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von MB

„Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einen Ort, damit man das Trockene sehe! Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde; aber die Sammlung der Wasser nannte er Meer.
Und Gott sah, dass es gut war.“ (1. Mose 1:9-10)

 

Diese beiden Verse beschreiben, was Gott zu Beginn des dritten Schöpfungstages tat. Gott hatte am ersten Tag eine mit Wasser bedeckte Erde geschaffen. Aus dem Weltall hätte die Erde wie ein großer, mitten im Weltraum schwebender Wasserball ausgesehen. Das Wasser musste tief gewesen sein, wie in einem Ozean und nicht wie in flachen Seen, denn in Vers 2 heißt es „…und es lag Finsternis auf der Tiefe.“. Das hebräische Wort „tehom“, das hier mit „Tiefe“ übersetzt wird, bedeutet wörtlich „Tiefe, Abgrund“. In der Menge Übersetzung steht „…und Finsternis lag über der weiten Flut (=dem Urmeer)“. Dieser tiefe Urozean bedeckte das noch darunter liegende Land. Doch in diesem Zustand war die Erde noch als Lebensraum ungeeignet für den Menschen. Daher machte sich Gott nun am dritten Tag daran, die unter dem Wasser liegende Landfläche freizulegen. Er tat dies, indem er dem Wasser befahl, sich an EINEN Ort zu sammeln, so dass man das trockene Land sehen konnte. Auf diese Weise bildeten sich die Weltmeere, in die das Wasser abfloss, so dass das bisher darunter verborgene Land zum Vorschein kam. Geschah dies, indem die ozeanischen Becken sich bildeten, so dass das Wasser in sie abfloss, oder indem sich das Land aus dem Wasser erhob, und so das Wasser dazu zwang, abzufließen? Der hebräische Text gibt uns hierüber keine Auskunft. Es scheint, dass uns der Text damit sagen will, dass Gott dies alles übernatürlich tat, und wir keine naturalistische Erklärung suchen sollen, wo es keine gibt. Schließlich ist der Gott der Bibel allmächtig und nicht an irgendwelche Naturgesetze gebunden. Anders als in allen naturalistischen Theorien, die Gott bewusst ausklammern und Wunder nicht zulassen, greift der Gott der Bibel immer wieder in unsere Welt ein und verändert ganz bewusst die uns gewohnten Abläufe nach seinem eigenen Ermessen. Denn Gott hat zwar die Naturgesetze erschaffen, aber er ist nicht an sie gebunden! Ja, die Tatsache, dass es überhaupt Naturgesetze gibt, ist alleine Gottes Treue zu verdanken. Wenn Gott nämlich auch nur einen Moment aufhören würde, die Naturgesetze aufrecht zu erhalten, würde uns hier auf der Erde alles um die Ohren fliegen!

Parallelen in der Heiligen Schrift

Eine Parallele zu dem Bericht in 1. Mose 1 finden wir in Psalm 104:5-9, der sich vom Kontext her auf die Schöpfung bezieht. Dort lesen wir:

„Er hat die Erde auf ihre Grundfesten gegründet, dass sie nicht wankt für immer und ewig. Mit der Flut decktest du sie wie mit einem Kleid; die Wasser standen über den Bergen; aber vor deinem Schelten flohen sie, vor deiner Donnerstimme suchten sie ängstlich das Weite. Die Berge stiegen empor, die Täler senkten sich zu dem Ort, den du ihnen gesetzt hast. Du hast [den Wassern] eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten sollen; sie dürfen die Erde nicht wiederum bedecken.“

 

Das mit „Flut“ übersetzte Wort ist wieder das hebräische „tehom“ und bedeutet wieder das tiefe Urmeer. Diese Wasser bedeckten die Erde wie ein Kleid, hüllten sie also vollständig ein. Weiter verrät uns dieser Text, dass es Berge von Anfang an schon gab, sie entstanden nicht erst. Dann befahl Gott – in der poetischen Sprache der Psalmen „schalt“ Gott dem Wasser – und die Wasser flohen, sprich, sie „verkrümelten“ sich an den Ort, den Gott ihnen zugedacht hatte. Folglich, so lesen wir weiter, wurden jetzt die Berge und Täter sichtbar, „das Trockene“ erschien. Gott legte fest, dass die Wasser nicht mehr zurück und erneut das Land bedecken dürfen (was allerdings später in der Sintflut – aufgrund des fortgesetzten Ungehorsams der Menschheit – noch einmal zugelassen wurde).

