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von PM

„Я летал в космос, а Бога не видел.“ - „Ich bin in den Weltraum geflogen, aber Gott habe ich dort nicht gesehen.“ Dieser Satz wurde Juri Gagarin, dem ersten Menschen im All, bei seiner Rückkehr von seinem 108-minütigen Rekordflug am 12. April 1961 von der Sowjetpropaganda in den Mund gelegt. Ob er es selber so empfand, steht auf einem anderen Blatt. Spätere Kosmonauten sprechen von ganz anderen Erfahrungen, als ob „irgendetwas Großes“ sie beobachte zum Beispiel. Kann man Gott denn nun finden, wenn man in den Himmel fliegt? Wohnt Gott im Himmel? Von welchem Himmel sprechen wir hier überhaupt?

In unserem Sprachgebrauch unterscheiden wir unbewusst verschiedene Himmel. Wenn wir sagen „Der Himmel ist zugezogen.“, meinen wir den Lufthimmel, die Atmosphäre, die am dritten Tag geschaffen wurde (1Mo 1:6-8). Wenn wir sagen „Der Himmel ist sternenklar.“, meinen wir das Weltall, den Sternenhimmel, wahrscheinlich ebenfalls am zweiten Tag der Schöpfung als Raum erschaffen, jedoch erst am vierten Tag mit den Himmelskörpern Sonne, Mond und Sterne inklusive Planeten und deren Monde befüllt. (Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein… 1Mo 1:14)

Von diesem (Sternen-)Himmel sprach auch der berühmte erste Kosmonaut. Auf keinem der bemannten Raumflüge haben die Raumfahrer Gott gesehen, obwohl er von sich selber sagt, dass er im Himmel wohnt, z. B. „Der Herr hat seinen Thron im Himmel gegründet“ (Ps 103:19) oder „Sieh nun herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel…“ (5Mo 26:15).

Wie ist das nun zu deuten? Ist Gott im Himmel oder nicht? Dafür wenden wir uns zunächst einer anderen Frage zu, die uns zur Lösung des Problems führen wird.

Ist die materielle Welt alles, was ist?

Platon erzählt in seinem Werk Politeia das berühmte Höhlengleichnis. Da leben Menschen in einer Höhle und schauen auf eine Wand. Alles, was sie sehen, sind Schattenspiele, die von einer Lichtquelle hinter ihnen hervorgerufen werden. Alles, was sie für die Realität halten, spielt sich in der Schattenwelt vor ihnen auf der Wand ab. Dass die Schatten zu realen Gegenständen, die von realen Personen getragen werden gehören, können sie nur erfahren, wenn sie sich umdrehen und die Menschen, die die Schatten werfen, anblicken. Und wenn sie ihre Höhle verlassen würden, würden sie noch viel mehr erkennen: dass es eine schöne, überirdische Welt voller Licht und Farben, Düfte und Klänge gibt.

Dr. David Wood, christlicher Apologet, ehemaliger Psychopath und Atheist, nimmt uns mit auf eine Reise in den Untergrund der Gottlosigkeit... und wieder heraus!
 

Wir Menschen leben im vierdimensionalen Raum-Zeit-Kontinuum auf der Erde. Unser Erfahrungsbereich, den wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können, erstreckt sich maximal bis zum Mond. Das ist der am weitesten entfernte Punkt, den ein Mensch je besucht hat. Indirekt reicht der Arm der Erkenntnis sogar noch weiter: Wir haben schon Roboter auf den Nachbarplaneten Mars und Raumsonden an den Rand unseres Sonnensystems geschickt (Voyager I und II), und mit dem Hubble-Weltraumteleskop blicken wir bis zu 13 Milliarden Lichtjahre (ca. 1023km) tief an den Rand des uns bekannten Universums – oder Himmels. Nirgends haben wir weder direkt mit unseren Augen noch indirekt mit unseren Experimenten Gott gesehen. Können wir daraus schließen, dass es keinen Gott gibt?

Nein, aus mindestens zwei Gründen nicht.

Die Wissens-Kategorien – ein Sortier-Versuch

1) Unser Erkenntnishorizont ist beschränkt – wir wissen nicht, was „hinter dem Rand“ ist. Wir sitzen in unserer Höhle, unserem Universum, und können es nicht verlassen. Wir wissen also nicht, ob es überirdisch – oder besser gesagt jenseitsuniversisch – noch etwas gibt. Alles unter der Bedingung, dass wir unsere Erkenntnis auf reine Sinneswahrnehmung beschränken.

2) Unsere Erkenntnismethoden sind beschränkt – wir sehen vielleicht nur die Schatten, den Abdruck der Realität, aber nicht das Reale selbst. Oder nur einen Teil der Realität.

Ich weiß von einem Menschen in Christus, der vor 14 Jahren (ob im Leib oder ob außerhalb des Leibes, ich weiß es nicht; Gott weiß es) bis in den dritten Himmel entrückt wurde.
2. Kor 12:2
Paulus beschreibt hier ein Erlebnis, in dem er einen Einblick in diese übernatürliche Welt Gottes, den dritten Himmel, bekommen hatte.
Ist es denkbar, dass Gott über unsere beschränkten Erkenntnismethoden hinausgeht? Ja, ist es nicht sogar zwingend, wenn wir Gott als den ewigen, souveränen Schöpfergott der Bibel ernst nehmen?

Wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass die materielle Welt alles ist, was es gibt. Man kann aus materialistischer Sicht keine Aussage über das Jenseits treffen, da es mit materialistischen Methoden nicht zugänglich ist. Dafür müsste man den Blick von der Schattenwand wenden (materialistische Erkenntnismethoden auf nicht-materialistische ausweiten) und aus der Höhle herausgehen (über das Universum hinausblicken) können. Wir sind an das diesseitige Raum-Zeit-Kontinuum gebunden. Das höherdimensionale Jenseits muss mit immateriellen Methoden ergründet werden.

Wenn es nun einen allmächtigen Schöpfergott gibt, dann muss er größer als seine Schöpfung sein, er darf gar nicht Teil seiner Schöpfung sein, also beispielsweise von Raumfahrern im Universum gefunden werden.

Die Bibel sagt aber: „Unser Gott ist im Himmel. Er kann schaffen, was er will.“ (Ps 115:3) Im Gesamtkontext der Bibel wird es sehr klar, dass damit weder der Lufthimmel noch der Sternenhimmel gemeint sein können. Es ist eine dritte Art „Himmel“, die über die beiden dem Menschen direkt zugänglichen Himmel hinausgeht. Es ist ein Himmel, der jenseits der materiellen Welt liegt, der Wohnort Gottes außerhalb des Universums.

Rätsel aus materialistischer Sicht (oder: Der gläubige Atheist)

Die atheistische und damit materialistische Weltsicht selbst kommt ohne immaterielle Annahmen nicht aus. Viele wichtige Fragen bleiben aus materialistischer Sicht ein Rätsel. Es ist förmlich ein Glaube an Wunder nötig, um die Welt ohne Gott zu erklären.

Denken wir an das heutige Standard-Modell für die Entstehung des Universums, das Urknallmodell. Auf die Fragen, was vor dem Urknall gewesen sein soll, was den Urknall verursacht haben soll und warum die Gesetzmäßigkeiten des Universums so fein abgestimmt sind gibt es nur Antworten auf Glaubensbasis: Multiversen, Zufall, Ahnungslosigkeit.

Der Atheist glaubt, dass das Leben irgendwie spontan aus toter Materie hervorgegangen ist. Der Atheist glaubt, dass sich die DNS (die bei weitem komplexeste und effizienteste informationsverarbeitende Software) selbst programmiert hat. Der Atheist glaubt, dass es kein Gut/Böse oder Richtig/Falsch als feststehende Konzepte gibt. Der Atheist glaubt, dass Bewusstsein und rationale Gedanken lediglich Tanz der Atome sind und dass die immaterielle Größe „Information“ aus dem Nichts willkürlich entstehen und sich zu immer komplexeren Strukturen entwickeln kann. Das nur, um nur einige der Wunder zu nennen, an die ein Atheist glauben muss. Atheisten sind sehr gläubige Menschen.

Selbst die Diskussion darüber, ob es einen Gott gibt oder nicht, findet auf einer nicht-materiellen Ebene statt – und wäre in einer materialistischen Welt bedeutungslos (wie alles andere auch). Ja vielmehr, sie dürfte dementsprechend in einer rein materialistischen Welt erst gar nicht stattfinden. Wir als Menschen stellen uns nun aber diese Fragen. Aber niemand kann diese Diskussion mit experimentell-materialistischen Methoden zu einem Ergebnis führen. Diese Frage erörtern wir mit Gedanken und Weltanschauungen, mit der Interpretation der materiellen Welt. Und dass Gedanken nicht einfach nur ein materialistisch ablaufender Instinkt sind, die rein materialistisch im Gehirn entstehen und keine über-materielle Bedeutung haben, ist durch wenig Nachdenken sofort ersichtlich. Es ist nämlich ganz unerheblich, mittels welcher materiellen Codierung die Gedanken und Argumente geäußert werden: als deutscher Text in einem Schöpfungsmagazin (Tinte auf Papier), als englischer Podcast im Internet oder als russische Sprache im direkten Gespräch – der Inhalt, die Botschaft, die Information – ist unabhängig von seinem Trägermedium existent! Information ist eine immaterielle Größe!

Unser Gott ist im Himmel, er kann schaffen, was er will

Wenn wir also etwas über Gott wissen wollen, der jenseits unserer materiellen Welt liegt, sind wir auf seine Offenbarung angewiesen. Er muss sich aus seiner höher-dimensionalen Welt, dem Himmel, uns so mitteilen, dass wir ihn erkennen können.

