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von PM

Kann die Wissenschaft alle Fragen beantworten? Wo hört Wissenschaft auf, wo fängt Glaube an? Diese Grenze zu finden ist gar nicht so schwierig.

Der Wahrheitsgarant – wer sagt mir, was wahr ist?

Was ist wahr? Zur Feststellung der Wahrheit wird heutzutage die Wissenschaft herangezogen. Das war nicht immer so. Zu Zeiten eines Platon und Aristoteles waren die Gedanken, und vor allem die Logik, das Wahrheitsbarometer. Später übernahmen der Papst und die Konzile diesen Part. Im Zuge der Reformation hieß es jedoch „Sola scriptura“ – allein die Schrift. Überzeugung war fortan: Nicht das zählt in erster Linie, was uns logisch erscheint, sondern was Gottes Wort sagt ist fundamental.

So schrieb im Jahre 1603 Francis Bacon, Lordkanzler von England und Gründer der Royal Society, der zusammen mit Galileo Galilei als Begründer der wissenschaftlichen Methode angesehen wird, über die zwei Bücher Gottes:

Denn unser Erlöser sagte:„Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes“ (Mt 22:29), und legte uns dabei zwei Bücher zum Studium vor, damit wir uns vor dem Irrtum schützen können. Es sind dies zunächst die Schriften, die Gottes Willen offenbaren [die Bibel], und dann die Kreaturen [Naturwissenschaft], die seine Macht offenbaren, wobei Letzteres Schlüssel für das Erstere ist: Sie öffnen nicht nur unser Verständnis, damit wir durch allgemeine Begriffe der Vernunft und Regeln der Rede den wahren Sinn der Schriften erfassen, sondern erschließen vor allem unseren Glauben, indem sie uns zur würdigen Betrachtung der Allmacht Gottes bringen, die hauptsächlich durch seine Werke angezeigt und in sie eingraviert ist.

Gottes Wort, die Bibel, war der Maßstab – für den Bauern wie für den Gelehrten. Die Bibel sagt, dass Gottes unsichtbare, ewige Kraft aus Seinen Werken ersehen wird (Rö 1:20). Das ist für einen wirklich gläubigen Christen selbstverständlich, hat sich aber heute in der säkularen Wissenschaft gänzlich gewandelt. Gott wird allenfalls als Lückenbüßer für noch offene Fragen herangezogen – wenn überhaupt. Er muss sozusagen hinten anstehen, ist aber nicht mehr der Ausgangspunkt im Sinne von „Gottes Gedanken nachlesen“, wie Vishal Mangalwadi schreibt:

„Einige Wissenschaftler denken, aufgrund der zur Verfügung stehenden Erkenntnisse vom Universum biete sich „Gott“ – ein intelligentes und kreatives Reagens hinter dem Kosmos – als notwendiger Rückschluss an. Historisch gesehen ist jedoch der biblische Gedanke von Gott nicht Rückschluss, sondern Voraussetzung, Ursprung der Wissenschaft.“

Will man heute etwas wissen, z.B. wie ein Flugzeug fliegt oder wer den ersten Weltkrieg verursacht hat oder warum man sich verliebt, befragen wir die Wissenschaft. Die Wissenschaft ist der neue „Gott“, der eine letztgültige Antwort auf alle Fragen des Lebens liefern soll. Es muss wissenschaftlich erwiesen sein, dann wird es „geglaubt“.

Die Bibel lehrt jedoch genau den umgekehrten Weg: „Durch Glauben verstehen wir…“ (Hebr 11:3). Der Erkenntnisweg geht immer noch von oben nach unten, vom Glauben zum Schauen (2Kor 5:7). Warum ist das der sinnvollere Weg? Dem wollen wir in diesem Artikel nachgehen.