Durch das Abfließen des Wassers kam der Lebensraum der Menschen zum Vorschein. Der hebräische Text spricht hier von „dem Trockenen“. Das hat seinen Grund, denn hierfür gibt es zwei große Parallelen in der Bibel. Die erste Parallele steht in 2. Mose 14:21-22:

„Und Mose streckte seine Hand über das Meer aus, und der HERR ließ das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind zurückweichen und machte so das Meer zum trockenen Land, und das Wasser teilte sich. Dann gingen die Söhne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hinein, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.“

 

Das Wasser wird hier als Gefahr, als Feind beschrieben, die Gott bändigt. Gott tut dies so radikal, dass die Israeliten sogar TROCKENEN Fußes durch das Meer gehen können!

Eine weitere Parallele steht in Josua 3:17:

„Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen festen Fußes auf dem Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel zog auf dem Trockenen hinüber, bis die ganze Nation vollständig den Jordan überquert hatte.“

 

Auch hier stellt sich das Wasser wie ein Feind zwischen die Israeliten und ihre Zukunft. Denn bevor sie das von Gott versprochene Land Kanaan einnehmen konnten, mussten sie ja erst durch die reißenden Fluten des Jordan hindurch. Der Jordan stand ihnen wie ein Feind entgegen, der sie daran hinderte, Gottes Verheißung in Anspruch zu nehmen. Doch Gott greift ein und lässt das Wasser übernatürlich weichen, so dass die Israeliten mitten im Jordanbecken „festen Fußes auf dem Trockenen“ gingen.

Wieder wird uns das Wasser als Feind des Lebens beschrieben. Obwohl Wasser in der Bibel auch als Quelle des Lebens beschrieben wird, tritt es in den beiden Parallelen als Gefahr auf. Warum? Der Grund ist der, weil das Wasser hier noch UNGEBÄNDIGT ist. Gott musste den Wassern des Meeres und des Jordans erst Einhalt gebieten, sie erst in ihre Schranken weisen. Genauso war es am dritten Schöpfungstag. Gott wies das Wasser in seine Schranken. Und erst, als es in seinen ozeanischen Becken war und das Land freigegeben hatte, hatte Gott Ordnung geschaffen. Als das Wasser noch das Land bedeckte, war die Erde noch nass, war sie durch und durch mit Wasser durchtränkt, war sie mit dem Wasser vermischt. Diese Vermischung war Chaos, Unordnung, die Gott nicht duldete.



Ein Gott der Ordnung – kein Leben aus dem Chaos!

Ganz anders stellt sich die Sache aber von Seiten des naturalistischen Modells dar. Die Evolutionstheorie bezeichnet das Urmeer, in der sich die Urzelle gebildet haben soll, als Quelle des Lebens! Hier wird Gottes Schöpfung auf den Kopf gestellt, und letztlich behauptet, Leben sei aus dem Chaos entstanden! Dieser falsche Gedanke setzt sich fort, indem man meint, dass das Leben sich in langen evolutionistischen Zeiträumen mittels zufallsgesteuerter Prozesse weiterentwickelt habe, und daraus letztlich sogar der Mensch hervorgegangen sei. Der Zufall, das Chaos, wird so zum Urheber des Lebens gemacht.

Doch die Wahrheit sieht anders aus. Gott ist die einzige ordnende Kraft in diesem Universum. Er schied das Licht von der Finsternis (1. Mose 1:4: „Und Gott sah das Licht, dass es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis.“). Er schied die Wasser „oberhalb“ von den Wassern „unterhalb“ (1. Mose :,7: „Und Gott machte die Wölbung und schied das Wasser, das unterhalb der Wölbung, von dem Wasser, das oberhalb der Wölbung war. Und es geschah so.“). Er trennte das Wasser von dem Trockenen (1. Mose 1:9: „Und Gott sprach: Es soll sich das Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort sammeln, und es werde das Trockene sichtbar! Und es geschah so.“). Er erschuf die Pflanzen und Tierarten getrennt nach ihrer Art, im Widerspruch zur Behauptung der Evolutionstheorie, dass die Arten auseinander hervorgegangen sein sollen usw. Gott ordnet stets an, dass die Dinge voneinander getrennt werden, dass keine Vermischung geschieht, wo keine sein soll. Denn Vermischung bedeutet Sünde. Vermischung bedeutet, sich gegen Gottes gute Schöpfungsordnung zu stellen, und damit letztlich Gott zu kritisieren, nach dem Motto: „Gott, du hast es nicht gut gemacht, wir akzeptieren Deine Ordnungen nicht.“ Letztlich bedeutet derartige Kritik Zweifel an Gott selbst. Es ist die uralte Verführung der Schlange, als sie im Sündenfall zu Eva sagte: „Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“ (1. Mose 4:1b) Die Schlange unterstellte mit diesem falschen Zitat – in der Tat hatte Gott hier kein Generalverbot für die Früchte aller Bäume, sondern nur betreffs eines einzigen Baums gegeben – dass Gottes Anordnungen nicht gut seien. Damit unterstellte sie letztlich, dass Gott selbst nicht gut sei. Alles wurde mit dieser Aussage auf den Kopf gestellt. Und das Unheil nahm seinen Lauf. Die Welt, in der wir heute leben, ist eine Welt, wo Gottes Schöpfungsordnungen auf den Kopf gestellt sind, und wo man meint, es besser als Gott machen zu können. Naturalistische Modelle wie die Evolutionstheorie sind eine logische Konsequenz aus diesem verdrehten Denken.

