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von Paula Weston und Carl Wieland

creation.com

Sie wirken niedlich, wenn sie jung sind. Und schrullig, wenn sie älter sind ... aber Bären sind einige von Gottes erstaunlichsten Kreaturen!

Von der dicken Magenschleimhaut des Pandas über die teilweise mit Schwimmhäuten versehenen Pfoten des Eisbären bis hin zur insektensaugenden Schnauze des Faultiers – Bären sind ein faszinierendes Beispiel für die Vielfalt spezialisierter Merkmale innerhalb einer Familie.

Braunbär (Ursus arctos)

Asiatischer Schwarzbär (Ursus thibetanus)

 

Amerikanischer Schwarzbär (Ursus americanus)

Die Familie der Bären (Ursidae) besteht aus acht Arten, von denen vier in der Ursus-Gruppe enthalten sind: der Braunbär, der Amerikanische Schwarzbär, der Asiatische Schwarzbär und der Eisbär. Selbst innerhalb dieser Gruppe (bekannt als Gattung) ist die Variation groß.

Der Braunbär und der Amerikanische Schwarzbär sind hauptsächlich Vegetarier, mit geeigneten Zahnmerkmalen zum Zerkleinern von Pflanzenmaterial. Der erstere hat jedoch Krallen, die zum Graben geeignet sind, während der andere Krallen hat, die eher zum Klettern geeignet sind. Der Asiatische Schwarzbär, der ebenfalls Krallen zum Klettern hat, ist ein opportunistischer Allesfresser (er frisst Fleisch und Pflanzen je nach Verfügbarkeit).[1]

Der Eisbär hingegen hat einige erstaunliche Eigenschaften, die es ihm erlauben, in seiner kalten, nassen Umgebung perfekt zu funktionieren. Er ist viel schwerer als die oben genannten Bären und hat zwei verschiedene Haartypen, ein langes und ein kurzes Haarkleid, was praktisch so ist, als hätte er zwei Mäntel. Es erhöht den Auftrieb und hilft ihm so beim Schwimmen, ebenso wie sein langer Hals und die partiellen Schwimmhäute zwischen den Zehen. Seine mit Fell überzogenen Fußballen sorgen für eine bessere Bodenhaftung auf dem Eis. Der Eisbär ist fast ausschließlich ein Fleischfresser (mit entsprechenden Zähnen) und hat eine große Magenkapazität für sporadische (opportunistische) Nahrungsaufnahme.

Die Sonnenbären (auch Malaienbären, Anm. d. Übers.) und Lippenbären, die von vielen Wissenschaftlern ebenfalls zur Ursus-Gruppe gezählt werden, haben ebenso viele Unterschiede wie Gemeinsamkeiten. Der Sonnenbär ist ein Allesfresser mit scharfen, sichelartigen Krallen, die sich zum Klettern auf Bäume eignen, während der „Faultierbär“ (eine dem Englischen entlehnte Bezeichnung für den Lippenbär wegen seiner dem Faultier ähnelnden Krallen, Anm. d. Übers.) sowohl Krallen zum Graben als auch zum Klettern auf Bäume besitzt, und eine ungewöhnliche Kopf- und Zahnstruktur hat, die perfekt für das Fressen seiner Hauptnahrungsquelle, der Termiten, ist. Die lange Schnauze des Faultiers hat hervorstehende Lippen und Nasenlöcher, die er verschließen kann – diese beiden Merkmale ermöglichen es ihm, ein Saugrohr zu bilden, um die Termiten aufzusaugen.

Der Große Panda hat, wie der Eisbär, sehr spezialisierte Merkmale, die für das Überleben notwendig sind, einschließlich kräftiger Kiefer und spezieller Backenzähne zum Zerkleinern von Pflanzen und einer Speiseröhre mit einer zähen, hornigen Auskleidung, die den Bären vor Splittern schützt, wenn er Bambus, seine Hauptnahrungsquelle, frisst. Auch der Magen des Pandas hat eine dicke, muskulöse Auskleidung, um ihn vor Bambussplittern zu schützen.

Pandabär (Ailuropoda melanoleuca)

 

Während sowohl Evolutionisten als auch Kreationisten diese spezialisierten Merkmale als Anpassungen an die Umwelt durch natürliche Selektion betrachten, liegen die beiden Lager in der Frage, wie die meisten dieser Variationen überhaupt zustande gekommen sind, weit auseinander.