Die Wissens-Kategorien – ein Sortier-Versuch

wissens kategorien

wissens kategorie1

Hierunter fällt die Frage, wie ein Flugzeug fliegen kann. Das kann man naturwissenschaftlich beantworten. Berühmte Pioniere der Luftfahrt/Wissenschaft wie Ludwig Prandtl, Theodore von Kármán und andere studierten das Strömungsfeld an Tragflügelprofilen, kleideten ihre Ergebnisse in mathematische Beschreibungen und konnten so den Ingenieuren Werkzeuge an die Hand geben, um flugfähige Fortbewegungsmittel zu konstruieren. Beispieldisziplinen hierfür sind alle Ingenieur- und Naturwissenschaften wie Experimentelle Physik, Chemie und große Teile der Biologie.

wissens kategorie2

Ein Beispiel dafür ist die Frage, wie der erste Weltkrieg verursacht wurde. Diese Frage kann man nur zum Teil naturwissenschaftlich beantworten, denn die Art der Wissenschaft ist hier eine ganz andere als in der ersten Kategorie. Hier geht es nämlich um historische Ereignisse, die nicht wiederholbar sind und nicht beliebig oft im Labor durchgeführt werden können. Der Historiker zieht unterschiedliche Quellen heran, um eine Aussage über die Vergangenheit, möglicherweise deren Einfluss auf die Gegenwart und eventuell sogar eine Prognose für die Zukunft zu tätigen.

Zwischen den ersten beiden Kategorien kann es Überschneidungen geben. Zum Beispiel kann in der Biologie die genetische Variation einer Population im Laufe mehrere Fortpflanzungsgenerationen beobachtet werden, bis hin zur natürlichen Selektion wie im Fall des berühmten Birkenspanner-Beispiels. Das ist wissenschaftliches Arbeiten über einen größeren Zeitraum hinweg, also ein Nachverfolgen der Historie. Daraus jedoch einen Rückschluss auf einen hypothetischen Abstammungszusammenhang herzustellen geht weit über die naturwissenschaftliche Methode hinaus und verlangt die Einbeziehung von Indizien und Interpretationen sowie noch nie beobachteten Tatsachen, wie z.B. der Transformation von einer Art in die andere. Sie sind somit vom subjektiven Weltbild des interpretierenden Wissenschaftlers abhängig.

Disziplinen, die in diese Kategorie fallen sind z. B. Archäologie, Geschichtswissenschaften, Geologie, Paläontologie, Astronomie (Kosmologie)…, Forensik und Evolutions-Biologie.

wissens kategorie3

Eine dritte Kategorie ist die Frage nach dem Sinn, der Bedeutung oder der Moral eines Sachverhaltes. Warum verlieben sich Menschen in einander? Was berührt uns an einem schönen Kunstwerk, einem farbenprächtigen Sonnenuntergang, einer dramatischen Geschichte oder einer gefühlvollen Musik? Warum ist es nicht gut, das Eigentum eines anderen zu entwenden? Darf man jemanden töten, der sonst viele andere Menschen töten wird? Was ist Schuld, was Bewusstsein? Welchen Sinn hat mein Leben? Gibt es ein Jenseits, einen Gott, ein Leben nach dem Tod? Das sind Fragen, die wir Menschen uns stellen, die aber mit wissenschaftlichen Methoden nicht zugänglich sind. Diese Fragen beantworten wir moralisch und individuell, sie sind gänzlich unserer Weltanschauung unterworfen. Sie werden also transzendent, auf unseren Glaubensüberzeugungen basierend, behandelt.

Der Physiker Prof. Dr. Hans Peter Dürr, ehemaliger Direktor des Max-Planck-Instituts, Träger des alternativen Nobelpreises, beantwortet vor diesem Hintergrund die Frage „Was hat die Wissenschaft mit der Wirklichkeit zu tun?“ wie folgt: Ein Mann sitzt am Ufer eines Flusses und fängt Fische. Ein Wanderer kommt vorbei und fragt ihn, „Was tust Du da?“ „Ich fange Fische.“ „Was kannst Du über die Fische aussagen?“ „Sie sind alle mindestens 5 cm lang.“ Der Wanderer lässt sich das Netz zeigen. Es hat Maschen mit einem Umfang von 5 cm. Daraufhin sagt er: „Wenn es kleinere Fische als 5 cm gäbe – und ich meine, solche gesehen zu haben –, so könntest du sie nicht fangen, sie würden durch dein Netz hindurch schlüpfen.“ Darauf der Fischfänger mit Selbstbewusstsein: „Was ich nicht fangen kann, ist kein Fisch.“
 

