verbindung zur Natur. Wir können es dann vergleichen und feststellen, dass Gott es besser gemacht hat.

schöpfung.info: Kann der Atheismus intellektuell befriedigen?

Burgess:  Ich persönlich würde sagen, nein, weil man die erste Ursache nicht erklären kann, man kann den Sinn des Lebens nicht erklären. Ich denke, es ist sehr unbefriedigend, Atheist zu sein.

schöpfung.info: Aber es ist eine persönliche Entscheidung?

Burgess:  Ja.

schöpfung.info: Wie erklären Sie es sich, dass kein Ingenieur/Softwareentwickler/Konstrukteur auf die Idee käme, dass die simpelste Maschine oder ein einfaches Computerprogramm sich selbst aus dem Nichts erschafft, aber ein Großteil der Menschen (auch Ingenieure/Softwareentwickler/Konstrukteure) glauben, dass das Leben, das Universum etc. aus Evolution „von selbst“ entstanden sind? Die Leute sind doch nicht alle dumm?

Burgess: Nun, es gab Umfragen im Vereinigten Königreich – das ist ein Gegenargument – und es ist sehr überraschend, wie viele Menschen es schwierig finden, an die Evolutionstheorie zu glauben. Meine Erfahrung im Gespräch mit Akademikern ist: Nicht viele von ihnen denken, dass das Leben aus dem Nichts kommen kann. Sie haben Zweifel. Also würde ich aus meiner Erfahrung heraus in Frage stellen, wie viele Menschen das wirklich glauben. Viele Leute haben nicht nachgedacht. Ich meine, es gibt nur sehr wenige Menschen, die wirklich überzeugt sind, dass das Leben einfach aus dem Nichts kommen könnte. Wenn ich sie herausfordere und sage: «Ein Computer – denken Sie, er hat sich selbst designt?“ sagen sie: «Oh nein, das ist schwer.» Sie sind nicht davon überzeugt. Ich bezweifle also, dass viele Menschen das tatsächlich glauben – nach meiner Erfahrung in diesem Land.

schöpfung.info: Nicht viele Leute haben das durchdacht, oder?

Burgess: Ja. Viele würden sagen: «Naja, augenscheinlich hat uns Richard Dawkins gesagt…» Es ist vage, nicht aus Überzeugung.

schöpfung.info: Was sind für dich die wichtigsten Themen unserer Tage? Die Medien schlagen Themen wie Klimawandel, Demokratie, Europäische Union…. vor.

Burgess: Ich würde sagen, die Bildung der Kinder.

schöpfung.info: Warum?

Burgess: Nun, im Zusammenhang mit dem, was ich vorhin gesagt habe, leiden viele Kinder wegen einer atheistischen Weltanschauung an psychischen Störungen.

schöpfung.info: Also, wie würden Sie empfehlen, es zu ändern?

Burgess: Nun, durch eine christliche Weltanschauung. Das hätte die größten Auswirkungen auf die Welt.

schöpfung.info: Wie? Was würde es helfen?

Burgess: Es würde helfen, die Gesellschaft wieder zusammenzubauen, das Familienleben. Also, die Familie, die christliche Weltanschauung, diese würde einen enormen Einfluss auf die Welt haben.

schöpfung.info: Wie erreichen wir die Menschen im Westen des 21. Jahrhunderts mit dem Evangelium?

Burgess: Ich glaube an Sonntagsschulen. Gerade Morgen mache ich eine Art spezielle Sonntagsschule. Wir gehen auf die Straße und laden einfach die Kinder ein: «Heute Nachmittag wird es eine Sonntagsschule geben!» Mal sehen, ob sie kommen. Es ist wichtig, Kinder zu erreichen. Weiterhin: indem man natürlich Menschen in die Kirche einlädt und die säkulare Weltanschauung in Frage stellt. Die Schöpfungssache ist eine Möglichkeit, die Gesellschaft aufzuwecken. Also, die Konferenz, die Sie veranstalten, ist gut. Sie wird ein Profil haben.

schöpfung.info: Haben Sie persönlich Zweifel an einigen Aspekten der Bibel?

