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Unser Mond. Gott hat ihn erschaffen. Der Mensch hat ihn erreicht. Dichter haben über ihn geschrieben. Finden Sie einige faszinierende Wahrheiten über unser großartiges „kleineres Licht“ heraus...

von Jonathan Sarfati

https://creation.com/

Der Mond — Grund zum Staunen seit Anbeginn der Menschheit. Er leuchtet am Nachthimmel wie kein anderes Objekt und er scheint regelmäßig seine Gestalt zu ändern. Wie wir sehen werden, ist er optimal für das Leben auf der Erde designt, während sein Ursprung die Evolutionisten vor verblüffende Rätsel stellt.

Der Ursprung des Mondes

Obwohl es viele verschiedene Vorstellungen gibt, wie und wann sich der Mond bildete, war zu diesem Zeitpunkt kein Wissenschaftler anwesend. Wir sollten uns also auf das Zeugnis des Einen verlassen, der dabei war (vgl. Hiob 38:4.) und der die Wahrheit in 1. Mose 1:14-19 offenbart hat:

„Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre, und als Leuchten an der Himmelsausdehnung, dass sie die Erde beleuchten! Und es geschah so. Und Gott machte die zwei großen Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht; dazu die Sterne. Und Gott setzte sie an die Himmelsausdehnung, damit sie die Erde beleuchten und den Tag und die Nacht beherrschen und Licht und Finsternis scheiden. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der vierte Tag.“

 

Dieser Textabschnitt besagt deutlich, dass Gott den Mond am selben Tag wie die Sonne und die Sterne gemacht hat – am vierten Tag der Schöpfungswoche. Er wurde auch einen Tag nach den Pflanzen geschaffen. Diese Reihenfolge der Ereignisse ist unmöglich mit evolutionären Ideen oder Milliarden von Jahren in Einklang zu bringen.

Der Zweck des Mondes

Die Antwort auf den Zweck des Mondes findet sich im ersten Buch Mose! Eine seiner Hauptaufgaben ist es, die Nacht zu erleuchten. Der Mond reflektiert das Licht der Sonne zu uns, selbst wenn die Sonne auf der anderen Seite der Erde scheint. Die Menge des reflektierten Lichts hängt von der Oberflächengröße des Mondes ab, wir haben also Glück, einen so großen Mond zu haben. Mit mehr als einem Viertel des Erddurchmessers ist er im Vergleich zu seinem Planeten weitaus größer als jeder andere im Sonnensystem. Außerdem hätte er, wenn er viel kleiner wäre, nicht genug Schwerkraft, um seine Kugelform beizubehalten.

Aufgrund seiner Größe und Nähe zur Erde hat der Mond die größte Gezeitenwirkung auf der Erde. Selbst die Sonne trägt weniger als die Hälfte zu diesem Effekts bei, und die Wirkung der anderen Planeten ist vernachlässigbar. Wenn Sonne und Mond auf einer Linie liegen, führt ihre kombinierte Schwerkraft zu starken Springfluten. Wenn sie im rechten Winkel zueinander stehen, hebt sich ihre Schwerkraft teilweise auf, was zu schwachen Nipptiden (hierbei sind die Unterschiede zwischen Flut und Ebbe nicht so deutlich beobachtbar, Anm. d. Übers.) führt.

 

Ein weiterer Zweck des Mondes ist es, die Jahreszeiten anzuzeigen. Der Mond umkreist die Erde etwa einmal im Monat, was zu regelmäßigen Phasen in einem 29½-Tage-Zyklus führt (siehe Diagramm rechts). So konnten Kalender erstellt werden, damit die Menschen ihre Nutzpflanzen zur günstigsten Zeit des Jahres anbauen konnten.

Ein wichtiges Merkmal ist, dass der Mond immer mit der gleichen Seite zur Erde gewandt ist. Wenn verschiedene Teile des Mondes zu verschiedenen Zeiten sichtbar wären, würde die Helligkeit des Mondes davon abhängen, welcher Teil gerade auf die Erde zeigt. Dann wäre der 29½-Tage-Zyklus weit weniger offensichtlich.

