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von Rebecca Driver

creation.com

Kängurus sind das Symbol von Australien. Sie zieren die Briefmarken, Wappen, Münzen und sogar Australiens große internationale Fluggesellschaft. Im Zoo oder in ihrem natürlichen Lebensraum in Australien (und Neuguinea) sind sie die bekanntesten und auffälligsten Vertreter der australischen Fauna.

Ihre Gesichter, die Art, wie sie ihre Jungen in einem Beutel tragen, ihre phänomenale Sprungkraft und ihre tödlichen „Karate-Tritte“ haben die Menschen schon lange fasziniert.

Die gesamte Familie ist am besten als Macropodidae bekannt – buchstäblich die „großfüßige“ Familie. Dazu gehören nicht nur die sechs größten lebenden Arten, die allgemein als „Kängurus“ bezeichnet werden, sondern auch weitere 48 Arten, die allein in Australien vorkommen, und weitere 13 in Neuguinea – insgesamt 67 moderne Arten.

Das Verbreitungsgebiet von zwei australischen Arten, dem wendigen Wallaby und dem Rotbeinfilander, erstreckt sich auch auf Neuguinea. Der Begriff „modern“ wird verwendet, weil dieses riesige Tierreich einst viel größer war, mit über 100 Arten allein in Australien. [1]

Der Begriff „Wallaby“ trifft auf kleinere Arten zu – aber Wissenschaftler können keinen großen anatomischen Unterschied zwischen diesen und Kängurus erkennen.

Sie variieren enorm in ihrer Größe. Das winzige, huschende Moschusrattenkänguru lebt noch in den tropischen Regenwäldern von Nord-Queensland. Das massige Procoptodon mit seinem kurzschnäuzigen Gesicht hingegen ist ausgestorben.

Im Wesentlichen kennt man heute drei verschieden große Gruppen von Kängurus. Während die oben genannten sechs großen Arten das eine Ende der Skala bilden, stehen am anderen Ende die ratten- bzw. kaninchengroßen Bürstenkängurus, Kaninchenkängurus und Rattenkängurus. Dazwischen liegen die Baumkängurus (eine spezialisierte Gruppe, die neun Arten umfasst, die in den Bäumen leben und sich dort bewegen), sowie die allgemein als Wallabys bezeichneten Tiere. Der Begriff „Wallaby“ wird auf jene Arten angewandt, bei denen das erwachsene Männchen ein Körpergewicht von weniger als etwa 20 kg und Füße von weniger als 25 cm Länge hat. Wissenschaftler können jedoch keinen wesentlichen anatomischen Unterschied zwischen ihnen und Kängurus erkennen.

Fortpflanzung der Kängurus

Bei den in der Wüste vorkommenden Arten ist es für das Weibchen bequem, das Jungtier im Beutel zu tragen, da es vorkommt, dass es viele Kilometer für frische Nahrung und Wasser zurücklegen muss. Das Jungtier hat eine größere Überlebenschance, weil es nicht mit ihr mithalten muss und vor Raubtieren geschützt ist.

Bei langanhaltender Trockenheit stellen Kängurus die Fortpflanzung ein. Bei einigen Arten ist das Weibchen in der Lage, die Entwicklung eines befruchteten Eies in ihrem Inneren zu verzögern, bis ein älteres Jungtier stirbt oder den Beutel verlässt.

 

Dieses bemerkenswerte Phänomen tritt beim Roten Känguru, dem Östlichen Grauen Känguru, dem Bergkänguru, dem Bürstenschwanz-Rattenkänguru und einigen der größeren Wallabys auf. Es wurde auch beim Honigbeutler und bei einigen anderen Säugetieren wie Fledermäusen und Robben beobachtet. [2]

Ein weiterer unglaublicher Aspekt ist, dass das Weibchen das Geschlecht ihres Nachwuchses bestimmen kann. Wie sie das macht, ist unbekannt, aber sie neigt dazu, die Geburt von Männchen aufzuschieben, bis sie älter ist. Die Männchen ziehen nach etwa zwei Jahren weg, aber die Weibchen bleiben länger bei ihren Müttern und profitieren von der laufenden Unterstützung. [3]

Das Känguru-Weibchen ist fast immer trächtig. Von der Geschlechtsreife bis zum Tod ist es selten ohne drei Nachkommen – ein Embryo im Mutterleib, ein Jungtier in ihrem Beutel und ein größeres Jungtier an ihren Fersen.

Das Jungtier wird nach einer Tragezeit von etwa 35 Tagen (je nach Art) geboren und ist bei der größten Art so groß wie ein menschlicher Daumennagel. Bei der kleinsten ist es nur so groß wie ein Reiskorn. Nackt, blind und taub muss es den Weg aus dem Geburtskanal in den Beutel ohne Hilfe zurücklegen.