Evolutionisten glauben, dass die genetische (erbliche) Information (die das „Rezept“ liefert, um solche spezialisierten Merkmale im sich entwickelnden Embryo zu konstruieren) vollständig durch eine Ansammlung von Kopierfehlern (Mutationen) entstanden ist. Alle „guten“ Fehler, die dem Lebewesen halfen zu überleben, wurden weitergegeben. Auf diese Weise glauben sie, dass alle diese Design-Merkmale das Ergebnis dieser Kopierfehler sind, die durch Selektion über Millionen von Jahren angesammelt wurden.

Kreationisten akzeptieren zwar, dass alle heutigen Bären wahrscheinlich von einer einzigen Bärenart abstammen,[2] glauben aber nicht, dass die Information in den „Rezepten“ für all diese Designmerkmale zufällig entstanden ist. Niemand hat jemals einen biologischen Prozess beobachtet, der Informationen hinzufügt!

Eine bessere Erklärung ist, dass praktisch alle notwendigen Informationen bereits im Erbgut der ersten Bären vorhanden waren, einer von Gott geschaffenen Population mit einem enormen genetischen Variationspotenzial.

Das bedeutet nicht, dass alle Merkmale der heutigen Bären schon damals offensichtlich gewesen wären. Ein einfaches Beispiel sind Mischlingshunde, die offensichtlich das Potenzial hatten, all die verschiedenen Rassen zu entwickeln, die wir heute kennen. So war vor Hunderten von Jahren unter den Mischlingshunden kein echter Pudel zu erkennen, aber wenn man sich viele von ihnen genau ansähe, würde man zumindest einige der individuellen Merkmale der heutigen Pudel hier und da auftauchen sehen.

Ebenso ist es unwahrscheinlich, dass es vor der Sintflut Eisbären gab – da jedoch ein Großteil der Informationen für ihre spezialisierten Merkmale bereits vorhanden war, würden einige dieser Merkmale, in abgeschwächter Form, auch bei einigen wenigen Individuen von Zeit zu Zeit zu sehen gewesen sein.

Es bedarf einer (natürlichen oder künstlichen) Selektion, um diese Merkmale zu konzentrieren und zu verstärken – dadurch entsteht jedoch nichts wirklich Neues, keine neue Designinformation. Wenn es in der Bärenfamilie kein genetisches Potenzial gäbe, wirklich dichtes Fell wachsen zu lassen, dann hätten niemals Bären die Arktis besiedelt.

Es ist jedoch wahrscheinlich, dass nicht alle Merkmale für die heutigen Bären direkt in den Genen der ursprünglichen Bärenart kodiert waren. Mutationen, genetische Kopierfehler, die zu Defekten führen, können in seltenen Fällen hilfreich sein, auch wenn es sich immer noch um Defekte, Verfälschungen oder Informationsverluste handelt. So könnten die teilweise mit Schwimmhäuten versehenen Füße des Eisbären von einer Mutation herrühren, die verhinderte, dass sich die Zehen während seiner Embryonalentwicklung richtig teilten. Dieser Defekt würde ihm einen Vorteil beim Schwimmen verschaffen, was ihm das Überleben als Robbenjäger zwischen Eisschollen erleichtern würde.

Daher würden Bären, die diesen Defekt tragen, ihn mit größerer Wahrscheinlichkeit an ihre Nachkommen weitergeben – aber nur in dieser Umgebung. Da Mutationen jedoch immer abwärts verlaufen, was den Informationsgehalt angeht, gibt es eine Grenze für die Fähigkeit dieses Mechanismus, adaptive Merkmale entstehen zu lassen. Er wird z. B. niemals Fell in Federn verwandeln.[3]

Nach der Sintflut, als es zu dramatischen Klima- und Umweltveränderungen kam, gab es plötzlich eine große Anzahl von „leeren“ Nischen, und als sich das erste Paar vermehrte, fanden Gruppen ihrer Nachkommen neue Lebensräume. Nur diejenigen, deren vorherrschende Merkmale für diese Umgebung geeignet waren, gediehen und vermehrten sich. [4] Auf diese Weise würde es nicht Millionen von Jahren dauern, bis eine neue Sorte (sogar eine neue Art) entsteht.