Burgess: Ich habe keine Zweifel.

schöpfung.info: Aber es gibt doch die ungelösten großen Fragen, die scheinbar der Bibel widersprechen, wie z.B. Milliarden Lichtjahre entfernte Sterne in einem jungen Universum? Wie gehen Sie damit um?

Burgess: In meinem Buch[10] gebe ich eine Antwort auf das Lichtjahre-Problem. Ich sagte bereits – als Ingenieur ist eine voll ausgereifte Schöpfung keine schwierige Sache. Gott will, dass wir glauben. Ich finde, die schwierigste Sache im Leben ist, wenn Christen Tragödien und Krankheiten erleiden. Für mich wäre das die größte Herausforderung. Wenn ich krank werde, meine Stimme verliere, diese Dinge. Aber ich denke, so lernen wir auf Gott zu vertrauen. Das wäre das, was mir schwerfiele.

schöpfung.info: Ist der Glaube Resultat einer „Erziehung“ (in einer sehr gläubigen christlichen Familie) oder kann jeder Mensch, unabhängig von seiner Prägung, zum Glauben aus „Überzeugung“ kommen?

Burgess: Jeder muss seinen eigenen Kampf durchstehen, um im Glauben zu leben. Und der Glaube ist eine wirklich wichtige Sache. So gefallen wir Gott, wenn wir im Glauben wandeln. Und das ist etwas, was wir durch unser ganzes Leben lernen. Der Heilige Geist hilft uns im Glauben. Der Glaube ist ein Geschenk Gottes. Aber es kann helfen, wenn man einen guten Pastor, eine gute Familie hat. Das kann den Menschen mit ihrem Glauben helfen.

schöpfung.info: Worin sehen Sie den Sinn des Lebens? Wozu gibt es Leben? Wenn es nicht zufällig entstand, dann muss es zielgerichtet sein.

Burgess: Der Hauptzweck des Lebens ist es, Gemeinschaft mit dem Schöpfer zu haben. Wer kein Christ ist, wer nichts von Jesus weiß, der ist wie ein Auto, das in der Garage steht und sich nicht bewegt. Wir erleben also das Leben nicht in vollen Zügen, wenn wir Gott nicht kennen. Wir verpassen etwas. Die Sache, für die wir hauptsächlich bestimmt sind, ist die Gemeinschaft mit dem Schöpfer.

schöpfung.info: Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod? Wenn ja, was veranlasst Sie dazu?

Burgess: Ja, absolut. Erstens, weil die Bibel es sagt. Aber zweitens: als Ingenieur überprüfe ich manchmal Entwürfe. Autos, Flugzeuge, Raumfahrzeuge. Und wenn ich den Menschen betrachte, ergibt er keinen Sinn, wenn er nur 70 Jahre hier sein soll. Er ist überdesigned. Ein weiteres Thema meiner Bücher: Überdesign. Der Mensch ist nicht nur für das Überleben und die Fortpflanzung bestimmt. Wir haben dieses Überdesign. Und unser Design ergibt nur Sinn, wenn wir ewig leben, nicht nur ein paar Jahre.

schöpfung.info: Herzlichen Dank für die Beantwortung der Fragen! Gottes Segen für Ihr weiteres Leben.


[1] Eine christliche Studentenorganisation in Großbritannien.
[2] Im britischen akademischen System jemand, der die akademischen und pastoralen Angelegenheiten einer Studentengruppe verantwortet.
[3] Im Original: “God’s way for romance: Getting back to Biblical courtship”, ISBN: 9781846254970
[4] In englischen Bibelübersetzung heißt es „clearly seen“, also „deutlich gesehen“
[5] Sogenanntes Home Schooling, in Deutschland nicht gestattet.
[6] Details dazu im Buch „Hallmarks of Design“, Kap. 5
[7] Auch Viergelenkkette oder viergliedrige kinematische Kette genannt.
[8] Envisat (Environmental Satellite), ca. acht Tonnen schwer, 2002 von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gestartet, bis 2012 in Operation
[9] MetOp (Meteorological Operational Satellite), europäischer Wettersatellit
[10] “He made the stars also“