Gott ist selbst-existent. Er ist schon immer gewesen und Er kam nicht von etwas her, was schon vorher war. Er ist der Urgrund, vor jedem anderen Grund. Er hatte keinen Anfang oder Ursprung, ein atemberaubender Gedanke für den menschlichen Verstand, für den wir keine Parallele haben. "Denn jedes Haus wird von jemand erbaut; der aber alles erbaut hat, ist Gott" (Hebr. 3:4). "Woher kam Gott", mag jemand fragen. Er ist der ewig selbst-existente Geist und kam von nichts her außer von Sich Selbst. Mose fragte sich, wie er Ihn nennen sollte. Was war Sein Name ? Gott sagte, "ICH BIN, DER ICH BIN" (2. Mos. 3:14). Das ist die klare Aussage über Seine ewige Selbstexistenz, ohne Vergangenheit. Jean Gibson
 

Das hat er auf mehrfache Weise getan. In der Bibel, seiner schriftlichen Offenbarung, lesen wir: „Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben.“ (Rö 1:20) Hier werden uns in stark verdichteter Form wichtige Botschaften mitgeteilt:

  • Gottes Wesen ist unsichtbar – also nicht-materialistisch. Daher müssen alle auf materialistische Methoden beschränkte Versuche, Gott zu finden, scheitern.
  • Sein Wesen ist durch ewige Kraft und Gottheit charakterisiert. Damit erübrigt sich der von Atheisten oft eingebrachte Einwand „Wer schuf Gott?“. Gott hat eine ewige, d.h. unendliche Kraft und seine Gottheit bedeutet, dass er unabhängig von allem anderen existiert. Seine Ewigkeit schließt per definitionem aus, dass er einen höheren Schöpfer braucht oder einen Anfang gehabt hat und daher nicht geschaffen sein kann. Er offenbart sich als JAHWEH, der „Ich bin, der ich bin“ (2Mo 3:14), das bedeutet selbst-existent und ohne Ursache.
  • Diese Eigenschaft der Selbstexistenz Gottes kann aus seinem Schöpfungswerk gefolgert werden, wenn man es wahrnimmt und sich diesem natürlich aufdrängenden Gedanken nicht verschließt.
  • Die Schöpfung ist ein gewaltiger Hinweis auf die Existenz Gottes. Wer diese Offenbarung Gottes ignoriert, hat keine Entschuldigung.

Die Bibel geht im nächsten Vers sogar noch weiter und beschuldigt den arroganten Atheisten: „Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt,…“. Statt Gott als Schöpfer zu verehren, was vernünftig wäre, „sind [sie] dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert.“ Die Bibel bezeichnet solche Menschen wiederholt als Narren (Rö 1:22 und Ps 10:4; Ps 14:1; Ps 53:2; Ps 92:7).

Seine anschaulichste und eindringlichste Offenbarung hat Gott aber in der Gestalt seines Sohnes Jesus Christus gegeben: „Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen; dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.“ (Hebr 1:1-3)

Jesus Christus kam vom Himmel auf die Erde. Er war das aufgehende Licht aus der Höhe (Lk 1:78 nach der Luther-Übersetzung), dem dritten Himmel, und hat sich nach seinem Erlösungswerk „zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.“

Rätsel aus materialistischer Sicht
(oder: Der gläubige Atheist)

Der erfahrbare, nahe Gott

Also, wo ist Gott? Wenn er schon nicht im Weltraum zu finden ist, wo dann? „Warum sollen die Heiden sagen: »Wo ist denn ihr Gott?« Unser Gott ist im Himmel…“ – das heißt also in einer jenseitigen Welt, „…er kann schaffen, was er will.“ (Ps 115:2-3) – das ersehen wir an seinen Werken, mit nicht-materialistischem Wahrnehmungsvermögen. Gott ist zu groß, als das ihn seine eigene Schöpfung fassen könnte: „Aber wohnt Gott wirklich auf der Erde? Siehe, die Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen.“ (1Kö 8:27) Stattdessen befindet sich Gott über diesen diesseitigen Himmeln, sodass er auf ihn herabschaut: „Erhebe dich über die Himmel, o Gott…“ (Ps 108:6) „Seine Herrlichkeit ist höher als die Himmel. Wer ist wie der HERR, unser Gott, der in solcher Höhe thront? Der so tief heruntersieht auf den Himmel und auf die Erde.“ (Ps 113:4-6)

Bedeutet das nun, dass er irgendwo draußen ist, fern von uns, und sich für uns nicht interessiert? Ein unnahbarer Gott? Nein! „Und er hat aus einem Blut [d.h. aus einem einzigen Menschen] jedes Volk der Menschheit gemacht, […] damit sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl umhertastend wahrnehmen und finden möchten; und doch ist er ja jedem Einzelnen von uns nicht ferne“ (Apg 17:26-27)!

Gott ist durch seinen Sohn Jesus Christus in unsere Welt getreten und wurde nahbar, fühlbar, sichtbar: „Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens“. Er starb für unsere Sünden am Kreuz, um die Trennung zwischen uns Menschen und Gott, die seit dem Sündenfall besteht, zu überbrücken. Er ist wieder auferstanden und in den Himmel gefahren, wo er auf die Seinen wartet (Apg 7:55-56)! Wir dürfen uns in Demut Gott nahen, so naht er sich zu uns: Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch (Jak 4:8)!