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von AL

Eigentlich ist es verboten, Bahngleise zu betreten, da unser Thema aber kein Spiel ist, müssen wir es heute ausnahmsweise tun. Warum? – Um möglichst klar zwei unterschiedliche Denkvoraussetzungen zu benennen und zu beschreiben. Das eine Gleis ist der Atheismus. Er hat verschiedene Spielarten. Aber das liegt mehr an den Spielern als am Gleis. Die einen stehen an der Front und sind hauptberuflich und medienwirksam Atheisten. Andere eher Schläfer, die aber sofort zu den Waffen greifen, wenn jemand Gott ins Gespräch bringt. Und dann gibt es noch eine größere Menge, die im Windschatten laufen und mit Friedrich dem Großen jedem seinen Glaubensfaçon zugestehen.

Gemein ist ihnen ihre Grundannahme des Naturalismus, also der Glaube daran, dass allem Sein eine natürliche Ursache zu Grunde liegt. Das Oxford English Dictionary zitiert Shaftesbury: „Weder an ein formendes Prinzip oder einen formenden Verstand noch an eine andere Ursache, ein anderes Maß oder an eine andere Regel der Dinge als den Zufall zu glauben... bedeutet ein absoluter Atheist zu sein.“ Das andere Gleis ist der Theismus. Wieder hat er verschiedene Spielarten. Die Spielarten auf beiden Seiten sollen aber nicht Gegenstand unserer Betrachtung sein. Die Grundannahme des Theismus: Hinter allem Sein gibt sich ein genialer Baumeister zu erkennen. Sinn und Ziel des Seins sind dementsprechend nicht ohne Ihn zu finden. Wir wollen anhand der Gleise also vereinfachen und den Glauben an einen transzendenten Gott, der das Universum aus dem Nichts ins Leben rief und überdies erfahrbar ist, einem Glauben an die Nichtexistenz eines Gottes, insbesondere die des jüdisch-christlichen, gegenüberstellen.

Fundamentaler Unterschied

Auffallend ist zunächst einmal der fundamentale Unterschied, dass Menschen, die auf dem ersten Gleis gehen, recht viel damit beschäftigt sind zu betonen, dass sie „erster Klasse“ unterwegs sind. Weil sie alles wissenschaftlich und naturalistisch erklären können. Oder falls jemand genauer fragt, es in Zukunft tun können. Ein Atheist entpuppt sich meist recht schnell als Anti-Theist, der nicht so sehr darauf bedacht ist, Ziel und Entstehung seiner eigenen Denkvoraussetzung zu artikulieren, als vielmehr darauf, diejenigen „zweiter Klasse“ von ihrer Zweitklassigkeit zu überzeugen. Richard Dawkins und seinesgleichen betonen gerne, dass es einfach keinen Gott braucht um alles erklären zu können.

Atheisten, dem Glauben nach Naturalisten, sind „Anzweifler“ des anderen Gleises sind. Sie sind also eher darauf aus, Zweifel an diesem hervorzurufen und vergessen dabei, ihren eigenen „Glauben“ klar zu artikulieren, seine Auswirkungen konsequent und klar zu benennen. Sie müssen sich darauf konzentrieren, Nebelbomben zu werfen. Denn der Beginn des Naturalismus hat ein schwerwiegendes Henne-Ei-Problem. Dem kraftvollen Wort aus der Bibel
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ setzt der Atheismus mit seiner naturalistischen Grundannahme ein kurzschlüssiges „Im Anfang war Materie, und alles wurde aus Materie und außer Materie gibt es nichts!“ entgegen.

Das Ende hingegen müsste mit einem Inferno und persönlicher Hoffnungslosigkeit beschrieben werden. So wie es Peter Atkins tut und schreibt:

„Der Sinn des Lebens in unserem Universum ist nicht so sehr verwirrend als vielmehr deprimierend. ... Wo kam das alles her? Aus dem Nichts. Wo geht es hin? In die Vergangenheit. Wie kommt es dahin? Durch den sinnlosen Verfall ins Chaos. Und das Ziel des Kosmos? Ich lasse Sie da Ihre eigenen Schlüsse ziehen.“
 

Das Glaubensbekenntnis des Atheismus ist klar und grausam: Wir begannen als Zufallstreffer, wir leben als Farce und wir enden als Dünger!