Zum Beispiel hätten von den ersten Bären, die gezwungen waren, von Bambus zu leben, in jeder Generation nur diejenigen überlebt, die die genetische Information für eine stärkere Speiseröhre und Magenschleimhaut aufweisen. Tiere ohne diese Merkmale hätten nicht überlebt, um Nachkommen hervorzubringen, wodurch sich der Genpool verkleinert hätte, da sich nur die überlebenden Tiere miteinander gekreuzt hätten. So wurden diese Merkmale in dieser Gruppe stärker ausgeprägt. Das ist vernünftiger als die Annahme, dass diese Gruppe über Tausende oder Millionen von Jahren auf die richtigen Mutationen warten musste, um diese lebenswichtigen Merkmale zu erhalten.

Beachten Sie, dass solche neuen Arten

1. mehr spezialisiert sind,

2. besser an einen bestimmten Lebensraum angepasst sind und

3. weniger genetische Informationen haben als die ursprüngliche Gruppe.

(Siehe Kasten unten für ein einfaches Beispiel, wie Informationen bei der Anpassung von Lebewesen verloren gehen).

Es ergibt sehr viel Sinn, dass Gott die ursprünglichen Arten von Lebewesen als sehr robuste Gruppen geschaffen hat, die die Fähigkeit besitzen, zu variieren und sich an sich ändernde Umgebungen anzupassen.

Mit anderen Worten: Tiere, die sich an ihren Lebensraum angepasst haben, bringen meist latente Eigenschaften zum Ausdruck, die Gott bei der Schöpfung verliehen hat. Der evolutionistische Glaube, dass Mutationen alle notwendigen Designinformationen hinzugefügt haben, widerspricht sowohl der Theorie als auch der Beobachtung. [5]

Wie Informationen bei der Anpassung von Lebewesen an ihre Umwelt verloren gehen

Eine neue Bärenart: mit langen Fell, aber ohne neue Gene. Die Gene für kurzes Fell (alle „K“-Gene) sind verloren gegangen. Also: Verlust von Information.

 

Im Beispiel in der Abbildung (zur Veranschaulichung vereinfacht) ist unter jedem Bären ein einzelnes Genpaar dargestellt, das in zwei möglichen Formen vorliegt. Eine Form des Gens (L) trägt die Anweisungen für langes Fell, die andere (K) für kurzes Fell.

In Reihe 1 beginnen wir mit Tieren eines mittleren Fells (LK), die sich miteinander kreuzen. Jeder der Nachkommen dieser Bären kann von jedem Elternteil eines der beiden Gene erhalten, aus denen sein Genpaar besteht.

In Reihe 2 sehen wir, dass die resultierenden Nachkommen entweder kurzes (KK), mittleres (LK) oder langes (LL) Fell haben können. Stellen Sie sich nun vor, dass sich das Klima drastisch abkühlt (wie in der Eiszeit nach der Sintflut). Nur diejenigen mit langem Fell überleben und bringen die nächste Generation hervor (Reihe 3). Von da an werden also alle Bären eine neue, langfellige Sorte sein. Beachten Sie:

1. Sie sind nun an ihre Umgebung angepasst.

2. Sie sind nun spezialisierter als ihre Vorfahren in Reihe 1.

3. Dies ist durch natürliche Selektion geschehen.

4. Es sind keine neuen Gene hinzugekommen.

5. In Wirklichkeit sind Gene aus der Population verloren gegangen – d.h. es hat einen Verlust an genetischer Information gegeben, das Gegenteil von dem, was die Evolution von der Mikrobe zum Menschen braucht, um glaubwürdig zu sein.

6. Jetzt ist die Population weniger in der Lage, sich an zukünftige Umweltveränderungen anzupassen – sollte das Klima heiß werden, gibt es keine genetische Information für kurzes Fell, so dass die Bären wahrscheinlich überhitzen würden.

Eisbären: Fehler der Vergangenheit korrigieren ...

1979 berichtete diese Zeitschrift, die damals Ex Nihilo hieß, ( 2(2):18), dass die Haare von Eisbären durchsichtig seien und wie Glasfaserkabel Lichtenergie zur Haut des Bären „leiteten“, um ihn warm zu halten. Die Information stammte aus einer säkularen Quelle, und wir hatten natürlich keine Eisbärenhaare zum Testen.

