Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste.

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen

Ich akzeptiere die Vereinbarung

von PM

Ein wundervolles Buch über einen wunderbaren Gott

„Du bist der Gott, der Wunder tut“ (Ps 77:15) – das ist eine Beschreibung Gottes, die seinen wunderhaften Charakter betont, mit dem er uns Menschen gegenübertritt. Schon der Anfang der Welt an sich ist auf eine Wundertat Gottes zurückzuführen: „Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da.“ (Ps 33:9) Und so geht es wunderbar weiter:

  • Noah wird mit sieben anderen Menschen und einem Häufchen Tiere in einer Nussschale vor einer globalen Flutkatastrophe bewahrt (1Mo 7:23).
  • Abrahams Frau Sarah gebiert im Alter von 90 Jahren ihren ersten Sohn (1Mo 17:17 und 21:2).
  • Das Volk Israel wird mit vielen Wundern aus Ägypten ins verheißene Land gebracht (Ps 105:2b: „Redet von allen seinen Wundern!“, dann die Beschreibung all der Wunder des Exodus in Ps 105:26-45)
  • Propheten und Könige kündigen den Messias, den Retter der Welt, seine Jungfrauengeburt, seinen Geburtsort, seinen Einzug in Jerusalem auf einem Esel, seinen Verrat und den Preis dafür, seinen Kreuzestod, seine Auferstehung und viele Details mehr Jahrhunderte im Voraus an (Mi 5:1; Jes 7:14; Sach 9:9 uvm.).
  • Jesus von Nazareth, der verheißene Messias, wird tatsächlich von der Jungfrau Maria geboren, tut viele Zeichen und Wunder wie Krankenheilungen, Speisewunder, Geisteraustreibungen, Totenauferstehungen (Apg 2:22), stirbt unschuldig am Kreuz, steht nach drei Tagen leibhaftig aus den Toten auf und fährt 40 Tage später in den Himmel auf.
  • Die Apostel setzen die Serie wundervoll fort: das Sprachenwunder an Pfingsten (Apg 2:1-13) Krankenheilungen, Totenauferweckungen, Unempfindlichkeit für Schlangenbisse usw. (Apg 19:11).
  • Die Bibel endet genauso wunderbar, wie sie beginnt: mit einer Neuschöpfung von Himmel und Erde nach der sichtbaren Wiederkunft des Herrn Jesus Christus und dem Jüngsten Gericht (Off 20:11ff).

Wer die Bibel also ihrer Wunder berauben will, bekommt einen Gott, der keine Wunder tut, und damit nicht mehr den Gott der Bibel, der die Heilsgeschichte der Menschheit auf so wundersame Art gestaltet hat und noch zu Ende führen wird! Dieser Gott wird uns in der Bibel auch als „Licht“ vorgestellt (1Joh 1:5), also als absolut rein und heilig, in welchem keine Finsternis ist. In der Person Jesu Christi, Seines Sohnes, manifestiert sich Gott als „Sonne der Gerechtigkeit“ (Mal 3:20) und „Ausstrahlung Seiner Herrlichkeit“ (Hebr 1:3). Aber nicht nur im geistlichen Bereich, sondern wie selbstverständlich beansprucht die Bibel die absolute Wahrheitsautorität auch im physischen Bereich. Wenn es also in der Bibel um die Sonne als Zentralgestirn unseres Planetensystems geht, dann wollen ihre Aussagen genauso ernst genommen werden, wie die Aussagen über die himmlische Welt, die wir als diesseitige Menschen natürlich nicht überprüfen können. Und da stoßen wir auf biblische Berichte, die uns in höchste Verlegenheit bringen können.

Biblische Sonnenwunder

Das fängst schon auf der ersten Seite der Bibel an: es ist von Licht am ersten Tag der Schöpfungswoche die Rede, aber ohne Sonne! Sie wird erst am vierten Tag erschaffen (1Mo 1:14-19), obwohl es schon dreimal Tag und Nacht geworden ist, die Erde sich also offensichtlich schon dreimal um die eigene Achse gedreht hat und von einer Lichtquelle beschienen wurde. Aber nicht von der Sonne!

Als Josua etwa 2.500 Jahre später gegen die fünf Amoriterkönige kämpfen musste, um sein Wort den listigen Gibeonitern gegenüber zu halten und ihnen auszuhelfen, geschah etwas Einmaliges in der Erdgeschichte: Josua befahl dem Lauf der Sonne und des Mondes anzuhalten – am helllichten Tage! Und? „So blieb die Sonne mitten am Himmel stehen und eilte nicht unterzugehen, beinahe einen ganzen Tag.“ berichtet die Bibel (Jos 10:13)!

Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.