Menschen mit dem Glauben an einen unendlichen und persönlichen Gott sind mehr damit beschäftigt, ihre Antworten auf das Woher und Wohin, den Beginn und das Ziel zu proklamieren und die Konsequenzen daraus für ihr Leben zu bedenken und umzusetzen. Das ist Lebensaufgabe.

„Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen!“ Ps. 90:12
 

Denkvoraussetzung Naturalismus

„Gehen wir zum Anfang von Gleis Eins!“ Recht einfach bei einem Buch, schwieriger bei einem Universum, dass auch noch 15 Mrd. Jahre alt sein soll. Angenommen, ich gehe durch den Wald und stoße hierbei auf einen Ball, einen Dreimaster oder ein Universum. Die entscheidende Frage, die ich meiner Frau stelle, wird sein: Woher kommt der Ball, der Dreimaster oder das Universum? Zweitrangig wäre die Frage nach dem Alter des Balls oder der Entstehungsgeschichte des Dreimasters. Wie also kamen diese Dinge in den Wald? Den Ball hat die Familie wahrscheinlich vergessen. Einen Dreimaster hier zu finden ist aber sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass sich kein Dreimaster im Wald befindet! Aber ein Universum? Es ist nichts unwahrscheinlicher als ein Universum im Wald zu finden. Aber genau das tun wir Menschen, egal auf welchem Gleis. Wir müssen feststellen, dass wir ein extrem hoch geordnetes Universum vorfinden. Die Feinabstimmung des Universums ist von extremer Präzision. Kleinste Abweichungen würden nicht nur Leben, sondern weitaus dramatischer - auch das Universum unmöglich machen. Also wer hat dieses Universum hier hingehängt? Hier bleibt Gleis Eins eine Antwort schuldig, denn der Urheber des Dreimasters kann niemals der rostige Nagel sein.

Trotz CERN und sonstiger teurer Forschung muss Gleis Eins den absoluten Beginn auf unbestimmte Zeit zum Gegenstand der Forschung erklären. Stück für Stück, so gibt man vor, versucht man die Sekunden und Nanosekunden nach dem vermeintlichen großen Knall zu rekonstruieren und sich ihm zu nähern! Dabei beschäftigt man sich mit physikalischen Fragen, also der zweiten Frage, um die Antwort auf die erste Frage, die aber eine metaphysikalische ist, zu ergründen. Die Existenz eines Dreimasters im Wald wird eben nicht erklärbarer, wenn ich auch den letzten rostigen Nagel katalogisiert und zersägt habe und ihm in meiner Ratlosigkeit ein unvorstellbar hohes Alter zuspreche.

Die Frage ist also: Warum gibt es etwas und nicht nichts? Warum finden wir überhaupt Materie, Energie, Licht, und sogar auch Immaterielles wie Ordnung, Information, eine Nanosekunde oder so etwas wie Leben vor? Und wer hat die Gesetze formuliert, in Kraft gesetzt? Wäre nicht genau das Gegenteil viel wahrscheinlicher?

Allan Sandage, der weithin als als der Vater der modernen Astronomie gilt, hat darauf eine klare Antwort: „Ich finde es ziemlich unwahrscheinlich, dass eine solche Ordnung aus dem Chaos entstanden sein soll. Es muss ein organisierendes Prinzip geben. Gott ist für mich ein Geheimnis, aber er ist die Erklärung für das Wunder der Existenz – warum es etwas gibt und nicht nichts.“
 

Denkvoraussetzung Schöpfung

Gehen wir zum Anfang von Gleis Zwei. Und weil es so einfach ist, an den Anfang eines Buches zu gehen, hat der Schöpfer genau das getan und ein Buch mit Anfang und Ende als Kommunikationsmedium gewählt! Die Bibel beschreibt die Geschichte aus Gottes Sicht, seine Handlung und die Handlung der Menschen. Seine Position und unsere Position. Und vor allem: Unser Problem und seine Lösung. Glaube ist die Hoffnung und eine feste Zuversicht auf das was man nicht sieht! (nach Hebräer 11:6) Allerdings ist Glaube nur dann begründet, wenn eine Evidenz dafür vorliegt. Beispielsweise mein Verstand – ich muss daran glauben, denn es gibt Indizien, die das zumindest andeuten. Oder die Liebe meiner Frau – ich muss einfach daran glauben, seit fast zehn Jahren verlängert sich die Liste der Indizien. Genau diese Art von Glauben ist es, die der christliche Glaube meint und sich wie eine rote Linie durch die Bibel zieht. Es ist alles andere als „blinder Glaube“.

