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von Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt

Die Bibel lässt uns nicht im Unklaren darüber, wie Gott die Welt und alles Leben geschaffen hat, d. h. nach welchen generellen Prinzipien dieses geschah. Eine immer wieder gestellte Frage betrifft die benötigte Zeit der Erschaffung von allem. Auch darüber informiert uns Gott sehr eindeutig und klar.

Alle Evolutionstheorien brauchen zu ihrer Begründung sehr lange Zeiträume, denn die Entwicklung soll so langsam vor sich gegangen sein, dass keine Generation etwas davon spürte. Wenn die Bibel hingegen von Schöpfung spricht, dann werden dort immer spontan eintretende Ereignisse geschildert. Gottes Wort und Befehl haben augenblickliche Erfüllung zur Folge. So lesen wir es beispielsweise in Psalm 33:9: »Denn wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da« Auch Psalm 148,5 vermittelt für das Schöpfungshandeln das sofortige fertige Ergebnis auf den gebieterischen Ruf Gottes hin: »Denn er gebot, da wurden sie geschaffen.«

Die Zeitfrage können wir uns auch logisch erschließen: Stellen wir uns zwei Studenten vor, denen wir eine schwierige Aufgabe zur Lösung vorlegen. Der eine ist hochintelligent, der andere hat mit Müh und Not seinen Schulabschluss geschafft. Wer wird schneller fertig sein? Natürlich der Intelligente! Wir erkennen mühelos, mit zunehmender Intelligenz y braucht man weniger Zeit T zur Lösung. Mathematisch ausgedrückt ist die Gleichung y = f(T) eine Hyperbelfunktion der Art y proportional zu 1/T, d.h. y ~ 1/T. Die Hyperbelkurve läuft asymptotisch gegen die Abszisse T und auch asymptotisch gegen die Ordinate y. Daraus ergeben sich zwei Folgerungen:

1. Schöpfung: Wenn jemand unendlich intelligent ist (y = ∞) und auch noch unendlich mächtig, dann braucht er zur Lösung der Aufgabe gar keine Zeit mehr (T = 0). Die Bibel bezeugt mehrfach, dass Gott beides ist: allwissend (Psalm 139:1-4) und allmächtig (1. Mose 17:1). Nach diesem leicht einsichtigen Hyperbelgesetz würde Gott somit zur Erschaffung der gesamten Schöpfung überhaupt keine Zeit benötigen.

Gott hat sich jedoch viel Zeit genommen, und das aus dem einzigen Grunde: Er wollte eine Analogie schaffen zu dem uns gegebenen Gebot: „Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage, … da sollst du keine Arbeit tun“ (2. Mose 20:9-10). In Vers 11 kommt diese göttliche Analogie zum Ausdruck: „Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage.“ Wenn manche Zeitgenossen die 6-Tage-Schöpfung ablehnen, dann sind sie damit mathematisch unlogisch und zudem auch biblisch unkorrekt, weil sie Gott damit unterstellen, er habe nur eine begrenzte Macht.

2. Evolution: Der Hyperbelverlauf der Kurve zeigt noch etwas Wichtiges an. Da die Materie über keinerlei kreative Intelligenz verfügt (y = 0) dauert es unendlich lange (T = ∞), bis etwas Neues entstehen kann. Die Hyperbel lehrt uns die Unmöglichkeit eines Evolutionsprozesses.

Was hindert Christen daran, an eine 6-Tage-Schöpfung zu glauben? Die Antwort ist einfach: Da die Evolutionstheorie weithin wissenschaftliche Anerkennung genießt, möchte man nicht als unwissenschaftlich abgestempelt werden. Der dafür gezahlte Preis ist jedoch hoch, man ist dem Wort Gottes nicht mehr gehorsam. Wir wollen bedenken, was Gott zu König Saul sagte: „Du hast des Herrn Wort verworfen, und der Herr hat dich auch verworfen“ (1. Samuel 15:26).