David Ben-Gurion israelischer Staatsmann, gründete den Staat Israel

 

Der König Hiskia war ein Zeitgenosse des berühmten Propheten Jesaja etwa 700 v. Chr. Als der Prophet Hiskia dessen Tod ankündigt, wird Hiskia sehr traurig und bittet Gott, sein Leben zu verlängern. Das tut Gott auch. Auf halbem Wege aus dem Königshof kehrt Jesaja um und verheißt Hiskia weitere 15 Lebensjahre. Der bittet um ein Zeichen als Bestätigung und darf sich auswählen, ob der Schatten an der Sonnenuhr des Ahas zehn Treppenstufen vor oder zurückgeht. Hiskia wünscht sich das letztere, denn dass der Schatten der Sonnenuhr vorrückt, sei ja ein Leichtes. Und tatsächlich – der Sonnenschatten geht Treppenstufen zurück (2Kö 20:9)!

Das sind drei Beispiele – es ließen sich noch mehr Wunder im Zusammenhang mit der Sonne heranführen, die die Bibel berichtet: die dreistündige Finsternis während der Kreuzigung Jesu (Mk 15:33); die dreitägige dichte Finsternis als neunte Plage beim Auszug des Volkes Israel aus Ägypten (2Mo 10:22); das Angesicht Jesu bei seiner Verklärung, das wie die Sonne leuchtete (Mt 17:2); die Sonne wird in der Endphase der Erdgeschichte verfinstert werden, also ihre Leuchtkraft verlieren (Mt 24:29); das Licht vom Himmel bei der Bekehrung des Paulus (Apg 9:3). In allen diesen Stellen werden historische Ereignisse in der physischen Welt beschrieben, die ein unnatürliches Verhalten der Sonne aufweisen.

Wie kann das sein?

Wie kann es sein, dass die Erde die ersten drei Tage ihrer Geschichte ohne Sonne auskam, und es trotzdem Tag und Nacht und auch schon Pflanzenwachstum am dritten Tag gab? Wer hat schon einmal miterlebt, dass die Sonne ihren Lauf am Himmel unterbricht und einen Tag im Stillstand verharrt, um dann weiterhin ihre Bahn zu ziehen, als wäre nichts gewesen? Oder sollte es irgendwo einen Fall gegeben haben, dass die Zeit rückwärtsläuft und der Sonnenschatten an einer Treppe um zehn Stufen zurückgespult wird?

Wenn wir jetzt unsere Messinstrumente auspackten und die schlauen Physik- und Astronomiebücher aufschlügen, kämen wir zu dem Schluss, dass die oben genannten Begebenheiten einfach nie auftreten in der realen, beobachtbaren Welt. Es sind also Mythen, die da erzählt werden, Wunschdenken vielleicht, auf jeden Fall nicht die wissenschaftlich messbare Wahrheit.

Also doch kein Gott?

Nun, das sagt ein Mensch, der einen übernatürlichen, ewigen Schöpfergott ausschließt. Einen Gott, der nach Belieben in seine Schöpfung eingreifen und die von ihm erlassenen Naturgesetze zeitweise aussetzen kann. Das sei Wunderglaube, sagt der Atheist, nicht durch rein materielle Phänomene erklärbar, also Humbug. Das ist aber zu einfach argumentiert, denn der Balken im eigenen Auge (Lk 6:41) wird dabei übersehen: ein Mensch, der Gott und seine wundersame Schöpfergewalt ausschließt, glaubt gleichzeitig selbst an mindestens fünf Wunder! Es ist im atheistisch-materialistischen Weltbild nämlich notwendig, an einen nicht erklärbaren Ursprung des Universums, an eine nicht erklärbare Herkunft von Sternen, an den nicht erklärbaren Ursprung des Lebens, an die nicht erklärbare Vielfalt des Lebens und an die nicht erklärbare Herkunft des Bewusstseins, des Geistes und der Moral zu glauben. Das sind Wunder, nur eben ohne Wundertäter!

Du bist der Gott, der Wunder tut!

Das ist der Knackpunkt! Die Lösung liegt nicht in einer möglichst wissenschaftlich erklärbaren Deutung der Sonnenwunder (und all der anderen Wunder der Bibel), sondern im Blick auf den Wundertäter! Gott und „sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen“ (Rö 1:20). Die Werke der Schöpfung, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können und die schriftliche Offenbarung in der Bibel beschreiben uns Gott, wie er ist: vollkommen unabhängig, ewig, allmächtig – eben ein Gott, der Wunder tut. Er, der „die Welten geschaffen“ hat und „alle Dinge durch das Wort seiner Kraft“ trägt (Hebr 1:2.3), hat auch die Macht, an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit die Dinge etwas anders anzupacken, sodass wunderliche Dinge möglich sind – ob es ein auf dem Wasser wandelnder Petrus oder ein 48-Stunden Tag mit Vollbremsung von Sonne und Mond ist.