Wenn alles gut geht, dauert die Kletterpartie weniger als 10 Minuten. Das Jungtier kann nur wenige Minuten überleben, bis es den Beutel erreicht und sich an einer der vier Zitzen festsaugt. Dort angekommen, schwillt sein Maul an der Zitze an, so dass es nicht ohne Verletzung entfernt werden kann. Ein Ring aus starken Muskeln, ähnlich den menschlichen Lippen, verschließt die Öffnung des Beutels, um das Jungtier vor dem Herausfallen zu schützen, und hält den Beutel wasserdicht, wenn die Mutter mal ein Bad nimmt.[4]

Nach drei Monaten kommt das entwickelte Jungtier aus dem Beutel, um kurze Ausflüge in die Außenwelt zu unternehmen. Es kehrt jedoch in den Beutel zurück, um zu saugen und zu schlafen, bis es acht Monate alt ist.

Warum hüpfen Kängurus?

Im Laufe der Jahre haben Wissenschaftler Theorien über das Wie und Warum der Fortbewegung von Kängurus aufgestellt. Bis jetzt hat noch keine jeden Aspekt vollständig erklärt.

Hüpfen scheint energieeffizienter zu sein als Laufen oder Galoppieren. Je schneller Kängurus hüpfen, desto weniger Energie verbrauchen sie für dieselbe Strecke. Studien auf dem Laufband haben gezeigt, dass Kängurus eine konstante Anzahl von Sprüngen pro Minute beibehalten. Unabhängig davon, wie sehr das Laufband beschleunigt wird, machen sie einfach immer längere Sprünge.

Von der Geschlechtsreife bis zum Tod ist ein Känguru-Weibchen selten ohne drei Nachkommen – ein Embryo im Mutterleib, ein Jungtier in ihrem Beutel und ein großes Jungtier an ihren Fersen.

Kängurus funktionieren ähnlich wie hüpfende Gummibälle. Ein Gummiball springt einige Male, ohne dass ihm neue Energie zugeführt wird. Jedes Mal, wenn er auf den Boden auftrifft, wird ein Teil der Energie in das Gummi verlagert, dort gespeichert und dann in einem elastischen Sprung recycelt. Springende Kängurus speichern 70 % ihrer Energie in ihren Sehnen, wohingegen ein laufender Mensch nur etwa 20 % speichern und wiederverwenden kann.4

Ein hüpfendes Känguru verbraucht auch weniger Energie zum Atmen als ein stillstehendes Känguru. Ein Teil des Geheimnisses liegt in der Art und Weise, wie die Bauchorgane im Körper des Kängurus „hüpfen“. Statt mit Muskelkraft wird die Luft durch den Aufprall der Organe gegen das Zwerchfell bei jeder Landung aus der Lunge gedrückt.

Eine effiziente Fortbewegung ist sehr vorteilhaft für Trockenlandbewohner wie das Rote und das Westliche Graue Känguru, das Tammar-Wallaby und das Bergkänguru, die unter Umständen lange Strecken zwischen Wasser und Futter zurücklegen müssen. Viele Arten bewohnen jedoch bewaldetes Land mit reichlich Nahrung und regelmäßigen Regenfällen.

Evolviert aus Opossums?

Die Familie der Macropodidae soll sich während des sogenannten Oligozäns vor etwa 30 Millionen Jahren aus den Phalangeridae (Opossums) oder Burramyidae (Bilchbeutler) entwickelt haben. [5]

Es gibt jedoch keine Fossilien von Tieren, die eine Zwischenstufe zwischen Opossums und Kängurus zu sein scheinen. Wabularoo naughtoni, der angebliche Vorfahre aller Makropoden, war eindeutig ein Känguru (es hat große Ähnlichkeit mit den Kaninchenkängurus, die in den Wäldern Victorias leben).[6] Wenn die modernen Kängurus wirklich von ihm abstammen, zeigt das nur, was wir heute auch beobachten, nämlich dass Kängurus von Kängurus abstammen, „nach ihrer Art“.

Kängurus funktionieren ähnlich wie hüpfende Gummibälle – d.h. sie können „elastische Energie“ speichern und wiederverwenden.

Ein verblüffendes Beispiel dafür sind die modernen Felskängurus. Als John Gould im letzten Jahrhundert erstmals Notizen über diese Tiere machte, erwähnte er nur sechs Arten. Später wurden zehn Arten gezählt, und jetzt sind insgesamt 15 anerkannt. Aktuelle Forschungen deuten darauf hin, dass sich diese Wallabys immer noch in neue Arten aufspalten. [7]

