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... und warum es etwas ausmacht!

von Ari Takku

Genesis: vom widerwilligen Lesen zu fließender Geschichte

Nachdem ich 2004 den Herrn Jesus Christus kennengelernt hatte, hatte ich jedes Mal ein widerwilliges Gefühl, wenn ich den Schöpfungsbericht aus der Genesis las. Er stand völlig in Konflikt mit allem, von dem ich damals „wusste“, dass es hundertprozentige wissenschaftliche Tatsache ist: dass alles vor Milliarden von Jahren im Urknall begann und dass Menschen aus affenähnlichen Kreaturen hervorgegangen sind. Die Verwirrung, die ich empfand, war darauf zurückzuführen, dass ich nicht ausmachen konnte, wo in der Bibel der so genannte Mythos endete und die wahre Geschichte begann.

Durch eine starke Führung des Herrn, die auf jeden Fall echt war, besuchte ich 2005 einen Bibel- Kurs, von wo aus der Herr mich zu einer lokalen Männer-Bibelgruppe führte. Da hörte ich einen Pastor sehr fließend aus der Bibel lehren: Er begann mit Adam und endete mit dem Buch der Offenbarung und dem zweiten Kommen Christi, ohne einmal mit der Wimper zu zucken. Natürlich dachte ich dann, dass der Pastor keine Ahnung von echter Wissenschaft hatte, aber trotzdem bewunderte ich seinen kindlichen Glauben. Beim Abschlusstreffen des Bibel-Kurses bemerkte ich, dass neben mir ein Platz frei war. Und zu meiner großen Überraschung führte der Herr den Fließend-von-Adam-bis-zur-Offenbarung-Pastor zu diesem Sitz. Ich muss zugeben, dass es meine Absicht gewesen sein könnte, diesem semi-ignoranten Theologen etwas akademisches Know-How zu zeigen. Also fing ich an, Fragen zu stellen.

Sehr bald schmolz mein sogenanntes wissenschaftliches „Wissen“ wie ein Schneeball in der Sahara. Spätestens beim Thema Radiometrische Datierungsmethoden wurde mir klar, wie wenig ich wusste. Eigentlich hatte ich noch nie von den Themen gehört, die dieser Pastor so fließend beschrieben hat. Ich wollte mehr wissen und so besorgte ich mir ein kreationistisches Buch, welches das Wissen lieferte, das ich mir so sehr wünschte. Ich erinnere mich, dass ich jeden Abend das Buch gelesen habe und betete, dass der Herr alles aus meinem Geist wegschmelzen würde, was nicht wahr war (mit der neugeborenen Tochter im Haus war die Zeit zum Lesen ziemlich begrenzt).

Löschen der langen Zeiträume

Also wurde mir sonnenklar, dass die Evolution von der Mikrobe bis zu mir ein totaler Mythos war, aber zunächst glaubte ich noch an das Konzept der langen Zeiträume . Das änderte sich sehr bald, nachdem mir ein Freund das Buch „Refuting Compromise“ von Dr. Jonathan Sarfati geliehen hatte. Was mich am meisten beeindruckte, war, wie dieser brillante messianische Jude durch das Hebräisch im Schöpfungsbericht geht und darauf hinweist, dass es keine Lücken und keine Möglichkeiten gibt, den Text anders zu interpretieren als mit sechs aufeinanderfolgenden normalen 24-Stunden-Tagen. Wenn es im Hebräischen leicht in Form von langen Zeiträumen hätte geschrieben werden können, aber dennoch spezifisch als konkrete sechs normale Tage geschrieben wurde, warum sollte man dann nicht den Text so nehmen, wiees der Autor offensichtlich beabsichtigt? Wenn ich als „Diplom-Ingenieur“ eine Spezifikation lese, neige ich dazu, mich daran zu halten. Und wenn ich eine göttliche Spezifikation lese, die mit aller Deutlichkeit besagt, dass die Geschichte vor etwa 6000 Jahren in der Sechsmal-24-Stunden-Schöpfungswoche begann, dann ist das Problem gelöst und der Fall abgeschlossen.