Oft wird von Atheisten vorgebracht, dass Glaube ein Relikt oder ein Mechanismus aus Steinzeit oder Mittelalter ist, der vom modernen Menschen überhaupt nicht mehr vertreten werden kann. Es gebe schließlich keine wissenschaftlichen Beweise, keine Evidenz. Aber mit fortschreitender Wissenschaft und zunehmender Erkenntnis, ob DNS (die bei weitem komplexeste und effizienteste informationsverarbeitende Software), Kosmos, Funktionalität von Zellen, Gehirn, usw., die Fingerzeige auf einen Schöpfer werden immer deutlicher. Je mehr man ins Detail geht, Teilchen in noch kleinere Teilchen zerschießt, Zellen und ihre Mechanismen versteht und erklären kann, desto mehr muss man sich verneigen vor der Genialität dieses Baumeisters.

JA, der Anfang von Gleis Zwei liegt tatsächlich in einem Buch. Gott benutzt Worte, um seine Schöpfung ins Sein zu rufen. Gott benutzt Worte, um das Sein zu erklären. Und schauen wir uns das Leben, das Sein, genau an, so besteht es wiederum aus Worten. 3 Milliarden genetische Buchstaben beschreiben unser Genom. 12000 Taschenbücher Information beschreiben unzählige komplexe Funktionen, die in unserem Körper ablaufen. Es sind starke Indizien für das Wort, das schuf, und Gott den Schöpfer, aus dessen Unabhängigkeit sie entspringen.

Stein des Anstoßes

Woran sich Atheisten so stoßen ist, dass es „die Wahrheit“ geben soll. Noch dazu in einem Buch wie der Bibel! Von diesem Buch hatte man sich im Zuge der Aufklärung schließlich verabschiedet, weil es einfach nicht mehr zum modernen Menschen und seinen Bedürfnissen passen mochte! Fragen der Moral, der Ethik stehen heutzutage zumindest zum Teil noch auf den christlichen Stützpfeilern. Zunehmend verlieren diese jedoch ihre Berechtigung. Warum sollen wir sie noch länger benutzen, wenn wir sie doch als Märchen „enttarnt“ haben? Folglich müssen andere Stützpfeiler her. Doch welche sollen es sein? Welche lassen sich aus der naturalistischen Grundannahme herleiten? Auf welcher Grundlage soll man Gut und Böse unterscheiden und benennen? Wo führt dieses Gleis hin? Sollen wir die Natur und ihr Vorbild als Grundlage nehmen? Raubtiere töten gefühllos den Langsamsten, den Wehrlosesten! „Survival of the fittest“ als Leitkultur für die Menschen? Die Geschichte spricht an dieser Stelle für sich.

John Lennox fasst diesen Punkt sehr treffend zusammen: In seinem berühmten Roman „Die Brüder Karamasow“ legte er (Dostojewski) Iwan eine Aussage in den Mund, die normalerweise mit folgenden Worten zitiert wird: „Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt.“ Nun wollte Dostojewski damit nicht sagen, dass Atheisten zu moralischem Verhalten, zum Gutsein unfähig sind. Das wäre schlichtweg verleumderisch und falsch. Tatsächlich werden viele, die behaupten Christ zu sein, diesbezüglich gelegentlich von ihren atheistischen Mitmenschen in den Schatten gestellt. Was Dostojewski hier sagen will ist nicht, dass Atheisten nicht gut sein können, sondern vielmehr, dass der Atheismus keine intellektuelle Grundlage für Moral bietet.