Auseinanderklamüsern (genau unterscheiden)

Manche Sachverhalte können wir auch mit allen drei Fragen-Kategorien untersuchen, müssen dann aber genau unterscheiden, mit welcher Methode wir welche Art von Frage behandeln. Nehmen wir einmal einen Kriminalfall, einen Mord. Ein toter Mann wird mit einer Schusswunde im Brustbereich gefunden. Man kann nun fragen: „Was finden wir vor?“ (Kat. 1) Dann könnte man wissenschaftlich untersuchen, an welcher Stelle die Kugel ein- und ausgetreten ist, welches Kaliber sie hatte, aus welcher Waffe sie stammte usw. Diese Fragen kann man ganz neutral und objektiv beantworten, da gibt es noch keine Interpretation.

In einem weiteren Schritt kann man fragen: „Wie ist das passiert?“ (Kat. 2) Nun müssen Indizien herangezogen werden: aus welcher Richtung könnte die Kugel gekommen sein und aus welcher nicht, wann war der höchstwahrscheinliche Todeszeitpunkt, gab es Zeugen, kann es ein Unfall gewesen sein usw. Hier ist schon deutlich mehr Interpretationsspielraum. Noch schwieriger wird es, wenn es darum geht, den Täter zu finden. Da kommen Alibis ins Spiel, mögliche persönliche Motive, usw. Die Praxis zeigt, dass es oft sehr schwierig ist, auch nur kurz zurückliegende Ereignisse wahrheitsgetreu zu rekonstruieren, sodass der wirkliche Hergang bekannt wird. Ein Geständnis oder ein Augenzeuge trägt immens zur Aufklärung bei.

Nehmen wir an, der Täter ist auf Grund von Indizien, Zeugenaussagen oder Geständnis identifiziert. Nun kommt noch die dritte Fragen-Kategorie: War diese Tat gerechtfertigt? War das gut oder schlecht? Warum hat der Täter geschossen? (Kat. 3) Es kommt also eine ganz neue Dimension hinzu: der Sachverhalt wird beurteilt. Hier haben wir die wissenschaftliche Ebene gänzlich verlassen, und nun greifen die Weltanschauungen der betroffenen Personen oder die Gesetze der Gesellschaft, die ihrerseits die Weltanschauung der Gesellschaft widerspiegeln. Der Sachverhalt kann zu einer Verurteilung (unrechtmäßiges Töten = Mord) oder einem Freispruch (rechtmäßiges Töten, wie z.B. Notwehr oder Befehl im Kriegsfall führen), je nach Situation.

Genauso ließe sich auch ein Musikstück, oder aber auch die Bibel, analysieren. Wissenschaft kann uns nur oberflächlich etwas über die Tonfrequenzen, den Rhythmus, das Papier und die Grammatik sagen, nur teilweise etwas über die Entstehungsgeschichte, aber nichts über den höheren Sinn.

Der Grenzstein der Wissenschaft

Wissenschaft hat keine Kompetenz in Kategorie 3! Sie kann also Fragen wie die nach der Existenz Gottes und dem Sinn des Lebens, ethische Fragen nach Besitz oder Abtreibung, emotionale Fragen wie Liebe oder Musik nicht beantworten. Die großen „Warum?“-Fragen der Menschheit liegen außerhalb der wissenschaftlichen Erkenntnis.

Wissenschaft hat Teilkompetenzen in den „Wie kam das?“-Fragen, den historischen Sachverhalten (Kategorie 2). Naturgemäß kommen unterschiedliche Wissenschaftler zu unterschiedlichen Meinungen über historische Ereignisse, da die Datenlage oft vage ist und immer Interpretationsbedarf hat. Wahrheitsgetreue Augenzeugenberichte haben hier einen hohen Stellenwert. Fragen über den Ursprung der Welt, die Herkunft des Menschen oder des Wassers auf der Erde und das Alter des Universums fallen in diese Kategorie. Bei ihrer Beantwortung spielen immer unbeweisbare Annahmen und die persönliche Überzeugung des Betrachters eine Rolle, sie sind also nicht rein wissenschaftlich zu beantworten, wie wir im Beispiel des Kriminalfalles gesehen haben. Beobachtete Phänomene der Gegenwart müssen unter bestimmten Annahmen in die Vergangenheit extrapoliert werden. Auch wenn die Mehrheit die Ursprungsfrage mit dem säkularen Urknall-Evolutions-Modell beantwortet, ist das keine rein wissenschaftliche Frage, sondern vor allem auch eine Frage der Weltanschauungen. Man kann das postulierte Urknall-Evolutions-Szenario nicht im Labor nachstellen und experimentell überprüfen.