Gezeiten

Die Erdanziehungskraft hält den Mond im Orbit und ist so groß, dass man ein Stahlseil 850 km dick machen müsste, damit es nicht reißt und eine vergleichbare Bindungskraft bereitstellt. Der Mond übt die gleiche (aber entgegengesetzte, Anm. d. Übers.) Kraft auf die Erde aus. Die Kraft ist allerdings auf der dem Mond nächstgelegenen Erdseite etwas größer, so dass sich dort sämtliches Wasser zu ihm hin wölbt – Flut. Die vom Mond am weitesten entfernte Seite wird am wenigsten vom Mond angezogen, so dass dort das Wasser vom Mond (und dem Erdmittelpunkt) wegfließt – auf der anderen Seite der Erde ist daher ebenfalls Flut. Dazwischen muss der Wasserstand sinken – Ebbe (siehe Diagramm). Während der Mond die sich drehende Erde umkreist, ergibt sich ein etwa alle 25 Stunden wiederkehrender Zyklus von zwei Fluten und Ebben.

Die Gezeiten sind für das Leben auf der Erde von entscheidender Bedeutung. Sie reinigen das Meeresufer und tragen dazu bei, die Meeresströmungen aufrechtzuerhalten, wodurch verhindert wird, dass im Ozean stehendes Wasser auftritt. Sie kommen dem Menschen zugute, indem sie Fahrrinnen ausspülen und Abwassereinleitungen verdünnen. An manchen Stellen nutzen die Menschen die enorme Energie der Gezeiten zur Stromerzeugung.

Schön zu besuchen, aber darauf leben?

Eines der dramatischsten Ereignisse unserer Zeit war die Landung des Menschen auf dem Mond. Dies bestätigte jedoch, dass es sich um eine leblose, luftlose Welt mit enormen Temperaturextremen ohne flüssiges Wasser handelt. Vom Mond aus erscheint die Erde als ein helles blau-weißes Objekt am schwarzen Himmel. Die Erde ist der Planet, den Gott für das Leben gestaltet hat. Der Mensch mag eines Tages auf anderen Welten leben können, aber es wird schwer sein, sie bewohnbar zu machen.

Vielen Menschen ist nicht klar, dass der Mann hinter der Apollo-Mond-Mission der Kreationist und Raketenwissenschaftler Wernher von Braun war. Und ein anderer Kreationist, Jules Poirier, entwarf einige wichtige Navigationsgeräte, die im Raumfahrtprogramm verwendet wurden.

Wie lange entfernt sich der Mond schon von der Erde?

Die durch die Gezeiten verursachte Reibung verlangsamt die Erdrotation, so dass die Länge eines Tages um 0,002 Sekunden pro Jahrhundert zunimmt. Das bedeutet, dass die Erde an Drehimpuls verliert. Das Gesetz zur Erhaltung des Drehimpulses besagt, dass der Mond den Drehimpuls, den die Erde verliert, ausgleichen muss. Somit entfernt sich der Mond langsam mit etwa 4 cm pro Jahr von der Erde und in der Vergangenheit müsste die Geschwindigkeit höher gewesen sein. Der Mond hätte jedoch nie näher als 18.400 km, bekannt als Roche-Grenze, kommen können, da die Gezeitenkräfte der Erde (d. h. die Überlagerung unterschiedlich starker Gravitationskräfte auf verschiedene Teile des Mondes) ihn sonst zertrümmert hätten. Aber selbst wenn der direkte Kontakt mit der Erde der Beginn des Rückgangs des Mondes gewesen wäre, hätte es nur 1,37 Milliarden Jahre gedauert, bis er seine gegenwärtige Entfernung erreicht hätte. Zu bedenken ist dabei, dass dies das maximal mögliche Alter ist – viel zu jung für die Evolution (und viel jünger als die radiometrischen „Daten“, die den Mondgesteinen zugeordnet wurden) – und nicht das tatsächliche Alter.

Konnte sich der Mond von selbst formen?

Evolutionisten (und progressive Kreationisten) verneinen, dass Gott den Mond direkt erschaffen hat. Sie haben mehrere Theorien entwickelt, aber sie alle haben gravierende Lücken, wie viele Evolutionisten selbst zugeben. Zum Beispiel sagte der Mondforscher S. Ross Taylor: „Die besten Modelle für den Ursprung des Monds sind diejenigen, die man überprüfen kann, aber alle Modelle, die man überprüfen kann, sind falsch.“ Ein anderer Astronom sagte halb scherzhaft, dass es keine guten (naturalistischen) Erklärungen gäbe, also wäre die beste Erklärung, dass der Mond eine Illusion ist!