Ein einziger Urkontinent?

Wenn das Wasser sich „an einen Ort“, sprich in dem Urozean, sammelte, war dann die Landmasse auch ein einziger, zusammenhängender Kontinent?

Die Bibel schreibt dazu nichts. Es ist möglich, dass es ein einziger Kontinent war, aber zwingend ist es nicht. Was dafür spricht ist, dass die Kontinente auf unserer heutigen Erde näherungsweise ineinander passen. Der Kreationist Antonio Snider-Pellegrini war der Erste, der dies im Jahr 1858 vorschlug. Es ist unumstritten, dass unsere Erdoberfläche aus „Platten“ besteht, die auf einem flüssigen Magma-See schwimmen, und dass sich diese Platten sehr langsam bewegen. Doch wir wissen nicht, ob ursprünglich wirklich alle Kontinente eine Einheit bildeten. Statt überwiegend horizontaler Bewegungen kann es in der Sintflutkatastrophe auch überwiegend vertikale Bewegungen, mit einem gewissen horizontalen Anteil, gegeben haben. In diesem Fall hätten sich die Kontinente viel weniger oder eventuell so gut wie gar nicht bewegt. Selbst die evolutionistischen Geologen sind sich in dieser Hinsicht nicht völlig einig. Freilich lehnen sie dabei die Sintflutkatastrophe ab, und gehen stattdessen von langsamen, hunderte von Millionen Jahren währenden Prozessen aus.

Es ist gut, wenn Kreationisten wissenschaftliche Modelle aufstellen, wie das katastrophische Plattentektonikmodell, und versuchen, die Indizien in einem Kurzzeitrahmen zu beschreiben, denn dabei lernt man eine Menge. Man lernt, welche Dinge man im Rahmen des Modells erklären kann und welche nicht. Das fordert die Entstehung alternativer Modelle heraus, die dann wieder dazu beitragen, das wissenschaftliche Verständnis zu vertiefen. Doch bei all dem dürfen wir nicht vergessen, dass wir es hier mit Gott zu tun haben. Wir wissen einfach nicht, wo und in welchem Maß Gott in der Sintflutkatastrophe wunderhaft anstatt rein naturalistisch wirkte. Dasselbe gilt erst recht für die sechs Schöpfungstage.

An dieser Stelle ist Demut gefragt. Unser Wissen wird auf dieser Welt stets Stückwerk bleiben. Nur einer weiß genau, wie und warum er die Dinge so erschaffen hat, wie sie sind, und das ist Gott selbst. Er weiß alles, kann alles und ist absolut gut. Ihm und seinem Wort können und sollen wir 100%-ig vertrauen. „Dieser Gott — sein Weg ist vollkommen! Das Wort des HERRN ist geläutert; er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.“ (Psalm 18: 31)

Literaturverzeichnis

  1. Jahrtausende bevor die Menschheit Raumfahrt treiben konnte, spricht die Bibel in Hiob 26,7b bereits von einer im Weltall schwebenden Erde: „Er … hängt die Erde über dem Nichts auf.“ Siehe den Artikel Dominic Statham, Isaiah 40:22 and the shape of the earth, https://creation.com/isaiah-40-22-circle-sphere
  2. . In Kolosser 1:16b-17 wird uns Jesus Christus als der eigentliche Schöpfer und Erhalter dieser Welt vorgestellt – ohne ihn könnte die physische Welt nicht weiter bestehen: „Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.“
  3. Wie wenig Sinn es macht, den Ursprung des Lebens naturalistisch erklären zu wollen, erklärt der folgende Artikel: Don Batten, Der Ursprung des Lebens, https://creation.com/origin-of-life-german.
  4. Siehe den Artikel Henry M. Morris, Looking at the original kinds, https://creation.com/original-kinds.
  5. Siehe den Artikel Jonathan Sarfati, Flood models and biblical realism, J. Creation 24(3):46–53, 2010; https://creation.com/flood-models-biblical-realism