Eisbär (Ursus maritimus)

 

Nun weist ein neuer Autor, der die Haare getestet hat, darauf hin, dass diese Idee, die immer wieder in säkularen Wissenschaftsjournalen und -berichten wiederholt wurde, eigentlich ein Mythos ist. [6]

Die Haare des Eisbären sind nicht irgendeine einzigartige faseroptische Substanz (was eigentlich schwer zu erklären wäre, wenn alle Bären vor kurzem von einer einzigen Art abstammen würden, wie die meisten Kreationisten derzeit denken), sondern sie bestehen aus gewöhnlichem Keratin, genau wie die Haare aller anderen Säugetiere. Dies unterstreicht die Tatsache, dass alle wissenschaftlichen Behauptungen vorläufig und fehlbar sind, egal wer sie aufstellt.

Eine weitere falsche Aussage über Eisbären, die in einiger anti-darwinistischer Literatur auftaucht, ist, dass die natürliche Selektion nichts mit dem weißen Fell des Eisbären zu tun haben könne, da der Bär keine Fressfeinde hat.

Dies ist jedoch nicht der Fall, da es offensichtlich ist, dass von den ersten Bären, die die schneebedeckten Regionen erreichten, diejenigen mit leichterem Fell einen Vorteil gehabt hätten.

Durch die Tarnung im Schnee hätten sie nämlich eine größere Chance gehabt, sich unentdeckt an ihre Beute heranzuschleichen. Vor allem dort, wo die Nahrung knapp war, hätten weißere Bären also eher überleben und ihre Gene weitergeben können.

Zusammenfassung

Kreationisten akzeptieren, dass die Design-Merkmale, die wir in modernen Tieren beobachten, größtenteils das Ergebnis des ursprünglichen, geschaffenen Designs sind, das umgesetzt und „fein abgestimmt“ wurde, um sich später der Umwelt durch natürliche Selektion in einer gefallenen Welt des Todes und des Kampfes anzupassen. Wenn es vor der Sintflut keine Eiskappen gab, wie es die Fossilfunde vermuten lassen, hätte es zu dieser Zeit auch keine Eisbären gegeben. Die Weisheit des Schöpfers zeigt sich darin, dass er die ursprünglichen Organismen mit dem Potenzial ausgestattet hat, sich so anzupassen, dass sie für eine breite Palette von Lebensräumen und Lebensstilen „geeignet“ sind.

Die Bärenfamilie mit ihrer unglaublichen Vielfalt ist ein klarer Beweis für einen intelligenten Schöpfer.

 


[1] Hauptquelle für Artenbeschreibungen: Tyler, D.J., Creation Matters 2(5):1-3, 1997. Außerdem allgemeine Informationen aus Encyclopædia Britannica 2:252, 5:507, 1992 und Hutchinson’s Animals Of All Countries, Part VI, 1923.

[2] Obwohl das Fehlen einer Hybridisierung die Abstammung von derselben ursprünglichen Art nicht ausschließt, ist die Fähigkeit zur Hybridisierung ein klarer Indikator für eine solche gemeinsame Abstammung. Obwohl nicht alle Tests zur Hybridisierung durchgeführt wurden, ist bereits bekannt, dass Braun- und Grizzlybären mit amerikanischen Schwarzbären, Eisbären und asiatischen Schwarzbären hybridisieren können. Faultiere hybridisieren mit Sonnenbären. Siehe Tyler, D.J., Creation Matters 2 (5):1-3, 1997.

[3] Denken Sie daran, dass Defekte gelegentlich „gut“ sein können (z. B. das Fehlen von Flügeln bei Käfern auf windigen Inseln – siehe Beetle Bloopers ), aber bezüglich Informationsgehalt immer nachteilig sind. Das Pudel-Beispiel in diesem Artikel ist nur bedingt aussagekräftig, da degenerative Mutationen eine noch größere Rolle bei der Erzeugung bestimmter Merkmale (die normalerweise klar als Missbildungen gesehen werden) bei Haushunderassen gespielt haben. Genau wie bei Mutationen in der Wildnis bringen diese keine zusätzlichen Informationen. Der Mensch kann sich jedoch dafür entscheiden, ein eigenartiges defektes Merkmal bei Haushunden zu verewigen, welches in der Wildnis eliminiert werden würde.

[4] Außerdem hätte es kleine, isolierte Populationen gegeben, ideal um bestimmte Merkmale zu fixieren.

[5] Spetner, L., Not by Chance: Shattering the Neo-Darwinian Theory of Evolution , The Judaica Press, Inc. USA, 1996. Siehe Online-Rezension.

[6] Koon, D.W., Power of the polar myth, New Scientist 2131:50, 1998.