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von LF und NF

Warum gibt es so viele Religionen? Was ist überhaupt eine Religion? Befragen wir Moral- und Rechtsphilosophen wie z. B. Viktor Cathrein, so finden wir folgende Definition: „Verehrung geistiger, außer und über der sichtbaren Welt stehender persönlicher Wesen, von denen man sich abhängig glaubt und die man irgendwie günstig zu stimmen sucht“.

Aber nicht nur in säkularen Quellen finden wir Beschreibungen von Religionen. Auch in der Bibel ist bereits ganz am Anfang von Religionen die Rede. Schon im Alten Testament lesen wir beispielweise von Abraham, dass er ein Götzendiener war, bevor Gott ihn rief (Jos 24:2). Also gab es schon vor mehr als 4000 Jahren Götzendiener. Abraham lebte damals in Babylon, in der Stadt Ur. Er verehrte Naturgötter, unter anderem den Mondgott Nanna. In der sumerischen Kultur war der Sohn des Mondgottes Nanna der Sonnengott Utu.

 

Auch in vielen anderen Kulturen finden sich Naturgötter. In Ägypten wurden beispielsweise die Sonnengötter Aton, Ra, Chepre, Harachte (Horus), Atum und andere verehrt. Der Pharao wurde als Reinkarnation des Sonnengottes Ra/Re verehrt. Er war der Sohn des Re. Das Wort Re/Ra bedeutet einfach Sonne. Die Verehrung des Sonnengottes, bzw. des Sohn des Re spiegelt sich auch oft in den Namen wieder. Der Pharaonen-Name Nefer-cheperu-Re bedeutet beispielsweise „Der Einzige des Re“. Unter dem Pharao Achenaton wurde der Sonnengott Aton ganz besonders verehrt und sozusagen in den Himmel gehoben. Sein Geburtsname war eigentlich ein anderer, doch er gab sich diesen Namen. Er bedeutet: „Der Aton dient“. Und genau das lebte er auch aus. Als Israel in Ägypten war, glaubten die Ägypter, wenn Ra, also die Sonne, nicht mehr aufgeht, dann ist das Ende der Welt gekommen. Wir können uns also die furchtbare Angst der Ägypter vorstellen, als Gott sie in einer Plage mit drei Tagen völliger Finsternis schlug, und Ra nicht aufging. Selbst der Pharao, der Sohn des Ra, war dagegen machtlos. Zu den ägyptischen Göttern sind weit mehr als 200 Gottheiten bekannt. Und häufig waren es Naturgötter, die meistens einen menschlichen Körper hatten und verschiedene Tierköpfe.

Daran erkennen wir, dass die Menschen schon immer höheren Gewalten „dienten“. Hat sich das in heutiger Zeit geändert? Oder ist der Mensch immer noch auf der Suche nach etwas, das er bewundern und anbeten, und dem er dienen kann? Richtet er alle seine Ziele, Bemühungen und Unternehmungen immer noch nach diesem „Etwas“ aus? Wenn ich mir unsere Gesellschaft anschaue, dann bin ich überzeugt, dass es so ist. Die einen verehren Sportidole, die anderen leben für die Arbeit, wieder andere vergöttern den Materialismus. Meiner Meinung nach gibt es aber auch eine stetig größer werdende Gemeinschaft, die die Natur vergöttert. Und damit sind wir beim Thema.

In vielen dieser Artikel werden Worte wie Jesus, Propheten, Sünde, Gott, Vergebung und Apokalypse gebraucht. Diese Worte kennen wir eigentlich nur aus Kirchen, Gottesdiensten und dem Religionsunterricht. Das Thema Umwelt nimmt religiöse Züge an. Einige Medien berichteten ebenfalls darüber. Gehen wir weiter durch die Medien, werden wir schnell auf Menschen treffen, die ihr Leben komplett nach dieser neuen Religion ausrichten. In einem Interview erläutert eine 38-jährige Schriftstellerin und Lehrerin, warum es aus ihrer Sicht für das Klima besser sei, keine Kinder zu bekommen. Sie spricht von der „Umweltsünde Baby“. Sie verzichtet auf Kinder, weil sie der Umwelt etwas Gutes tun möchte. Ebenfalls behauptet sie, dass man 58,6 Tonnen CO2 einsparen kann, wenn man auf ein Kind verzichtet. Hier bezieht sie sich auf eine US-Studie. Aber nicht nur in den Medien ist dieses Thema präsent. Vor einiger Zeit bekam ich ein Gespräch auf der Arbeit mit. Zwei Kollegen unterhielten sich über Umwelt und Klima. Einer behauptete, dass es für ihn aus CO2-Sicht gesehen tatsächlich besser wäre, nicht auf dieser Welt zu sein. Wahrscheinlich hatte er die gleiche Studie gelesen. Das ist übrigens der Kollege, der jedes Jahr mindestens eine Fernreise mit dem Flugzeug unternimmt.

Bei der Thematik über Umwelt und unsere Erde müssen uns Christen immer zwei Dinge deutlich vor Augen sein:

1. Die Schöpfung hat bei Gott einen hohen Stellenwert. Wir haben das Vorrecht, auf der Erde zu leben und gut mit der Schöpfung umzugehen – sie zu bewahren.

2. Die Schöpfung darf niemals über dem Schöpfer stehen.

 

Doch wie sollen wir als Christen mit diesem Thema umgehen? Ist es richtig, ebenfalls in Umwelthysterie zu fallen? Ist es falsch, auf die Umwelt zu achten? Die Bibel gibt uns die Antwort: „Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.“ 1Mo 2:15 Gott gab dem Menschen einen klaren Auftrag: Er sollte die Erde bebauen und bewahren. Er sollte also gut mit der geschaffenen Erde umgehen. Dieser Auftrag steht ganz am Anfang der Bibel. Schauen wir in das letzte Buch der Bibel, sehen wir, dass dieser Auftrag sich nie geändert hat. Er gilt der ganzen Menschheit. Gott wird deshalb einmal die gottlosen Menschen verderben, die seine Erde verdorben haben (Off 11,18). In Off 4,10-11 lesen wir, wie die Gemeinde im Himmel vor dem Thron Gottes steht. Sie fällt nieder und betet ihn für seine wunderbare Schöpfung an. Das ist das Erste, was die Gemeinde einmal im Himmel tun wird. Es ist im ersten Moment vielleicht erstaunlich, dass wir ihm nicht als erstes für sein Erlösungswerk danken, sondern für die Schöpfung. Aber das zeigt uns, dass die Schöpfung einen hohen Stellenwert in Gottes Augen hat.

Gott gab der Menschheit, und damit auch uns Christen, den Auftrag, die Erde zu bewahren. Wir sollen gut mit der Erde umgehen, uns dessen bewusst sein, dass sie Gott gehört. Die Erde ist ein anvertrautes Gut. Doch niemals darf die Schöpfung über dem Schöpfer stehen! Ganz am Anfang der Bibel lesen wir, dass wir keine anderen Götter neben unserem Gott (JHWE) haben sollen. In Rö 1,18‑25 steht geschrieben, dass die Menschen durch die Schöpfung erkennen können, dass es Gott, den Schöpfer, gibt. Trotzdem vergöttern sie die Schöpfung. Sie verehren Tiere, anstatt den, der die Tiere gemacht hat. Sie verehren „die Natur“, als ob sie eine Person wäre. Sie zollen Naturgesetzen mehr Respekt als dem Schöpfer, der die Naturgesetze nicht nur erschaffen hat, sondern sie auch am Laufen hält. Darüber ist Gott zornig.