In allen drei genannten Sonnenwundern spielt Gott, der Herr, die zentrale Rolle:

Bei der Schöpfung: „Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht“ (1Mo 1:14)

Bei Josuas langem Tag: „Da redete Josua zu dem HERRN an dem Tag, als der HERR die Amoriter vor den Söhnen Israels dahingab, und sprach in Gegenwart Israels: Sonne, stehe still in Gibeon, und du, Mond, im Tal Ajalon! Da stand die Sonne still, und der Mond blieb stehen, bis sich das Volk an seinen Feinden gerächt hatte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Aufrichtigen? So blieb die Sonne mitten am Himmel stehen und eilte nicht unterzugehen, beinahe einen ganzen Tag. Und kein Tag war diesem gleich, weder zuvor noch danach, dass der HERR [so] auf die Stimme eines Mannes hörte; denn der HERR kämpfte für Israel.“ (Jos 10:12-14)

Bei Hiskias rückwärts laufendem Schatten: „Da rief der Prophet Jesaja den HERRN an; und er ließ an der Sonnenuhr des Ahas den Schatten, der abwärtsgegangen war, zehn Stufen zurückgehen.“ (2Kö 20:11)

In allem hatte Gott seine Finger im Spiel, er war der Handelnde, der Aktive. Wen wundert es da, dass so Wunder-volles herauskommt?

Wunder sind mir kein Problem!
Die Schöpfung zeigt uns Gottes Macht, zeigt, was sein Wort vermag.
Wer sehen kann, steht staunend still, sieht Wunder Tag für Tag.
Wunder sind mir kein Problem, seit ich das Wunder sah:
wie Gott mir meine Schuld vergab am Kreuz auf Golgatha.
Er tat, was mir unmöglich schien, und darum weiß ich nun:
Für mich sind Wunder kein Problem, denn Gott kann Wunder tun!
Die Blinden sehn und Lahme gehn, ein Toter bleibt nicht tot.
Ich zweifle nicht, dass das geschah, ich zweifle nicht an Gott!
Wer Gott in seinem Sohn vertraut, bleibt nicht beim Zweifel stehn.
Das Wunder einer Neugeburt kann auch bei dir geschehn.
Text: Carlton C. Buck / Manfred Siebald

 

Literaturverzeichnis

  1. Von den damals lebenden Menschen und luft- und landbewohnenden Tieren wurden nur relativ wenige in der Arche vor der globalen Flutkatastrophe bewahrt. Die Arche war keine „Nussschale“ im Sinne ihrer Dimensionen an sich (mit ca. 150 m Länge, 25 m Breite und 15 m Höhe ein stattliches) und das „Häufchen Tiere“ war groß genug, um daraus die gesamte Tierwelt von heute in all ihrer Diversität zu erhalten (mindestens ein Paar von jeder Art der luft- und landbewohnenden Tiere). Die Ausdrücke werden hier gerbraucht, um die Verhältnisse zur globalen, verheerenden Sintflut zu verdeutlichen. Weitere Informationen im Vortrag „Nach uns die Sintflut“ von Dr. Markus Blietz: https://load.dwgradio.net/de/play/7885?u=26).
  2. Unter https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=4457 findet sich eine ausführliche Auflistung der Wunder im AT und NT.
  3. Durch die Bibelkritik und speziell die Entmythologisierung durch Bultmann ist diese Denkweise gestärkt worden.
  4. Siehe der Artikel „Christus, die Sonne der Gerechtigkeit“
  5. Ausführliche Diskussion des Ereignisses im Artikel „Josuas langer Tag“ von Grigg: https://creation.com/josuas-langer-tag.
  6. Laut Vanheiden ist vom hebräischen Grundtext her davon auszugehen, dass es sich um eine Treppe handelte, auf die der Schatten eines benachbarten Gebäudes fiel, denn Sonnenuhren waren damals in Israel wohl nicht bekannt. Siehe der Artikel „Eine Sonnenuhr, die rückwärts geht?“: https://www.derbibelvertrauen.de/neue-bibel-heute/fragen-an-die-neue/1169-eine-sonnenuhr-die-rueckwaertsgeht.html.
  7. Ausführlich in dem Artikel „Die fünf Wunder der Atheisten“ dargelegt: https://creation.com/five-atheist-miracles-german.
  8. 2Mo 8:15: schon der stolze Pharao hatte sich vor diesem Finger beugen müssen, den auch Jesus Christus erwähnte: Lk 11:20.