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von Russel Grigg

https://creation.com/a/12279

In 1. Mose 1:3-5 lesen wir: „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste Tag.“

1. Mose 1:14-19 sagt uns, dass Sonne und Mond erst am vierten Tag erschaffen wurden, dennoch gab es schon davor einen Tag-Nacht-Zyklus wie heute (2Mo 20:11). Die Erklärung der Kreationisten dafür ist gewöhnlich, dass Gott am ersten Tag eine Lichtquelle zur Verfügung gestellt hat, die sich nur auf einer Seite der Erde befand und die Ursache für die Tag-Nacht-Abfolge auf der rotierenden Erde war.

Nach unserer Erfahrung braucht Licht eine Quelle, aber diese Quelle muss nicht unbedingt die Sonne, der Mond oder die Sterne sein. Andere Lichtquellen sind Feuer, Blitze, elektrische Glühbirnen, Leuchtstoffröhren, fluoreszierende Insekten wie Glühwürmchen und Leuchtkäferchen, usw. In der Bibel finden wir auch viele Beispiele für Licht ohne Sonne, das von einer übernatürlichen Quelle stammt. Die meisten Stellen stehen mit der Herrlichkeit Gottes in Verbindung, welche in der Bibel gewöhnlich als Licht, manchmal aber auch als Feuer beschrieben wird. Das ist nicht verwunderlich, denn die Bibel sagt uns, dass Gott Licht ist (1Joh 1:5; vgl. Joh 8:12) und auch, dass Gott ein verzehrendes Feuer ist (5Mo 4:24; Hebr 12:29).

Biblische Beispiele für übernatürlich verursachtes Licht, abgesehen von 1. Mose 1:3, sind unter anderem:


Eine Religion der Wunder

Was sollen wir aus diesen vielen biblischen Beispielen von übernatürlich verursachtem Licht ohne die Sonne schließen? Einfach dies: der Versuch, die Erschaffung des Lichtes vor der Erschaffung der Sonne wegzuerklären, indem man sagt, dass Wolken die Sonne bis zum vierten Tag verdunkelten oder etwas Ähnliches, um lange Zeitalter in dem klar verständlichen Text von 1. Mose unterzubringen, erweist der Sache Christi wahrscheinlich einen sehr schlechten Dienst.

Die obigen Beispiele aus der Bibel für Licht ohne Sonne zeigen, dass wir voller Zuversicht sagen können, dass Gott selbst die Lichtquelle am ersten Tag bereitstellte. Wahrscheinlich erschuf Gott dort das gesamte elektromagnetische Spektrum, und es ist möglich, dass sich durch das Licht am ersten Tag ein Aspekt der Herrlichkeit Gottes widerspiegelte.

Gott brauchte keinen evolutionären Prozess, um die ersten Lebewesen hervorzubringen, genauso wenig wie er die Sonne brauchte, um am ersten Tag Licht auf die Erde scheinen zu lassen.
 

In ähnlicher Weise war Gott die Quelle des Lebens auf der Erde – pflanzliches Leben am dritten Tag, tierisches Leben am fünften und sechsten Tag und menschliches Leben am sechsten Tag. Gott brauchte keinen evolutionären Prozess, um die ersten Lebewesen hervorzubringen, genauso wenig wie er die Sonne brauchte, um am ersten Tag Licht auf die Erde scheinen zu lassen. Menschen des Altertums, die die Sonne als Quelle des Lebens verehrten, waren ebenso im Irrtum wie die Menschen der Moderne, die als Ursache des Lebens die (von der Sonne angetriebene) Evolution heraufbeschwören.

Wir sollten nie aus den Augen verlieren, dass das Christentum eine Religion der Wunder ist. Die Bibel beschreibt viele Wunder (die sich auf die wesentlichen Teile der biblischen Historie konzentrieren) – von den übernatürlichen Handlungen Gottes während der Schöpfungswoche, die in 1. Mose beschrieben werden, über den Auszug aus Ägypten und andere alttestamentliche Wunder bis hin zu den vielen Wundern, die mit der Geburt, dem Leben, dem Tod und der Auferstehung des Herrn Jesus Christus zusammenhängen. Die Reihe der Wunder setzt sich fort in der Apostelgeschichte, bis zum endgültigen Gericht über die Gottlosen und zur Belohnung der Diener Gottes in der himmlischen Stadt, die in der Offenbarung beschrieben ist.

Zusammenfassung

Die Bibel lehrt deutlich, dass jeder Schöpfungstag ein gewöhnlicher (etwa 24-stündiger) Tag war, mit einem Tag-Nacht- und Abend-Morgen-Zyklus. Die Tatsache, dass die Sonne erst am 4. Tag erschaffen wurde, widerspricht dem nicht, da die Sonne für einen solchen Zyklus nicht notwendig ist. Was neben einer rotierenden Erde vorhanden sein muss, ist gerichtetes Licht. In 1. Mose wird uns gesagt, dass das Licht bereits vom ersten Tag an da war. Viele andere Teile der Bibel weisen stark darauf hin, dass es ganz im Einklang mit dem Wirken Gottes steht, wenn wir annehmen, dass dieses Licht auf übernatürliche Weise von Gott selbst ausging.

Literaturverzeichnis

  1. Eine detailliertere Analyse findet sich in Batten, D. (Ed.), The Creation Answers Book, Creation Ministries International, Brisbane, Australia, S. 34–35, 2009.
  2. Im Infokasten Light before the sun? meines Artikels „Morning has broken … but when?“ Creation 23(2):53, 2000, werden vier davon genannt. Das Thema wird hier ausgebaut.
  3. Diese Kompromisse enthalten nichts Neues. Calvin, und vor ihm Augustinus, behandelten und widerlegten ähnliche Argumente im 16. und 5. Jahrhundert.Quelle: http://ag-evolutionsbiologie.net/pdf/2011/Endosymbiontentheorie.pdf. Aus der Vorstellung der Arbeitsgemeinschaft Evolution in Biologie, Kultur und Gesellschaft (AG EvoBio) geht klar hervor, dass es ihr darum geht, „über die Hintergründe der Evolutionsforschung ebenso [… zu informieren], wie über die Abwehrstrategien ihrer weltanschaulichen Gegner“ – als ein Kampf der Weltanschauungen, siehe „Über uns“ unter http://www.ag-evolutionsbiologie.de