Ein ganz zentraler Begriff in diesem Zusammenhang ist das Experiment. So gibt der Wissenschaftsphilosoph A. F. Chalmers zu verstehen, dass Tatsachen für die Wissenschaft eher auf Grundlage von Experimenten gewonnen werden sollten, als durch Beobachtungen. Das würde bedeuten, dass bestimmte Aussagen der Astronomie/Kosmologie, Geologie und Teile der Biologie (Evolution) allenfalls auf beobachteten Nachwirkungen historischer Ereignisse wie z.B. Fossilien und kosmischer Hintergrundstrahlung basieren, die lediglich Indizien ohne experimentelle Überprüfungsmöglichkeit darstellen. Interessanterweise sind gerade das die wissenschaftlichen Disziplinen, die die Ursprungsfragen „beantworten“: das Urknall-Modell wurde in der Astronomie/Kosmologie entwickelt, Erdschichten und Fossilien und deren hypothetisches Alter werden in der Geologie und Paläontologie studiert, und die Evolution vom Molekül zur Mikrobe und schließlich zum Mikrobiologen wird in der (Evolutions-)Biologie vertreten. Das sind keine experimentellen, sondern Beobachtungs-Wissenschaften, und schaffen damit keine Tatsachen im Sinne der Wissenschaften auf Basis von Experimenten.

Der HERR ist Gott, er hat uns Licht gegeben.

Psalm 118:27a

 

Das Urknall-Evolutions-Modell ist keine experimentell überprüfbare Wissenschaft, sondern ein Interpretationsmodell von Indizien, beruht also auch auf Weltanschauung und Glaube. Genauso wenig ist das Schöpfungsmodell experimentell überprüfbare Wissenschaft und beruht ebenfalls auf Glaube – mit dem Unterschied, dass die Schöpfungsvertreter das unumwunden zugeben!

Die Schöpfungs-Evolutions-Debatte ist somit keine rein wissenschaftliche Debatte, sondern ein Streit, der sich über mehrere Wissens-Kategorien (siehe Tabelle) erstreckt. Der Disput geht nicht über die beobachteten Tatsachen, Fakten und Indizien, die für alle Seiten gleich sind, sondern über die Interpretation derselben. Insbesondere die Einordnung der historischen Indizien wie der Fossilien oder der kosmischen Hintergrundstrahlung unterliegt der subjektiven Weltanschauung des Wissenschaftlers. Es kommt auf die Brille an, durch die man schaut!

Der Disput geht nicht über die beobachteten Tatsachen, Fakten und Indizien, die für alle Seiten gleich sind, sondern über die Interpretation derselben. Der eine sieht in den abgelagerten und verformten Gesteinsschichten hohe Erdalter, der andere die weltweite Katastrophe der Sintflut und ihre Folgen. Wer hat Recht?
 

Die einzigen Fragen, die die Wissenschaft vollkommen neutral und objektiv beantworten kann, sind die „Was geht vor?“-Fragen, über Funktion oder Beschaffenheit. Selbst in diesem Bereich sind viele Unsicherheiten und Änderungen im Laufe der Zeit nicht auszuschließen, wie die Erforschung der Natur des Lichts zeigt. Die weißen Flecken auf der Landkarte des Wissens sind immens, es gibt noch viel zu tun, die Werke Gottes zu erforschen (Ps 111:2) und sie sich untertan zu machen (1Mo 1:28).

