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von LF

Eine spektakuläre Nachricht geht Februar 2017 um die Welt: Die NASA kündigt die Entdeckung des „ersten bekannten Systems von sieben erdähnlichen Planeten, die um einen einzigen Stern kreisen“ an. Euphorisch veröffentlicht die NASA eine künstlerische Darstellung dieses Sonnensystems mit dem Stern Trappist-1. Wird endlich Leben auf anderen Planeten gefunden?,

Die sieben „erdähnlichen“ Planeten Trappist-1b, c, d, e, f, g und h werden zum großen Teil blau und grün dargestellt. Das suggeriert, dass auf diesen Planeten viel Wasser existiert, was eine Voraussetzung für Leben ist. Trappist-1 ist 39,5 Lichtjahre von der Erde entfernt und hat in etwa die Größe von Jupiter.

Der Chemiker Russel Grigg hat die harten Fakten über Trappist-1 zusammengetragen und ist zu erstaunlichen Entdeckungen gekommen. In zwei Artikeln widmet er sich der Frage: Ist Leben auf einem der sieben Planeten möglich?1,2 Nach Ansicht der NASA „könnten die Planeten auch durch gebundene Rotation an ihren Stern gekoppelt sein“. Auf der einen Seite des Planeten wäre es also dauerhaft Tag und damit zu heiß, damit Leben existieren kann. Auf der anderen Seite würde ständig Nacht sein und damit Weltraum-Temperaturen von -270 °C herrschen. Der Atmosphärenforscher Dr. Eric Wolf untersuchte an der University of Colorado alle Klimasituationen mit den vorhandenen Daten über Trappist-1. Es stellte sich heraus, dass die drei inneren Planeten Trappist-1b, c und d zu nahe an Trappist-1 sind und damit zu heiß für Leben. Die drei äußersten Planeten haben ein anderes Problem, und zwar mit ihrer Atmosphäre: Trotz Annahmen von CO2-Atmosphären mit bis zu 30 bar Druck, die eine Erwärmung begünstigen würden, schreibt Eric Wolf: „…in allen Simulationen des Planeten f sanken die Temperaturen so stark ab, dass CO2 auf der Oberfläche kondensieren und damit die Atmosphäre zusammenbrechen würde.“ Kurz gesagt: Planet f ist zu weit weg vom Trappist-1 und damit zu kalt. Die Planeten g und h sind noch weiter weg. Leben ist auf diesen Planeten nicht möglich. Sie liegen also doch nicht in der habitablen Zone.

Bleibt nur der mittlere Planet, der Trappst-1e. Ist dort Leben möglich? Ist dort Wasser nachgewiesen? „Da Wolf das evolutionäre Langzeit-Szenario bejaht, sagt er, dass ultrakühle Zwergsterne eine Milliarde Jahre benötigen können, um zu einem stabilen System zu werden. Währenddessen würden solche Sterne alle Planeten einer intensiven Strahlung aussetzen und den Treibhauseffekt außer Kontrolle geraten lassen. Dies könnte zu einem großen Wasserverlust führen – bis zur siebenfachen Menge aller Erd-Ozeane für den Planeten d. Er schlussfolgert: „Daher hätte Planet e ein anfängliches Wasserreservoir von mehrfacher Größe wie unsere Erde benötigt, um auch heute noch reichlich Wasser zu haben.“ Die Forschungen von Eric Wolf haben gezeigt, dass Leben auf diesen Planeten nicht möglich ist – und die computeranimierten Bilder reines Wunschdenken sind. Doch das sind nicht die einzigen Probleme, die im Zusammenhang mit Leben auf diesen Planeten vorhanden sind. Eine ausführliche Betrachtung aller Fakten und Daten zu Trappist-1 und seinen sieben „erdähnlichen“ Planeten finden sich in den Artikeln von Russel Grigg.