Danach lernte ich die Vielzahl von Hinweisen kennen, die das biblische Zeitalter von wenigen tausend Jahren für die Erde und das Sonnensystem stützen. Und das ist genau das, was man erwarten würde, wenn Gott wirklich alles erschaffen hätte, wie er es im Buch Genesis so deutlich sagt! Darüber hinaus ist es faszinierend, dass sich viele sogenannte Geheimnisse der Wissenschaft aus dieser Perspektive lösen.

Gefahren der Theistischen Evolution

Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da.
Psalm 33:9

 

Die größte Sorge für mich sind die Christen, die denken, dass Gott die Evolution benutzt hätte, um Menschen zu „erschaffen“. Ich nehme an, dass die meisten dies tun, ohne das Thema gründlich durchdacht zu haben. Aber trotzdem, es ist eine gefährliche Sache. Erstens ist der Begriff „erschaffen durch Evolution“ genauso (un)gültig wie ein „kreisförmiges Quadrat“. Tatsächlich macht die Bibel sehr deutlich, dass der Tod kam, nachdem Adam und Eva gesündigt hatten (Rö 6:23). Punkt. Gott zum Architekten der Evolution zu machen, macht ihn zu einem sadistischen Monster, das Millionen von Jahren lang Blutvergießen, Krankheit, Vergewaltigung, Tod und Leid beobachtet – und dann alles ansieht, was es gemacht hat, und alles für sehr gut erklärt! (1Mo 1:31) Gott schuf alles durch das Wort (Logos = Jesus; Joh 1:1). Die Bibel sagt uns, dass Gott alles durch Jesus und für Jesus geschaffen hat (Kol 1:16). Die logische Schlussfolgerung aus der theistischen Evolution ist jedoch, dass es offensichtlich nicht Jesus, sondern ein Prozess namens Evolution war, und der Handelnde nicht unser Retter, sondern der Tod war. Jesus bringt Leben, nicht den Tod. Jesus stand aus dem Grab auf und besiegte den Tod. Und in Zukunft wird Jesus sein Werk vollenden, indem er den Tod – seinen letzten Feind – abschafft (1Kor 15:26). Leider ist die logische Schlussfolgerung aus der theistischen Evolution die atheistische Evolution, d. h. der Atheismus. Warum sollten wir unsere Kinder (oder Mitchristen) zu diesem rutschigen Abhang führen, der in eine totale Ablehnung des Christentums münden könnte? Ich kann nur feststellen, wie gegensätzlich Evolution zur klaren Lehre der Bibel ist. Tatsächlich ist der einzige Vers, der Evolution in der Genesis unterstützt, 1Mo 3:1: „Sollte Gott wirklich gesagt haben …?“

Schließlich bin ich mir dessen bewusst, dass es viele gutmeinende Christen gibt, die die Evolution von Mikroben zu Menschen wohlweislich ablehnen, aber denken, dass lange Zeiträume kein Problem seien. Der erste Schritt auf dem rutschigen Abhang des Unglaubens ist jedoch das Konzept der langen Zeiträume. Selbst der leidenschaftlichste Evolutionist kann sich die Evolution ohne dieses Konzept nicht vorstellen. Und deshalb wird die weltliche „Wissenschaft“ niemals die Vielzahl klarer Beweise für das biblische Zeitalter der Erde tolerieren. Wir sollten die kreationistische Forschung unterstützen und erhobenen Hauptes fördern, denn sie liefert klare Beweise, die den Zeitrahmen der Bibel für die junge Schöpfung und die weltweite Flut bestätigen.

Ari Takku ist Chefredakteur der finnischen Zeitschrift Luominen, die das Magazin „Creation“ auf Finnisch herausgibt. Ari schloss 2005 sein Studium an der Technischen Universität Tampere in Finnland mit einem M.Sc. (Tech.) ab und arbeitete bis 2012 als Software-Ingenieur. Als junger Christ hörte er solide Antworten auf seine „wissenschaftlichen“ Fragen zur Bibel und war dann von der Historizität des Genesis-Berichts überzeugt.
Ari und seine Frau Anne haben zwei Töchter.

 

Literaturverzeichnis

  1. Die langen Zeiträume oder die Geologische Zeitskala, im Englischen auch Deep Time, bezeichnet die angenommenen langen Zeiträume der Erdgeschichte in der Größenordnung von Jahrmilliarden