Aber Achtung! Wo ist die Grenze zwischen Wissenschaft und Glaube? Ab welchem Gedankenschritt wird die Grenze der neutralen Wissenschaft zur Beantwortung der Kategorie-1-Fragen überschritten? Wo kommt Interpretation zur „nackten“ Wissenschaft hinzu? Ab wann bestimmt die persönliche Weltanschauung die Antwort, und nicht die harten Fakten? Wo ist der Grenzstein, der uns anzeigt, wenn wir das Gebiet der reinen Wissenschaft verlassen?

Persönlich erlebt

Eine bibelgläubige Abiturientin lernt im Biologieunterricht die Endosymbiontentheorie und wird durch die „Beweise“ verunsichert. Die Theorie besagt im Kern, dass im Laufe der Entwicklung von Lebewesen ein einfaches einzelliges Lebewesen durch ein anderes einzelliges Lebewesen aufgenommen wurde, beide miteinander eine Symbiose eingingen und so zu Bestandteilen der Zelle eines so entstandenen höheren Lebewesens wurden. Im Laufe der Evolution entstanden auf diese Weise dann immer komplexere Lebewesen. Die AG Evolutionsbiologie stellt fest: „An der Faktizität der Endosymbiose gibt es heute nicht mehr den geringsten (vernünftigen) Zweifel. Die Frage, mit der sich die Fachwelt auseinandersetzt, lautet also nicht mehr ob, sondern nur noch wie bzw. wie oft und wann genau die verschiedenen Stufen der Endosymbiose stattgefunden haben und wie sich die Abstammungsverhältnisse darstellen. Hier liegt natürlich noch vieles im Dunkeln.“

Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.
2. Korinther 4:6
 

Ein aufmerksamer Leser stutzt sofort: nicht nur der letzte Satz des Zitats lässt so einige Zweifel aufkommen, sondern auch die mit großer Sicherheit getroffenen Behauptungen über hypothetische Ereignisse in der Vergangenheit, die niemand bezeugen kann, da niemand von uns da gewesen ist, und die auch niemand experimentell nachprüfen kann. Selbst wenn ein Experiment gelänge, das eine Endosymbiose zeigt, ist das immer noch kein Beweis dafür, dass alles Leben auf solchen Ereignissen beruht. Es müsste die ganze postulierte hypothetische Entwicklung gezeigt werden können, und zwar wiederholbar und unabhängig vom Experimentator. Und im weiteren Verlauf des Textes werden Ausdrücke wie „dafür spricht“ und „weisen in die Richtung“ gebraucht, die beim besten Willen keine harte Wissenschaft, sondern reine subjektive Interpretation von Indizien sind.



Merkfrage

Kannst du mir das in einem Experiment demonstrieren?

Diese Frage sollte sich jeder merken, der mit „Beweisen“ oder „Fakten“ über Ursprungsfragen konfrontiert wird. Wir brauchen uns von der manchmal unsachlich-emotional verbreiteten Mehrheitsmeinung nicht einschüchtern lassen – es ist oft nicht mehr als das: nur eine Meinung. Wir sollten lernen, Tatsachen (Kategorie 1) und Historie (Kategorie 2) zu unterscheiden. Dann können wir vielleicht auch unseren Gesprächspartnern zeigen, wieviel Glaube in der „Wissenschaft“ steckt.

Der Wahrheitsgarant: Jesus Christus, das Licht der Welt

Wir haben gesehen, dass sich Wissens-Fragen unter drei Aspekten untersuchen lassen. Die säkular-wissenschaftliche Herangehensweise geht von innen nach außen und überschreitet dabei die Grenze der rein wissenschaftlichen Möglichkeiten. Verlässliche Aussagen über die Wahrheit, die jenseits der wissenschaftlichen Erkenntnismöglichkeit liegt, kann uns nur eine jenseitige Quelle geben. Diese Quelle der Wahrheit ist Jesus Christus, der von und aus Gott Gekommene, der sagen kann: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14:6) Er hat die Kompetenz, in die Dunkelheit unseres Nicht-Wissens als Licht zu scheinen: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8:12). Sein Licht schließt alle Wissens-Kategorien mit ein, vor allem auch die „Warum?“-Fragen. Aber vielmehr noch, sein Licht schließt uns die Tür zu Gott auf, es erleuchtet alle Menschen, die ihn im Glauben annehmen (Joh 1:9-12). Sein Licht ist uns in seinem ewig gültigen Wort, der Bibel, offenbart: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ (Ps 119:105) „So halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht…“ (2Petr 1:19).