Und damit haben wir schon die Endstation des Atheismus beschrieben. Einer der bekanntesten Atheisten, Jean-Paul Sartre, drückte es ehrlich und vorrausschauend so aus: „Atheismus ist ein langes, hartes, grausames Geschäft.“ Die Endstation könnte sich als Hölle auf Erden entpuppen. Oder anders ausgedrückt: die absolute Abwesenheit Gottes wird die Hölle sein!

Aber wo führt Gleis Zwei hin, der Himmel auf Erden?

In der Tat, so in etwa war es gedacht, als Gott die Menschen schuf, einen wunderschönen Garten als Lebensraum anlegte und ihnen einen freien Willen gab. Der Mensch hatte die Wahl, aus diesem Park entweder einen Vorgarten des Himmels oder eine Schutthalde zu machen. Er versagte kläglich. Seitdem leiden alle Menschen an den Folgen. Mehr und mehr gleicht unsere Welt einer Schutthalde. Aber anstatt die Rebellion gegen Gott aufzugeben, vor ihm zu kapitulieren, glaubt der Anti-Theist, nur kraft seines Verstandes eine schöne neue Welt daraus zu erschaffen. Aber selbst Gott, so berichtet die Bibel, hat nicht mehr vor, aus der gefallenen Schöpfung eine schöne Welt zu machen, so schade es auch um alle Pracht ist. Die neue Erde wird diese in den Schatten stellen.

„Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, sodass man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden;“
Jesaja 65:17
 

Die neue Erde ist der Himmel

Kommen wir zum Ende von Gleis Zwei. Seit Jahrtausenden ist eine bestimmte Zusage Gottes den Gläubigen in Bezug auf die Zukunft von besonderem Wert. Im letzten Buch der Bibel heißt es: „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ Offb. 21:4 Das also ist das Ende von Gleis Zwei: Der Himmel – Wohnort Gottes und Ziel derjenigen, die jede uns Menschen so bezeichnende Rebellion gegen Gott aufgegeben haben. Zielort derjenigen, die durch Gottes Gnade und in Abhängigkeit von ihm und vor ihm leben. Gleis Eins hofft und glaubt an die Selbsterlösung! Gleis Zwei hat die Selbsterlösung komplett verworfen. Wer auf dem zweiten Gleis gehen will, muss Gleis Eins verlassen und sich erlösen lassen. Und das geht nur über ein Kreuz. Dieses Kreuz ist der Ort, an dem Gottes Unmut, ja vielmehr noch, sein Zorn darüber, dass seine Schöpfung alles in Schutt und Asche gelegt hat und bis dato damit fortfährt, sichtbar wird. All das Leid, alle Schmerzen, all die Kriege, all die Tyrannen, all die zerbrochenen Beziehungen, alle Hässlichkeiten und Greuelsünden, mit denen wir Menschen diese Erde gefüllt haben, erregen Gottes Innerstes. Nein, es lässt ihn nicht kalt. Er hasst Sünde. Aber er hasst seine Menschen nicht, er liebt sie. Und deshalb gibt es dieses Kreuz, an dem Gott, der Sohn stellvertretend stirbt, die Strafe erduldet und seine Schöpfung erlöst. Es gab nur diesen einen Weg, wie der vollkommen gerechte Gott gleichzeitig auch ein vollkommen liebender Gott sein konnte. Sein Wunsch ist es, Menschen auf Gleis Zwei zu holen, auf den Weg zum Himmel! Sein Aufruf: „Sucht mich, so werdet ihr leben!“ (Amos 5:4). Dabei soll der Mensch Gott und sich selbst erkennen und ihn als Herrn annehmen.

„Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.  Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden;“ 
Römer 10:9-10
 

„Jenseitslastig“

Jemand wird einwenden, dass das Christentum und der Glaube an Gott so „jenseitslastig“ ist. Dabei haben wir hier unten jede Menge Probleme. Aber gerade das Wissen um unsere Verantwortlichkeit unserem Schöpfer gegenüber gibt jedem Gläubigen ein offenes Auge für die Mitmenschen. Das Christentum sieht jeden Menschen als Geschöpf mit ewiger Bedeutung, sieht sich selbst eben nicht als willkürlich entstandene DNA, sondern sich und jeden Menschen als von Gott gewollt, geliebt, mit Gaben und Aufgaben betraut. Hier nur einige Beispiele, ohne die vielen weniger bekannten, die unter Einsatz ihres Lebens Anderen gedient haben:

  • Abschaffung des Sklavenhandels - William Wilberforce & „Clapham-Kreis“
  • Reform der Staatsgefängnisse - John Howard & Elizabeth Fry
  • Bildung für Blinde – Louis Braille
  • Sonntagsschule und Bildung für Arme – Robert Raikes
  • Pioniere für die Rechte Indiens - Lord Macaulay & Charles Grant jr.