  1. Abspaltungstheorie, entwickelt vom Astronomen George Darwin (Sohn von Charles Darwin). Er schlug vor, dass sich die Erde so schnell drehte, dass ein Stück abbrach. Aber diese Theorie wird heute allgemein verworfen. Die Erde hätte sich nie schnell genug drehen können, um einen Mond in die Umlaufbahn zu schleudern, und der wegfliegende Mond wäre innerhalb der Roche-Grenze zersplittert.
  2. Einfangtheorie: der Mond wanderte durch das Sonnensystem und wurde von der Schwerkraft der Erde eingefangen. Aber die Chance, dass zwei Körper nahe genug aneinander vorbeikommen, ist sehr gering; der Mond wäre eher wie auch künstliche Satelliten durch den Swing-by-Effekt weggeschleudert worden, anstatt eingefangen zu werden. Letztendlich hätte selbst ein erfolgreiches Einfangen zu einer langgestreckten kometenartigen Umlaufbahn geführt.
  3. Schwesterplanet-Theorie – der Mond entstand aus einer Staubwolke, die von der Schwerkraft der Erde angezogen wurde. Keine solche Wolke könnte jedoch dicht genug dafür sein, und sie erklärt nicht den geringen Eisengehalt des Mondes.
  4. Kollisionstheorie – die derzeit gängige Annahme, dass Material durch den Aufprall eines anderen Objekts von der Erde abgesprengt wurde. Berechnungen zeigen, dass das auftreffende Objekt doppelt so massiv hätte gewesen sein müssen wie der Mars, um genügend Material für die Bildung des Mondes zu erzeugen. Doch dann gibt es noch das ungelöste Problem, den überschüssigen Drehimpuls loszuwerden.

Wenn der Tag zur Nacht wird...

Eine der faszinierendsten Erscheinungen am Himmel ist die totale Sonnenfinsternis. Dies ist möglich, weil der Mond am Himmel fast genau die gleiche scheinbare Größe (ein halbes Grad) hat wie die Sonne – er ist sowohl 400 mal kleiner als auch 400 mal näher als die Sonne. Dies sieht nach Design aus. Wenn sich der Mond nämlich wirklich seit Milliarden von Jahren von der Erde entfernt und der Mensch nur einen winzigen Bruchteil dieser Zeit existiert hätte, wären die Chancen der Menschheit, gerade zu einer Zeit zu leben, wo man diese genaue Größenübereinstimmung beobachtet, sehr gering.

Fazit

Der Mond ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Himmel die Herrlichkeit Gottes verkündet (Psalm 19,1). Er tut das, wozu er geschaffen wurde, und ist unverzichtbar für das Leben auf der Erde. Er bereitet auch den Evolutionisten/Aktualisten Kopfschmerzen.