Literaturverzeichnis

  1. Francis Bacon, The Advancement of Learning (London, Henrie Thomes, 1605). Die Ausgabe von 1893 von David Proce (Cassell & Company) ist unter zu finden.fullbooks.com
  2. Nach Johannes Kepler (1571-1630), deutscher Astronom.
  3. Vishal Mangalwadi, 2014: Das Buch der Mitte: Wie wir wurden, was wir sind: Die Bibel als Herzstück der westlichen Kultur, S. 328.
  4. Dieser Unterschied wird in den Artikeln „Das ist doch keine Wissenschaft!“ und „Im Bilde Gottes oder Bild eines Affen?“ gut herausgearbeitet.
  5. Natürliche Selektion ist nicht das Gleiche wie Evolution, wenn sie auch oft als „Beweis“ für Evolution herhalten muss, siehe den Artikel https://creation.com/natural-selection-evolution. Das häufig zitierte Beispiel des Birkenspanners ist ein hoffnungsloser Versuch, Evolution im Sinne einer Höherentwicklung vom Einfachen zum Komplexen zu zeigen, siehe https://creation.com/the-moth-files.
  6. Zum Thema Bewusstsein und Evolution siehe den Artikel „Das Bewusstsein: ein Problem für den Naturalismus“: https://creation.com/a/12341
  7. Quelle: http://www.mitdenkend.de/warum-glauben-wenn-wissenschaft-doch-wissen-schafft. In einem Interview https://youtu.be/JHfX-_uwaGw zeigt Prof. Dürr, der [nach unserem Wissensstand] selbst kein bibelgläubiger Mensch war, sehr schön die Grenzen der wissenschaftlichen Erkenntnis auf. Durch die in dem Interview geäußerten evolutionären Gedanken wird das Problem noch verstärkt, da in diesem Denkrahmen unser Wissen um das Begriffe wie Treue, Liebe und Vertrauen enorme Erklärungsnot verursacht.
  8. Mord ist aber hier schon eine Vorwegnahme des Ergebnisses – man müsste eher zunächst ganz neutral von einem Todesfall sprechen, der darauf untersucht werden müsste, ob ein Mord stattgefunden hat.
  9. Wir lesen oft: Die Geschichtswissenschaft ist sich einig… Heute ist man der Meinung, dass… – sogar bei großen historischen Ereignissen mit Millionen von Zeugen wie den noch nicht lange zurück liegenden Weltkriegen sind sich Historiker alles andere als einig über genaue Hergänge und vor allem kausale Zusammenhänge.
  10. Ein letzter Rest von Zweifel am wirklichen Hergang der Ereignisse verbleibt – egal, wie stark Indizien für einen Vorgang in der Vergangenheit sprechen. Es muss nicht so gewesen sein, wie die Indizien vermuten lassen. Zahlreiche Kriminalfälle zeigen, dass Indizien sehr irreführend sein können.
  11. . Leider wird heute auch zuweilen versucht, ethische Fragen wie z.B. Schuldfähigkeit von Straftätern wissenschaftlich zu beantworten.
  12. Alan Francis Chalmers, Wege der Wissenschaft. Einführung in die Wissenschaftstheorie.
  13. Siehe den Artikel https://creation.com/the-wrong-glasses.
  14. Quelle: http://ag-evolutionsbiologie.net/pdf/2011/Endosymbiontentheorie.pdf. Aus der Vorstellung der Arbeitsgemeinschaft Evolution in Biologie, Kultur und Gesellschaft (AG EvoBio) geht klar hervor, dass es ihr darum geht, „über die Hintergründe der Evolutionsforschung ebenso [… zu informieren], wie über die Abwehrstrategien ihrer weltanschaulichen Gegner“ – als ein Kampf der Weltanschauungen, siehe „Über uns“ unter http://www.ag-evolutionsbiologie.de.