Solche Fälle, in denen sich eine Gruppe in mehrere Gruppen „aufspaltet“, sind jedoch keine Evolution, wie wir wiederholt betont haben. Der Grund ist, dass bei solchen Ereignissen keine neue genetische Information entsteht. Kreationisten haben postuliert, dass eine solche Artbildung nach der Sintflut viele Male stattgefunden haben muss, da sich Populationen von Lebewesen, die durch Täler oder Gebirgsketten getrennt waren, an die Umweltbedingungen innerhalb ihres Territoriums angepasst haben. Manche der Gene der ursprünglichen Populationen ermöglichen ihren Besitzern das Überleben in ihrer jeweiligen Umgebung, während andere Gene durch die natürliche Selektion verloren gehen. Alle Gene waren jedoch in der ursprünglichen Population vorhanden. Jede „Tochter“-Population trägt etwas weniger von dieser Information in sich und ist daher weniger in der Lage, auf zukünftige Umweltveränderungen zu reagieren. [8]

Kängurus sind geniale Beispiele für Gottes Handwerkskunst, designt von einem Schöpfer, der genau wusste, was er tat.

Sie sind alle immer noch Felskängurus und diese Veränderungen haben nicht Millionen von Jahren gedauert. In der Tat ist der Befund, dass eine solche „adaptive Ausbreitung“ so schnell stattfand, ein starkes Argument für die kreationistischen Modelle. Es gezeigt, dass seit der Sintflut genügend Zeit für alle bekannten Känguru-Arten vorhanden war, um aus einer einzigen Art oder wenigen ursprünglichen Arten entstanden zu sein. [9]

Evolutionisten erklären die große Vielfalt der Kängurus und ihre spezialisierten Überlebensmethoden mit Millionen von Jahren des Ausprobierens, der zufälligen Mutation und der Selektion. Das großartige Design der Kängurus, ihre ausgeklügelten Fortpflanzungsmethoden und ihre erstaunliche, energieeffiziente Fortbewegung sind jedoch nicht durch einen evolutionären Prozess entstanden. Wenn zum Beispiel der Beutel und die Fähigkeit des Jungtieres, ihn zu finden, nicht voll funktionsfähig wären, hätten sie keine Nachkommen hinterlassen.

Kängurus sind geniale Beispiele für Gottes Handwerkskunst, designt von einem Schöpfer, der genau wusste, was er tat. Ihm gebührt für immer alles Lob, Ruhm und Ehre.

Australiens ausgestorbene Giganten

Das Riesenkänguru, Procoptodon, in ungefährem Verhältnis zu einem 1,80 m großen Menschen.

Fossile Knochen von Diprotodon

 

Diprotodon (Rekonstruktion)

 

In Australien gab es einst viele Beuteltiere, die viel größer waren als die heute verbliebenen. Der „Riesenwombat“ Diprotodon ist wohl der bekannteste von ihnen. Das Riesenkänguru Procoptodon konnte bis zu drei Meter groß werden. Sie – zusammen mit einem Nicht-Beuteltier, dem Vogel Genyornis, einer größeren Version des Emus – werden als Australiens ausgestorbene „Megafauna“ bezeichnet. Was ist mit all diesen Tieren passiert? Viele sind zu kleineren Vertretern „devolviert“. Zum Beispiel sind die heutigen Roten Kängurus und Tasmanischen Teufel viel kleiner als ihre fossilen Gegenstücke. Ein kürzlich gemachter Fund in Cuddie Springs in New South Wales, bei dem menschliche Werkzeuge zusammen mit den Knochen einiger Tiere dieser Megafauna gefunden wurden, lässt den Verdacht aufkommen, dass der Mensch dazu beigetragen hat, sie zum Aussterben zu bringen – was für Kreationisten natürlich keine Überraschung ist. Tests haben bestätigt, dass noch etwas Blut an den Werkzeugen vorhanden war, was darauf hindeutet, dass es wahrscheinlich nicht annähernd so lange her ist, wie die Evolutionisten behaupten. [10]



[1] Hans Mincham, Vanished Giants of Australia, Rigby Ltd, Australia, 1966.

[2] Ronald Strahan (Australian Museum Trust), The Mammals of Australia, Reed Books, Australia, 1995.

[3] Jan Aldenhoven, Kangaroos—Faces in the Mob, Green Cape Wildlife Films Pty Ltd, 1992.

[4] Kathy & Tara Darling, Kangaroos on Location, Lothrop, Lee & Shepard Books, New York, 1993.

[5] Peter Murray, Australia’s Prehistoric Animals, Methuen Books, Australia, 1984. Also Encyclopedia of the Animal World, Volume 11, Bay Books Pty Ltd, Sydney, 1977.

[6] Brian Mackness, Prehistoric Australia, Golden Press Pty Ltd, 1987.

[7] The Living Australia , Bay Books Pty Ltd, Sydney, Issue 10, 1985.

[8] Siehe C. Wieland, Stones and Bones, Creation Ministries International , Australia, 1994.

[9] Zur Beantwortung der Frage „Wie kam das Känguru nach Australien?“ siehe das Kapitel zu diesem Thema in The Creation Answers Book , Creation Ministries International , Australia, 1999.

[10] New Scientist 156 (2107):36–40, 8. November 1997.