Literaturverzeichnis

  1. Abgesehen vom entfernten Pluto/Charon-System.
  2. Die stabilste Form für einen massiven Körper wird erreicht, wenn alle Teilflächen der Oberfläche den gleichen Abstand zum Massenschwerpunkt aufweisen, d.h. eine Kugel. Der Druck im Inneren des Mondes ist zehnmal so hoch wie die Druckfestigkeit von Granit, so dass jede große Unebenheit in Form gepresst werden würde. Eine solche Kugel könnte sich am Äquator ausdehnen, wenn sich der Körper schnell genug drehte.
  3. Die Gravitationskraft zwischen zwei Objekten ist gegeben durch F = G*m1*m2/R2. Dabei bezeichnet G die Gravitationskonstante, m1 und m2 die Massen der Objekte und R den Abstand zwischen ihren Massenmittelpunkten – ein inverses Quadratgesetz. Der Gezeiteneffekt hingegen fällt mit R3 – einem inversen Gesetz zur dritten Potenz – viel schneller ab. Wenn mehr Menschen das gewusst hätten, hätten sie keine Angst gehabt, als 1982 alle Planeten grob auf einer Linie lagen. Viele sagten voraus, dass dies zu einer Katastrophe führen würde.
  4. Das heißt, seine Rotationsdauer ist identisch mit seiner (synodischen) Umlaufzeit. Dies gilt für viele Monde im Sonnensystem, denn die Schwerkraft des Planeten ist auf der nächstgelegenen Seite immer stärker (eine Gezeitenwechselwirkung), und dies wird schließlich eine Seite so einrasten lassen, dass sie immer dem Planeten zugewandt ist. Der Effekt wird verstärkt, wenn eine Seite dichter als die andere ist.
  5. Fred Pearce, „Catching the tide“, New Scientist 158(2139):38-41, 20. Juni 1998.
  6. Siehe Ann Lamont, „21 Great Scientists who Believed the Bible“, Creation Science Foundation, Australien, 1995, S. 242-251.
  7. Für weitere Details vgl. seinen Artikel „The magnificent migrating monarch“, Creation 20(1):28-31, 1997.
  8. Der Drehimpuls L= m*v*r, das Produkt aus Masse m, Geschwindigkeit v und Abstand r, ist in einem isolierten System immer konstant.
  9. Für den technischen Leser: Da die Gezeitenkräfte umgekehrt proportional zur dritten Potenz der Entfernung sind, ist die Rezessionsrate (dR/dt) umgekehrt proportional zur sechsten Potenz der Entfernung. Also dR/dt = k/R6, wobei k = (aktuelle Geschwindigkeit: 0,04 m/Jahr) x (aktuelle Entfernung: 384.400.000 m)6 = 1,29x1050 m7/Jahr eine Konstante ist. Das Integral dieser Differentialgleichung liefert die Zeit, sich von Ri nach Rf zu bewegen, als t = 1/7k(Rf7 -Ri7). Für Rf = die aktuelle Entfernung und Ri = die Roche-Grenze, t = 1,37 x 109 Jahre. Wenn Ri = 0 ist, sprich Erde und Mond würden sich berühren, gibt es keinen signifikanten Unterschied aufgrund der hohen Rezessionsrate (verursacht durch enorme Gezeiten) bei nahem Mond. Siehe auch Don DeYoung, „The Earth-Moon System”, Proceedings of the Second International Conference on Creationism, Vol. II, S. 79-84, 1990.
  10. S. Ross Taylor, umformuliert von dem Geophysiker Sean Solomon, in Kona, Hawaii, Conference on Lunar Origin, 1984; zitiert in: Hartmann, Wm. K., The History of Earth, S. 44, Workman Publishing Co., Inc., Broadway, NY, 1991.
  11. Irwin Shapiro in einem Astronomiekurs an einer Universität vor etwa 20 Jahren, zitiert von Lissauer, J.J., „It's not easy to make the moon“, Nature 389(6649):327-352, 25 Sep 1997 | doi:10.1038/38596 (Kommentar zu Ida et al., Ref. 11). Lissauer bestätigt, dass die ersten drei Theorien unlösbare Probleme mit sich bringen.
  12. Shigeru Ida et al., „Lunar accretion from a impact generated disk“, Nature 389(6649):353-357, 25 Sep 1997 | doi:10.1038/3866.
  13. Siehe auch D.R. Faulkner, " The angular size of the moon and other planetetary satellites: An argument for Design", Creation Research Society Quarterly 35(1):23-26, Juni 1998.
  14. Personen, die an das Uniformitäts-/Gleichförmigkeitsprinzip glauben, Anm. d. Ü.
  15. Aus John C. Whitcomb und Donald B. DeYoung, „The Moon: Its Creation, Form and Significance“, Baker Book House, Grand Rapids, Michigan, 1978. Dieses Buch lieferte viele Ideen für diesen Artikel.
  16. Die siderische Umlaufzeit ist die Zeit, die der Mond für eine vollständige Umrundung der Erde benötigt, bezogen auf einen Beobachter außerhalb des Sonnensystems. Der Phasenzyklus (synodische Periode) ist die Zeit, die der Mond benötigt, um zur gleichen Ausrichtung gegenüber der Sonne zurückzukehren. Sie ist länger, weil sich die Erde zeitgleich etwa 1/13 des Weges ihrer Umlaufbahn um die Sonne bewegt, so dass der Mond weiter als eine tatsächliche Mondumlaufbahn zurücklegen muss, damit eine bestimmte Orientierung wieder auftritt. (Die Unterstützung des Astronomen Dr. Danny Faulkner wird dankbar anerkannt).