Die Grundlage für moralisch gutes Verhalten, für Humanität und Menschenwürde ohne Gott ist sehr labil und letztendlich egoistischer Natur. Denn wenn Gleis Eins dem Zufall entspringt und unsere DNA nur ein diesseitiges Phänomen ist, gibt es keine sehr guten Gründe mehr für Moral. Der Glaube an den Gott der Bibel jedoch beinhaltet eben auch, dass Gott am Ende der Zeit als Richter rechtsprechen wird. Gute Gründe für einen Christen „diesseitslastig“ zu wirken. Wenn wir jedoch Gott jenseits von uns für tot erklären, den Himmel und die Hölle für abgeschafft, haben wir faktisch auch den Menschen als solchen in uns für tot erklärt und Gerechtigkeit abgeschafft! Das „Diesseits“ für den Untergang freigegeben. Dazu nochmal John Lennox:

„Wenn es kein Gericht nach dem Tod gibt, ist es eine Frage der elementaren Logik, dass die große Mehrheit der Opfer von Ungerechtigkeit nie ihre berechtigten Klagen ins Recht gesetzt werden sehen. Und nicht nur das: Ihre Peiniger, die Übeltäter, werden größtenteils mit ihren Verbrechen durchkommen. ...Aus atheistischer Sicht werden die Selbstmordattentäter des 11. September nie zu Rechenschaft gezogen werden.
 

„Totschlag Argument“

Angenommen, jemand würde einem Atheisten die Pistole auf die Brust halten und sagen: „Leugne deinen Glauben an die Nichtexistenz Gottes oder stirb!“ Wie viele Atheisten wären bereit, für ihren Glauben zu sterben? Wären bereit, ihren Glauben mit dem Leben zu bezahlen? Und wie viele haben es bereits getan? Möglicherweise einige wenige. Die „Google Suche“ brachte allerdings keine Ergebnisse! Wie viele aber haben für ihren Glauben an Jesus Christus, Schöpfer und Erhalter des Universums, ihr Leben gelassen? Und das, ohne mit der Wimper zucken, mit einem Lied auf den Lippen. Es sind viele, viele Namen und noch vielmehr Namenlose, die, wenn es sein musste, lieber den Tod wählten als das Leben und die Abkehr von der Wahrheit. Die Geschichte ist voll von diesen Beispielen und wird bis in die Gegenwart mit weiteren gefüllt.

Endstation Hölle

In einem Interview erkennt Michael Schmidt Salomon, deutscher Atheist, sehr richtig: „...Jesus´ Erlösungstat macht doch nur Sinn, wenn es eben diese Bedrohung gibt. Ohne die Existenz von Hölle macht die Erlösungstat von Jesus soviel Sinn wie ein Elfmeterschießen ohne gegnerische Mannschaft. Wenn der Teufel nicht antritt, ist die Erzählung des Christentums sehr langweilig“. Jesus spricht aber sehr deutlich von zwei Gleisen und sagt: „Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.“ Matth. 7,13-14

Insbesondere das Ansehen der Schöpfung, das Staunen über die Schönheit des Himmels, das unvorstellbare Ausmaß des Universums als den „darüberliegenden Himmel“ soll jeden Menschen erkennen lassen, dass es einen Gott gibt. Atheisten sehen den Himmel leider als Bedrohung, weil sie Gott als Bedrohung sehen, als Spielverderber. Dabei gibt Gott den Menschen für diese Welt Leitplanken an die Hand, gute Gebote, um zu leben. Darüber hinaus bietet er Hoffnung für den Zeitpunkt des Todes. Denn Tod bedeutet niemals „Auslöschen“, sondern immer nur „Umsteigen“. Am Ende des Gleises heißt es End-Endstation: Willkommen am Wunschzielort!